Elektrogeräte gehen kaputt - ist der Strom dran Schuld?

9 Antworten

Dass dir das E-Werk eine zu hohe Spannung liefert, kann man nahezu ausschließen. Sehr wahrscheinlich sind es Spannungsspitzen, entweder durch das Schalten großer Lasten oder durch Blitzschlag in der Umgebung. Wenn du die Messen willst, brauchst du einen Transientenrecorder oder ein Digitaloszilloskop mit geeigneten Triggermöglichkeiten. Wenn du so etwas hättest oder damit umgehen könntest, hättest du diese Frage natürlich gar nicht erst gestellt.

Einfachste Lösung: Überspannungsschutz vor jedes elektronische Gerät. Aber jeder Anschluss, der in ein Leitungsnetz außerhalb der Wohnung geht, muss damit geschützt werden - auch Antenne, Telefon usw. Es gibt Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz, die die Möglichkeit bieten, Telefon-, Sat- und terestrische Antennenleitungen usw. durchzuschleifen. Lass dich im guten Fachhandel (daimt meine ich nicht Media-Markt, Saturn o.ä.) beraten.

Kann sein, dass du nah an einer Trafostation wohnst und deshalb eine höhere Spannung bekommst. Einfach mal vom Fachmann messen lassen.

Mögliche Ursache #1:

Blitzschlag. In einigen Bayrischen Dörfern hat man es damit besonders zu tun da dort die Stromleitungen sehr lang sind und die Gewitter in Bayern recht heftig ist. Da kann es regelmäßig zu Schäden durch Blitzschlag kommen.

Hier hilft ein Überspannungsschutz der in den Sicherungskasten einzubauen ist. Bei Überspannung wird die Energie der Überspannung (Blitz) nach Erde abgeleitet. Ist die Energie zu groß erzeugt das Gerät einen Kurzschluß der die Sicherung auslöst um weiteren Schaden zu verhindern. Dann ist auch meist das Überspannungsschutzgerät auszuwechseln.

Anstelle eines Blitzschadens hat man dann nur einen Stromausfall und schlimmstenfalls muss der Überspannungsschutz ausgetauscht werden was gegenüber einem neuen Fernseher o.ä. preisgünstiger ist.


Mögliche Ursache #2:

Defekter Nulleiter. Da in Europa Drehstrom verwendet wird, liegen zwischen zwei Phasen 400V. Der Nulleiter hat bezogen auf die Phasen 230V. Ist der beschädigt und hat einen hohen Widerstand, so verschiebt sich das Potential des Nulleiters.

Ein starkes 230V gerät zieht den Nulleiter zu der Phase an der dieses Gerät angeschlossen ist. Für diese Phase entsteht eine Unterspannung, für die beiden anderen Phasen aber eine Überspannung.

In meinem Haus war mal der NPE (Nulleiter + Erde vom E-Werk) "vergammelt" und die Nulleiterschiene im Sicherungskasten "tanzte" um 70V. Dadurch kriegten einige Geräte bis zu 70V zu wenig, andere dagegen bis zu 70V zu viel. Schäden hatte ich dadurch zum Glück nicht, da ich das an Glühbirnen die heller und dunkler wurden noch rechtzeitig bemerkt hatte.

Man kann ein Multimeter benutzen um die Spannungen der Steckdosen zu messen. So was kriegt man z.B. im Baumarkt für wenig Geld. Die Spannung muss 230V +/- 10% betragen, darf also zwischen 207V und 253V liegen. Normalerweise schwankt die Spannung höchstens 5%, misst man mehr Abweichung kann man schon fast davon ausgehen, dass da etwas nicht stimmt.

Allerdings kann während der Messung alles in Ordnung sein. Es hängt ja von der Lastverteilung zwischen den Phasen ab in wie weit der geschwächte Nulleiter des Hauses belastet wird. Man kann das aber provozieren. Dazu benutzt man eine Mehrfachsteckdose und steckt einen starken Verbraucher ein. Ein Fön, starker Staubsauger (1000W oder mehr), Dampfreiniger oder Elektroofen (1000W bis 2000W) sind ideal. Man misst die Spannung vor dem Einschalten und wärend das Gerät läuft. Geht die Spannung mehr als 10V runter, so ist was "richtig faul" in der Verkabelung. Es besteht sogar akute Brandgefahr. In dem Fall einen Elektriker befragen. Der Hauseigentümer ist verpflichtet das Problem zu lösen. Der Elektriker kann den Hauseigentümer sogar dazu zwingen weil sonnst die Stadtwerke den Strom aus Sicherheitsgründen abschalten müssen. Und als Mieter hat man das Recht auf Strom!

In dieser Frage würde ich an Deiner Stelle Kontakt aufnehmen mit dem örtlichen Stromversorger. Es kann durchaus sein, daß es Spannungsspitzen durch zu und Abschaltung von starken Aggregaten kommen kann, aber die geanue Ursache lässt sich eigentlich nur durch eine langfristige Dauermessung mit Spezialmessgeräten durchführen, die auch vom Stromversorger anerkannt werden (also die eigenen ). Wenn das die Ursache ist für Deinen übergroßen 'Geräteverschleiß' muss der Stromversorger für Abhilfe sorgen ! Das sage ich als Fachmann dazu !

also meine nachbarn hatten auch immer das problem hatten auch die dachwohnunng und bei denen ging auch pc tv und ect. she schnell kaputt. die hatten es sogar 2mal das durch einen blitzschlag alle geräte kaputt gegangen obwohl sie noch mit zwei anderen parteien im haus gewohnt hatten

Gegen Blitzschlag gibt es eine Hausratversicherung.

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