Dürfen Guscheine verfallen?

7 Antworten

sie dürfen nach 3 Jahren verfallen, wenn sie käuflich erworben wurden. Als Geschenk dieser Firma, dürfen sie zeitlich zu jedem Zeitpunkt limitiert sein. Aber Achtung: Es gibt in diesem Bereich (Ballonfahrt) mehrere ABzockerfirmen, die gar keine Ballonfahrten durchführen und auf diese Weise nur das Geld von den Kunden erschleichen. Wenn ein Termin verschoben wurde, dann ist das das Problem der Firma. Die Einlösung wurde damit ausgelöst und es gibt ab diesem Zeitpunkt kein Limit mehr, es sei denn die Firma ist Pleite

Dann hättest Du Dich vor dem Ablauf des Jahres nochmal kümmern müssen. Wenn es so festgelegt ist, kannst Du sicher nichts mehr dagegen tun

Grundsätzlich gelten die üblichen Fristen für eine Verjährung.

Das heißt, Gutscheine verlieren in der Regel nach drei Jahren ihre Gültigkeit. Diese Frist beginnt am Ende des Jahres, in dem der Gutschein ausgestellt wurde. Wenn der Gutscheinbesitzer in dieser Zeit nichts im Laden abgeholt hat, muss der Verkäufer den Gutschein nicht mehr annehmen. „Dann ist das Geld weg", warnt Markus Saller von der Verbraucherzentrale Bayern. Die dreijährige Frist hat das Oberlandesgericht München in einem Urteil bekräftigt. Es entschied, dass Geschenkgutscheine nicht nach einem Jahr verfallen dürfen (Az: 29 U 3193/07).

http://www.ksta.de/html/artikel/1259578613449.shtml

Eigentlich gelten, wie auch ein paar Mal beschrieben, die drei Jahre. Aber: Es gibt blöderweise Urteile (eben gegen, oder besser für Ballonunternehmen), dass diese ihre Gutscheine begrenzen dürfen auf ein Jahr. Allerdings heißt das nicht, dass das bezahlte Geld einfach weg ist. Sie dürfen allerdings einen gewissen Betrag, der natürlich vom GEricht nicht festgelegt wurde, zurückbehalten. Aber: Wenn die Termine immer von dem Unternehmen abgesagt wurden (Beweise), dann würde ich auf Verlängerung bestehen oder auf den vollen Betrag.

Pauschale Antworten - wie sie hier mal wieder gegeben werden - verbieten sich bei dieser Thematik. Hier ist einiges in Bewegung. Die Rspr. beurteilt Laufzeiten von Gutscheinen sehr unterschiedlich. Bei Gutscheinen für Waren ist mittlerweile wohl h.M. das eine AGB-Kontrolle stattzufinden hat. Ein OLG sagt, dass 10 Monate zu kurz sind, ein anderes sieht 2 Jahre für einen Kinogutschein als zu kurz an. Man muss aber beachten, dass diese Entscheidungen noch vor der Verkürzung der Regelverjährung getroffen wurden. Kann gut sein, dass Gerichte heute anders entscheiden, weil die Verjährung i.d.R. nur noch 3 Jahre beträgt. Das AG Syke hat zB für eine Ballonfahrt eine Befristung auf 1 Jahr als rechtmäßig angesehen. Den Münchenern war es zu kurz. Hängt jur. davon ab, wie man den Gutschein einordnet.

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