Wie wichtig findet ihr einen Fahrradhelm?

10 Antworten

das ist in etwa das gleiche wie der Sicherheitsgurt im Auto. Er ist so lange lästig, wie du ihn nicht brauchst, aber man ist froh, wenn man ihn bei einem Unfall angelegt hatte

Die Schutzfunktion von Gurten sind wissenschaftlich erwiesen und durch vielerlei Unfallstudien belegt!

Des Weiteren bieten Gurte bei nahezu allen denkbaren und häufigen Unfallszenarien mit dem Kraftfahrzeug einen erheblichen und signifikanten Vorteil. Sie falsch anzuwenden ist kaum möglich.

Fahrradhelme dagegen schützen naturbedingt nur einen Teil des Körpers: den Kopf. Und dann nicht einmal den ganzen! Gesicht, Hals und Kinn bleiben ungeschützt.

Auch ist nur bei mittelschweren Unfallszenarien ein Vorteil aufgrund des Tragens eines Helms überhaupt erwartbar. Bei leichten Unfallszenarien sind schwere Kopfverletzungen selten. Hier sind eher die oberen und unteren Extremitäten betroffen. Bei schweren Unfallszenarien tritt der Tod trotz Helm ein.

Ein Gurt schützt dagegen nachgewiesenermaßen sowohl bei leichten. mittleren, als auch schweren Unfallszenarien und kann durch seine Anwendung immer einen signifikanten Vorteil bieten.

Der Helm schützt dagegen lediglich bei mittelschweren Unfallszenarien ausschließlich den oberen Teil des Kopfes außen vor leichten bis mittleren Verletzungen.

Ob und inwieweit Fahrradhelme das wichtigste Teil (das Gehirn) überhaupt zu schützen vermögen, ist aufgrund der sehr hoch angesetzten Prüf-Grenzwerte für die erlaubte Beschleunigung auf das Gehirn, umstritten.

Fakt ist jedoch, dass ein falsch getragener Helm keinesfalls effektiv schützen kann!

Nach eigenen Beobachtungen fahren jedoch gut die Hälfte aller Kinder und ein Fünftel aller Erwachsenen mit einem nicht bis schlecht angepassten Helm herum.

Um mich kurz zu fassen: Du vergleicht Äpfel mit Birnen!

2
@Skeletor

"Die Schutzfunktion von Gurten sind wissenschaftlich erwiesen und durch vielerlei Unfallstudien belegt!" Das erzähle bitte einem Polizisten, wenn du nicht angeschnallt im Fahrzeug sitzt. Bin auf seine Antwort gespannt! :)

1

Er schadet zumindest nicht. Allerdings wenn du bei einem Sturz ungünstig mit dem Genick auf eine Bordsteinkante oder ähnliches knallst hilft dir der Helm auch nicht. Generell finde ich, die Gesellschaft übertreibt es immer mehr mit ihrem Sicherheitsdenken. Da wären doch dann auch Helme für Autofahrer und Gardinen aufhängende Hausfrauen angebracht.

Er schadet zumindest nicht.

Da bin ich mir nicht so sicher! Stichwort: Risikokompensation.

Unsere Nachbarländer Dänemark und Niederlande haben zudem trotz einer deutlich niedrigeren Helmtragequote keine höhere Unfallquote was Radfahrer angeht. Im Gegenteil: Die stehen besser da!

1

Ist ja logisch , ein Helm verhindert ja auch keinen Unfall, sondern dient einzig und allein zur Schadensbegrenzung wenn es zu spät ist .

3

Sicherheit geht vor !..

Bevor ich einen Unfall baue, wohlmöglich noch schwere Kopfverletzungen zu ziehe, ziehe ich lieber einen Helm an...

Wenn etwas passiert, dann ist das Geschreie groß

Und es spielt absolut keine Rolle wie blöd oder peinlich das aussieht..

Wenn du mit dem Kopf auf den Asphalt fällst kann es passieren dass du dir recht schnell einen Schädelbruch zufügst, das passiert mit Helm eher selten, also absolut Pflicht!

Ein Schädlbruch ist relativ harmlos. Er kann sogar rettend sein, weil durch den Schädelbruch das schwellende Gehirn druckentlastend wirkt. Ob das Schädel-Hirn-Trauma durch den Helm verhindert werden kann, ist sehr fragwürdig.

2

Kannst Du gut Englisch? Dann gehe mal auf Cyclehelmet.org => dort werden viele wissenschaftliche Artikel zitiert (auch jene pro Helm)

Auf Deutsch wird es schwerer, aber man findet dies hier:
http://fahrradzukunft.de/14/
(übrigens, anders als viele der Helmpropagandaseiten kommen hier auch Befürworter zu Wort, ein gutes Zeichen, dass das ganze nicht religiös betrieben wird)

Übrigens heutzutage ist es wirklich anders als früher, die Medizin und die Notfallversorgung ist viel besser geworden, die Gesetze und Strafen für rücksichtsloses Autofahren sind verschärft worden, Autos bremsen heute effektiver und schneller etc. ...

Auf gut Deutsch: Es ist heute besser und sicherer auf dem Rad. Und nein, am Helm liegt das nicht!

Staaten, die massiv auf den Helm gesetzt haben (z.B. Australien), leiden heute und viel höherem Risiko als die, die intelligente Radfahrerpolitik machen (z.B. Holland).

Der Helm hilft nicht beim Problem, er doktert nur an einem Teil der Symptome herum.

Er ist Angstpropaganda und per Schuldumkehr ("das wäre ohne Helm nicht passiert") verhindert er gute Fahrradpolitik. Und für den Radfahrer sorgt er nicht mal für eine Risikoreduktion...

Was möchtest Du wissen?