Ein Bolzenschussgerät im Schlachthof tötet doch direkt, anstatt nur zu betäuben oder?

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4 Antworten

Genau so läuft es ab. Ich habe während meiner Ausbildung zum Zootechniker auch mal einen Schlachthofbesuch mitmachen müssen. Die Tiere wurden vom Hänger geprügelt, hatten teilweise gebrochene Beine, dass sie nur noch auf ihrem Hinterteil rutschen konnten und wurden oft nur an einem Beim aufgehängt und hochgezogen. Man ist danach vom Glauben abgefallen.

Die Bolzenschussgeräte sind aber tödlich, wenn sie richtig angesetzt werden. Was danach passiert, nennt man Ausbluten.

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Kommentar von Procter74
02.12.2015, 10:18

Grausam! Ich glaube solchen Menschen ist das egal ob sie das Gerät "richtig" ansetzen! Die haben kein Gefühl dafür, Hauptsache Geld verdienen!

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Kommentar von Leelith
02.12.2015, 10:38

Ja genau, das hat mein Mann auch erzählt, daß die Tiere alle an einem Bein dann hochgezogen wurden. Und dann da oben hingen und so weitertransportiert wurden. 

Und Du sagst es: Man fällt vom Glauben ab. Man verliert den Glauben in die Menschheit. Mein Mann sagt,seitdem er das erlebt hat, daß JEDER der Fleisch isst, bzw. diese Tötungsmaschinerie am Laufen hält/rechtfertigt, indem er Fleisch kauft, mal einen Tag in einem Schlachthof verbringen sollte, damit er weiß WIE dieses Fleisch 'entstanden' ist, daß er da ohne Gewissensbisse in den Einkaufswagen legt. 

In meinen Augen (und denen meines Mannes sowieso) haben wir Menschen einfach nicht das Recht über das Leben von Tieren zu entscheiden und dann auch noch wie sie sterben. Das ist nicht weniger schlimm als das was die Nazis im 2. Weltkrieg gemacht haben. Nur daß hier nahezu die gesamte Welt beteiligt ist.

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Kommentar von Laurelina
16.01.2016, 15:39

Diese Antwort ist leider FALSCH.

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Grausam!! Ein Metzger hat mir mal gesagt diese Geräte "können" töten aber nicht unbedingt sofort! Die Tiere werden meist nur betäubt und die eigentliche Todesursache (..wenn man das so nennen will) ist das verbluten des Tieres! Ich habe das selbst mal bei einer "Hausschlachtung" miterlebt und war schockiert! Nach dem Schuss hat das Tier wild "gezappelt" eine Zeit lang! Mehr konnte ich nicht ertragen damals und bin gegangen! Ich kann mir vorstellen dass Leute die das fast täglich machen so "abgestumpft" sind dass ihnen das nichts mehr ausmacht und sie einfach ihre Arbeit machen, also "Töten im Akkord"!

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Hi!
Das stimmt leider.
Es geht aber auch anders! Wir haben auch Kühe und die Bullenkälber werden nah 2 Jahren auch geschlachtet. Die Kühe verbringen ihr ganzes Leben draußen und kennen keine Halfter,Boxen ,was weiß ich. Für 10 Kühe rechnen wir mit einer Fläche von 13HA ca. sie haben also viel Platz.
Wenn Sie geschlachtet werden,kommen sie auf einen Hänger und sind beim Schlachter sofort dran. Sie werden betäubt und dann....
Ansich haben sie aber ein super leben gehabt und man kann das Fleisch besten Gewissens essen:)

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Der Bolzenschuss ist tatsächlich nur zur Betäubung und NICHT zur Tötung. Der Tod tritt erst nach Ausbluten ein.

Es IST grausam, was an einem Schlachthof passiert, klar. Tod ist nie etwas Schönes. Aber ich wundere mich doch wirklich immer wieder wie schockiert viele Menschen dann doch darauf reagieren. Was dachtet ihr denn, wie Fleisch produziert wird?!

Ich absolviere selbst gerade ein dreiwöchiges Praktikum am Schlachthof und ich muss sagen, ich finde, die machen ihre Arbeit da sehr gut und vorbildlich. Man muss dazu sagen, dass ich an einem Bilderbuchschlachthof bin, der sich extrem um das Wohl der Tiere kümmert und die Tierärzte versuchen, die Abläufe so schonend wie möglich für die Tiere zu bereiten (Schwäbisch Hällische Erzeugergemeinschaft). Die Tiere werden nicht einfach in engen Ställen bis zur Schlachtung abgestellt, sondern, wenn es zu eng wird, bekomm sie noch einen Zusatzstallabteil. Sie werden gefüttert und Wasser steht bis zum Schluss zur Verfügung. Ich habe es dort noch NIE erlebt, dass ein Tier so misshandelt wurde, dass ihm die Beine gebrochen sind (das klingt mir doch sehr nach Medien), denn dazu gehört schon eine ganze Menge. Die Tierärztin lässt die altbekannten Methoden auch nicht einfach bleiben, sondern macht sich immer Gedanken wie man das Tierwohl verbessern kann. Zum Beispiel versucht sie, dass die Jungs dort Schlagstöcke verhindern und will besenähnliche Geräte einführen um sie eher sanft vorwärts zu bringen. Usw ...

