Fahrt ihr mit Helm Fahrrad?

Das Ergebnis basiert auf 46 Abstimmungen

Nein 59%
Ja 30%
Manchmal 11%

30 Antworten

Ja

Ich kenne einige Leute, die dem Helm ihre Gesundheit und möglicherweise sogar ihr Leben verdanken. Und was die Leute angeht, die sich für so tolle Radfahrer halten: Ihr seid nicht allein auf der Straße, es kann Euch immer auch mal jemand "abschießen". Und außerdem ist es reine Gewöhnungssache; der Helm gehört für mich beim Radfahren einfach dazu. Ohne traue ich mich kaum einen Bordstein rauf oder runter zu fahren. Wenn ich einen auf habe fahre ich aber auch schon mal eine Treppe runter und fahre auch Mountainbikerennen.

Schönes Beispiel für Risikokompensation!
Ich kenne viele Radfahrer, aber keinen, der ohne Helm (oder auch mit Helm) einen so schweren Unfall hatte, dass seine Gesundheit dauerhaft beeinträchtigt wäre. Ich fahre noch nicht mal besonders gut Rad, immer so schnell es geht und durchaus auch mal riskant. Bei meinen wenigen harmlosen Stürzen, wäre ich wenigstens ein, zweimal mit einem Helm aufgeschlagen, wo meine Halsmuskeln den Kopf noch halten konnten. Vielleicht kommt Deine Fehleinschätzung daher. Oder sind unter Deinen Bekannten viele Extremradfahrer?

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Haben Sie diese Unfälle selbst analysiert? Was ist genau passiert, wodurch hat der Helm angeblich das Leben gerettet? Ich bin min. 3x auf den Kopf geknallt und schreiben noch immer. Ohne Helm. Der Helm schützt im Wesentlich vor Schürfwunden, ob er vor mehr schützen kann, ist leider völlig unbewiesen. Tragen Sie beim Treppensteigen und beim Pflücken von Früchten am Baum, bei allen Arbeiten auf Tritten und Leitern auch einen Helm (zur Sicherheit und als leuchtendes Vorbild). Sollten Sie, denn da passieren weitaus mehr Unfälle als beim Radfahren! 100.000 Unfälle lt. Berufsgenossenschaften!

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@radfahrer

Ziemlich verquere Denkweise, expressionant, muss ich schon sagen. Wie kommst Du auf die skurrile Idee, Du "wärst mit dem Helm aufgeschlagen, wo Deine Halsmuskeln den Kopf noch halten konnten"? Bemühe mal ein paar Formeln aus den Grundlagen der Physik, dann wird Dir Deine Fehleinschätzung vielleicht klarer. Frage dazu: was wiegt Dein Kopf und was wiegt ein Helm? Du hast woanders mal behauptet, Du seist "guter Ingenieur und Wissenschaftler". Diese Deine Zeilen sprechen nicht dafür.

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@Ostkurve

Da Du mich ja hier in uralten Postings zu diffamieren suchst:
Man braucht gar keine Physik für meine Behauptung. Geometrie reicht aus. Setze eine Helm auf und hau dich sanft mit der Schulter gegen eine Wand. Tatsächlich, der Helm berührt diese. Ich habe es ausprobiert und erst beim dritten mal hat mein Halsmuskelapparat das entsprechend korrigiert. Der Körper weis genau wie groß mein Kopf ist und möchte nicht das er anstößt. Selbst mit recht heftigen Sprüngen gegen die Wand hat mein Kopf nicht angeschlagen. Das ist auch ganz klar, weil nämlich nicht nur Muskeln den Kopf halten, sondern auch Sehnen und diese so ausgelegt sind, das mein Kopf möglichst nicht aufschlägt. Dies kann man ganz einfach ausprobieren, in dem man sich neben eine Wand lehnt und versucht mit dem Kopf diese zu berühren. Das zieht in den Muskelsträngen. Dies sind natürlich nur Beispiele, aber es spricht viel dafür, das ein evolutionär entwickelter Organismus wie der Mensch auch für Unfälle ausgelegt ist. Daher könnte ich mir ähnliche Experimente auch in andere Richtungen vorstellen. Bei einem Seitenfall würde der Helm übrigens vermutlich genau die Sehnenspannung verhindern und durch seine Styroporkomprimierung ersetzen. Ich hätte also nichts gewonnen!
Für einen Ingenieur bist du aber schlecht in Systemzusammenhängen geschult. Marketing, hab ich recht?

