Es gab einmal ein "Kinderkurheim Asental" in Bad Salzuflen (VW)...wer erinnert sich?

18 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das Kinderkurheim im Asental war vermutlich das Kinderkurheim der Geschwister Kölling in Bad Salzuflen, Unter den Buchen 2 Es liegt ganz knapp neben den Stauteichen, heute auch neben einer Silberranch, einem Pferdebetrieb für kindliche Reitanfänger.

Das Kinderheim als Einrichtung gibt es nicht mehr, aber das mit Schiefer gedeckte große villenartige Gebäude mit einem großen Park gibt es heute noch und wird als Privatwohnung genutzt.

In der NAZI-Zeit wohnte dort ein Schriftsteller.

Bei weiteren Fragen zum Ort Bad Salzuflen melden Sie sich bitte bei j.bongardt@freenet.de

Hallo, ich war 1969 dort für 6 Wochen. Ich war damals sieben Jahre und kann mich nur an die strenge Herrschaft erinnern. So wurden dort Kindern ihr eigenes Erbrochenes wieder gefüttert (meines Wissens waren die betreffenden Kinder auch länger als 6 Wochen dort - vielleicht war es auch eine "Art" Heim) und eine Schwester (schwarze glatte Haare - Schulterlänge) hat die Fingernägel immer bis aufs Blut geschnitten. Ich habe damals aus Kummer und Heimweh alles nur in mich reingestopft, hab mich so verhalten, dass ich nicht auffiel und irgendwelchen Strafen ausgesetzt war und habe bestimmt 5 kg zugenommen. Mein Bruder ist nach der Kur auf dem Bahnsteig zu meinen Eltern gelaufen und hat gesagt, ihr erkennt Andrea nicht mehr wieder, die kann kaum noch aus den Augen gucken. Dann wurde ich erst mal auf Diät gesetzt, aber hinterfragt wurde nichts. Als Kind hat man natürlich noch nicht realisiert, dass die Erwachsenen das nicht dürfen, dies kam erst später - ich hatte einfach nur Angst vor den Frauen. Meine Eltern haben das glaube ich unter das Thema "kindliche Phantasie" abgehakt und eine Aussagen nicht wirklich ernst genommen. Durch den Film im ersten letzte Woche ist nochmal alles aufgebrochen und so kam ich auf die Idee mal zu googeln - erschreckend, wie vielen es auch so ging...und an etwas Positives, Schönes, kann ich mich überhaupt nicht erinnern.

@Palmsky meine Eltern haben mir auch nicht geglaubt. Aber sag, was für einen Film meinst du? Gab es einen Bericht in letzter Zeit?

0
@Frostherz

Mir hat auch keiner geglaubt ... Ich war damals 7, das war dann also 1974. Ich wuerde gerne wissen, ob jemand irgendwann mal versucht hat die Leitung zur Rechenschaft zu ziehen? Und auch ob jemand den Fernseh oder Radio Bericht gefunden hat von dem hier mehrmals gesprochen wurde?

0

Habe auch Erinnerung ans Heim 'Bethesda' im Sommer 1961 unter einer Diakonisse "Sr. Gertrud" und einer freundlichen, aber einflusslosen Frau Waltraud Adam. Aus heutiger Sicht unvorstellbar, was ich dort erlebte: Schimmliges Brot, Muckefuck mit saurer Milch, 4 Blatt Toilettenpapier am Tag und festgelegte Toilettenzeiten (morgens und abends). Briefe wurden zensiert bzw. diktiert, im Strafkatalog fanden sich neuzeitliche Strafen wie Zuweisung zu kleiner Betten oder Aufstehverbot bei ungebührlichem Betragen. Gewaltsame Übergriffe auf Kinder fanden nicht statt, allerdings wurde die etwa 14jährige weibliche Küchenhilfe in Gegenwart der 27 Jungen von Sr. Gertrud mit wüsten Verbalinjurien und, bei einer Gelegenheit, auch mit Fußtritten traktiert.

Ich war 1965 für 6 Wochen dort (August-September). Insgesamt positiv, aber kann mich auch an die strenge Führung, Mittagsschlafpflicht, Briefzensur etc. erinnern. Ebenfalls an das Spielen im Wald und an die Gemeinschaftsräume. Die Einrichtung entsprach wohl dem damaligen Zeitgeist. Spaziergänge in Bad Salzuflen und ein Ausflug zum Hermannsdenkmal (Detmold) gehörten auch dazu. Ich war damals 9-10 Jahre alt. Gruß Herbert

Ich war ich war mit meinen Geschwistern schon oft dort gewesen als Kinder wir hatten sehr schöne Erinnerungen als Frau Schelper das Bein kaputt hatte waren wir auch dort weil sie vom Ziegenbock umgerannt ist meine Schwester ist noch mit ihr zum Arzt mitgefahren das Haus steht immer noch aber den Wald drumrum gibt es nicht mehr der Sturm hat etliche kaputt gemacht vielleicht war es früher ja schlimm für euch für uns war es sehr schön spazieren gehen singen spielen Mittagsschlaf mochten wir auch nicht so nachmittags wurden die Süßigkeiten verteilt die man mitgebracht hatte wie gesagt wir waren sehr zufrieden war jetzt nach einem Schlaganfall in Bad Salzuflen und bin noch mal zu dem Haus gefahren das immer noch steht habe auch noch sehr alte Fotos von ihr erhalten der das Haus jetzt gehört. Wir waren als letztes dort als es dann verkauft worden war meine Schwester war vor 5 Jahren bei Frau Kaufhold zu Besuch da ist Frau Schelper und Frau ihring schon verstorben

Was möchtest Du wissen?