Die Abläufe sind allerdings vom Produktionsweg her bei jedem Schlachthof gleich. Rinder und kleine Wiederkäuer bekommen den Bolzenschuss (Schweine per Elektrozange) zur BETÄUBUNG (die können sehr wohl mit Bolzen im Kopf leben). Darauf fallen die Tiere NATÜRLICH in sich zusammen. Daraufhin wird eine Kette am Hinterlauf angebracht, womit das Rind per Mechanik hochgezogen wird. Das ist nicht grausam, denn die Tiere sind betäubt. Aber so bringt man die Tiere nunmal in die richtige Postition zum Ausschlachten und Ausbluten. Hängen die Tiere als nun kopfüber herunter und bekommen den Stich zum Ausbluten. Daraufhin wird AUSREICHEND LANGE gewartet und auf mögliche Reflexe getestet und gewartet bis die Tiere wirklich Tod sind. Erst DANN wird mit der Schlachtung an sich begonnen.

Wie gesagt, Töten ist nie schön, aber es muss nunmal gemacht werden und ich finde nicht, dass dieser Weg verwerflich ist. Es ist schließlich nicht so, dass die Tiere lebend aufgeschlitzt werden.

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Kommentar von Leelith
25.02.2017, 23:44

Ja, das ist ja alles sehr schön was Du schreibst, aber eben auch nur Vermutung, Hörensagen und (D)EINE MEINUNG. Da kannst Du 10mal in Deinem Schlachthof zugeschaut haben oder 100mal, so wie ich Denen Beitag verstehe hast Du Dein 'WISSEN' auch nur aus den Erzählungen dort. Oder kannst Du medizinisch erklären, wie man mit einem (ja recht großen) Bolzen im Hirn überleben kann? (Mal davon abgesehen, daß ich es sogar humaner fände, wenn der Bolzenschuß bereits tödlich wäre. Also daß er angeblich nur betäubt, finde ich nicht gerade beruhigend oder von Vorteil.) Und daß Du hier den Leuten unterstellst, sie würden irgendwelche Schauermärchen erzählen, die sie in den Medien aufgeschnappt hätten, also ich glaube das hat hier keiner nötig, zumindest ich nicht. Du kannst ja nicht automatisch von Deinem 'Vorzeige'-Schlachthof auf alle anderen schliessen. Denn der Schlachthof wo mein Mann über Wochen Zeuge war, der war zumindest zur damaligen Zeit bekannt dafür,daß es dort nicht immer so zugeht, wie es sollte. (Es handelt sich um Westfleisch.)Wie es sich dort jetzt verhält weiß ich nicht. Und ich rede auch nur von der Niederlassung in unserer kleinen Stadt, natürlich kann auf den anderen Schlachthöfen von Westfleisch alles in Ordnung sein. Obwohl so eine Schlachtung, wie es heute Gang und Gäbe ist für mich nichts mit 'schonend' und 'am Tier orientiert' zu tun hat. 

Weil Du mit Abeitern vom Schlachthof geredet hast und auf einem gesehen hast wie es da abläuft, bist Du jetzt zur Verteidigerin der Viehschlachtung auf herkömmliche, bestialische Weise geworden? Das ist aber nicht gerade reflektiertes und weitsichtiges Denken. Also mein Mann wenigstens die Konsequezen gezogen und ist seitdem er es über Wochen täglich mit angesehen hat, zum veganer geworden. Und wir wussten auch vorher schon wie Tiere geschlachtet werden. Wie absurd, zu denken, man häte es vorher nicht gewusst, nur weil man es dann man mit eigenen Augen gesehen hat und dann eine Frage dazu hat. Man bekommt fast das Gefühl, als fühlst Du Dich jetzt erleuchtet oder erhaben über diejenigen, die 'NUR WISSEN' wie Fleisch entsteht, und es aber (noch) nicht live miterlebt haben. Komisch. Mein Mann nicht. Im Gegenteil. Der fühlte sich sehr schlecht, nachdem er das täglich immer wieder mit ansah über Wochen und hatte dann ein noch schlechteres Gewissen, als vorher schon, wo er nur wusste wie Fleisch entsteht, aber eben nicht live dabei war. Und ich kenne viele Leute, die etwas Wissen oder miterlebt haben, was andere nicht wissen oder miterlebt haben, aber irgendwie gehen die anders damit um als Du. Und die Tiere HATTEN gebrochene Fesseln und Beine (also die 'Waden'), vor allem nämlich deshalb, weil sie so vorangetrieben wurden vom Wagen in diesen Gang zum Schlachthof, daß sie über einander hinweg rennen MUSSTEN und wenn so viele Kühe und Schweine dermaßen getrieben werden da kann das sehr schnell passieren, denn da zumindest nahm KEINER Rücksicht auf die Tiere und man trieb sie voran ohne Rücksicht auf Verlust, denn sie sind ja eh gleich tot, da ist so eine gebrochene Fessel auch ned mehr wild. Also mein Mann weiß ganz bestimmt besser als Du was er erlebt hat. Nicht umsonst hatte er danach JAHRE lang Alpträume. Und selbst heute manchmal noch, aber sehr selten. 

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