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@espressionant

Hast du schon mal was von selbsterfüllenden Prophezeiungen gehört? Natürlich bist du nicht zu Schaden gekommen, weil du ja wolltest, dass das dabei heraus kommt. Meinst du wirklich, dass du deinen Körper so beherrschen kannst, dass du bei einem nicht vorhersehbaren Unfall nicht mit dem Kopf aufkommst? Ich glaube das kaum. Wenn du durch die Wucht des Aufpralls durch die Luft geschleudert wirst, denkst du dann an Physik und suchst dir eine schöne Stelle zum Aufkommen aus? Wohl kaum. Diese Selbstversuche sind nicht Wert, weil man ja genauso gut über den Lenker fliegen kann. Dann kommt man garantiert mit dem Kopf auf. Meiner Meinung nach...

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Nein

Wer wegen eines Unfalls (ohne Helm) im Krankenhaus landet, der landet dort i.d.R. auch dort, wenn er einen Helm trägt. Ich hatte schon mehrere Unfälle mit Kopfbeteiligung, noch bei keinem hätte er etwas gebracht (weil Stellen des Kopfes betroffen waren, die vom Fahrradhelm überhaupt nicht bedeckt werden). Der Helm ist nicht vergleichbar mit dem Sicherheitsgurt beim Auto oder auch dem Motorradhelm. Er ist letztlich Glaubenssache, weil es keine echten Unfalluntersuchungen und Statistiken dazu gibt (Grund: Radfahrer sind im Gegensatz zu Autos für die Industrie etc. uninteressant, zu wenig zu verdienen). Was es gibt sind Einschätzungen von Ärzten, Polizisten, Radfahrern etc. nach dem Motto: Wer keinen Helm auf hat, der stirbt. Wer mit dem Mountainbike einen Downhill macht, könnte an den Helm denken (da setze ich ausnahmsweise einen auf).

Manchmal

Sagen wirs mal so: Wenn ich Training hab und heftiger fahr (Racepark, Downhill, Dirt) dann fahr ich auf jedne Fall mit Helm, sonst eig. nicht

Ja

Ich finde es sehr vernünftig immer mit Helm zu fahren. Ich hoffe andere Menschen sehen das genauso, weil bei uns gab es schon ein Todesfall und ich würde es jedem empfehlen. Anfangs fand ich es auch schlimm doch jetzt ist es okay.

Nein

Nein, natürlich fahre ich nicht mit Helm. Im Gegensatz zu den meisten hier habe ich viele Informationen gesammelt und insbesondere auch Studien gelesen, die das Helmtragen empfehlen. Jedem der sich gründlich informieren will empfehle ich www.cyclehelmets.org
Während man hier eine genaue Abwägung findet und die (leider sehr komplizierten) statistischen Zusammenhänge korrekt dargestellt werden, wird auf allen Helmbefürwortenden Seiten auf niedere Instinkte angespielt. Wer einen Helm trägt zeigt mE deutlich, dass er sich nicht informiert hat, dafür aber auf Horrorwerbung hereingefallen ist.
Nun könnte man ja sagen, der Helm schadet nicht, aber auch das ist nicht richtig. Je mehr Leute Helm tragen, desto eher können Versicherungen (übrigens ohne Nachweis einer Funktion des Helmes) Ansprüche für Nicht-Helmträger kürzen. Der Zwang wird dann durch die Hintertür eingeführt. Das passiert schon in Deutschland. Und warum sollen Versicherungen da aufhören? Warum nicht eine Vollschutzkombi verlangen? Warum nicht einen Integralhelm? Und plötzlich wird aus gesundem, freundlichen, einfachem Fahrradfahren eine komplizierte unangenehme Angelegenheit. Das will ich nicht für mich und schon gar nicht für meine Kinder!
Meine Kids fahren natürlich auch ohne Helm!
PS: Ich hatte hier schon eine längere Diskussion mal drin stehen, die wohl jemand beanstandet hat. Ich nehme mal an einen rechten Grund wird er dafür nicht gehabt haben, aber GF überprüft das wohl nicht.

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