Enorme Nässe an den Scheiben innen inkl Pfütze

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Die Lösung heisst angepasst heizen und lüften. Feuchtigkeit kondensiert an allen Flächen aus, die den Taupunkt unterschritten haben; und der ist abhängig von Raumlufttemperatur und -feuchte. Deine Fensterscheiben dienen dir dabei als Indikatoren und geben somit Alarm, wenn es zu feucht wird.

Da Schimmel durch unangepasstes Heiz- und Lüftungsverhalten leider immer wieder ein Thema ist, habe ich hierzu mal einen Tipp verfasst. Dort findest weiter unten bei den Kommentaren auch einen aktualisierten Link zu hilfreichen Ratschlägen vom Umweltbundesamt : http://www.gutefrage.net/tipp/schimmel-vorbeugen-und-beseitigen

Wie lüftest du denn bisher?

Mach mal mehrfach täglich die Fenster auf.

Auf zwei Seiten gleichzeitig ganz auf, dann die Luft 3 Minuten durchziehen lassen und dann wieder alle Fenster zu.

Das Morgens nach dem Aufstehen, abends vor dem Schlafengehen und auch ab und an dazwischen, wenn du gerade da bist.

So gehören beschlagene Fenster bald der Vergangenheit an.

Oft und gründlich aber immer nur kurz lüften; nicht nur 1x am Tag und auch kein Dauerlüften!

Unzureichende Wärmeverteilung im Raum durch Beheizung mit zu viel Warmluft. Warmluft kühlt am Fenster aus, die Luft fällt nach unten. Je kühler, um so feuchter wird auch die Luft. Das Ergebnis ist Kondensat unten am Fenster und viel Kondensat unten an der Balkontür und auch noch kalte Füße in der Nähe der Balkontür, weil die Kaltluft über den Fußboden wabert, bis zum Heizkörper an der Wand.

Wird der Anteil an Wärmestrahlung durch die Heizanlage im Raum erhöht, so werden die Oberflächen stärker erwärmt, was auch Kondensat am Fenster mindert oder gänzlich verhindert. Durch warme Oberflächen wird ein Gefühl der Behaglichkeit erzeugt und Schimmelbildung aus Raumluftkondensat vermieden.

Übliche Platten-/Kompaktheizkörper erreichen folgende Anteile an Wärmestrahlung:

  • Typ 10 -> ca. 55% (eine Heizplatte, keine Konvektionsbleche)
  • Typ 11 -> ca. 35% (eine Heizplatte, ein Konvektionsblech)
  • Typ 21 -> ca. 30% (zwei Heizplatten, ein Konvektionsblech)
  • Typ 22 -> ca. 25% (zwei Heizplatten, zwei Konvektionsbleche)
  • Typ 33 -> ca. 20% (drei Heizplatten, drei Konvektionsbleche)

Demzufolge wäre der Typ 10 mit einem Anteil von 55% an Wärmestrahlung klar zu bevorzugen. Jedoch hat dieser Heizkörper bei gleicher Baugröße eine geringere Leistungsabgabe als die anderen Heizkörper. Ggf. ist zu überlegen, ob nicht gleich komplett mit hydraulischen Heizleisten (mal googeln) geheizt werden sollte. Hier ist jedoch eine korrekte Planung und Ausführung nötig.

Wenn irgendwo ein wenig Luft zirkulieren könnte, das heißt es ein paar "undichte Stellen" gäbe, dann hättest du nicht mit der Nässe zu kämpfen. Alles was du machen kannst, ist dem Vermieter Bescheid sagen und sehr diszipliniert mindestens 2x täglich gründlich zu lüften. Das heißt Fenster komplett auf und richtig Luft reinlassen für 10 Minuten! Bei gekipptem Fenster wird der Raum nur bis 1m hinter dem Fenster belüftet und das willst du nicht. Die Feuchtigkeit muss raus! Zwischen dem Lüften solltest du heizen und so die Luft "trocknen". Ich denke damit bekommst du dieses Problem in den Griff. Nimm das bitte ernst, sonst bildet sich früher oder später Schimmel in deiner Wohnung.

Okay das Mist mim kleinen Kind,also wenn die fenster offen sind Heizungen anlassen?

Nur Balkontür auf reicht auch nicht aus?

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deine wohnung ist nicht gut belüftet und so bildet sich staunässe. wenn fenster zu sicht schliessen und keine vorrichtung zur belüftung da ist passiert das leicht. mache mindestens einmal am tag richtig durchzug und gebe deinem vermieter bescheid. der sollte da was machen um über längere sicht schimmel zu vermeiden.

Okay Vermieter ist leider auch so ne Flitpiepe.

Die Fenster sind laut Prägung 08 05 90 denke ich mal das Baujahr.

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