Dreiecks Betrieb Asynchronmotor am Frequenzumrichter

3 Antworten

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Interessant mit wieviel Halbwissen hier mal wieder einige Antworten. Und wie wenig Wissen betreffend Grundlagen der E-Technik bei manchen vor liegt, sowie auf was sie sich in einer Aufgabe konzentrieren und was sie übersehen.

Zuerst mal folgendes: Was steht denn auf dem Typenschild vom Motor? Genauer, ist dieser Motor sowohl mit 230 V wie auch mit 400 V zu betreiben, wenn er entsprechend richtig angeschlossen wird, oder ist er nur an 230 V zu betreiben? Du schreibst, er ist in Dreieck geschaltet. Okay, dann müsstest du wissen welche maximale sogenannte Strangspannung angelegt werden muss, damit der Motor wie baulich vorgesehen funktionieren kann!

Er muss also in Dreieckschaltung betrieben werden, somit ist klar welche Spannung er benötigt. Weißt du es? Natürlich 230 V. Soweit das was den Motor betrifft.

Nun kommen wir zum Frequenzumrichter. Diesbezüglich ist die Vorgabe, der FU wird mit 230 V gespeist. Aus 230 V Wechselspannung kann man durch gleichrichten welche maximale Gleichspannung machen?

Überlege mal, was hast du noch in Erinnerung bezüglich Wechselspannung. Diese 230 V ist der sogenannte Effektiv-Wert, d.h. dies hätte die selbe Wirkung wie 230 V Gleichspannung. Das nur mal nebenher, denn Effektivwert bedeutet doch, es gibt noch einen anderen Wert. Wie nennt man den? Richtig, Maximalwert. Und wie errechnet man aus dem Effektivwert nun den Maximalwert? Gab es da nichts mit Wurzel 2? 230 (V) mal Wurzel 2 (1,414) ist? 325 V max.

nun soll mir mal der Antworter der behauptet aus dem FU kämen auch 400 V raus, erklären wie er aus 325 V nun plötzlich 400 machen kann. Würde mich echt interessieren.

Diese maximalen 325 V sind nun gleichgerichtete Spannung im sogenannten Zwischenkreis. Gleichspannung! Nun brauchen wir doch nur noch eine Logik, d.h. Schaltkreise die dafür sorgen dass aus dieser Gleichspannung mit 325 V je nach gewünschter Frequenz wieder eine Wechselspannung mit der gewünschten Frequenz erzeugt wird. Dass das funktioniert, siehst du ja am Frequenzumrichter.

Nun wollen wir noch ein bissel nachdenken, wir sind ja noch nicht ganz fertig, oder?

Vorhin haben wir aus 230 V Wechselspannung eine höhere Gleichspannung gemacht. Da war Wurzel 2 im Spiel, bzw in der Rechnung verwendet worden. Nun haben wir aus der Gleichspannung wieder eine Wechselspannung gemacht, geht das dann ohne dieses Wurzel 2? Nein, natürlich nicht. Wir können doch nicht einfach sagen beim wandeln von hier nach da ist das so, beim zurück wandeln ist es nicht mehr so. Alleine rein mathematisch wäre das unzulässig, und falsch.

Also kommt am Ausgang vom FU welche Wechselspannung aus 325 V gleichspannung raus? Umax (325) geteilt durch Wurzel 2. Und das ist wieviel Volt? Sind das dann 400 wie hier einer behauptet und damit bewies wie wenig er an Grundwissen hat?

Siehst du, ich versuchte es dir vernünftig anhand von Grundwissen zu erklären. Wenn du dich zu allen Zeiten in denen du mit Elektrotechnischen Fragen konfrontiert wirst an die Grundlagen erinnern kannst, dürftest du gut zurecht kommen.

Ach so, ich sehe gerade noch, du quälst dich mit der Frage herum ob der Motor nun mit Wechsel oder mit Drehstrom betrieben wird. Da gibt es noch eine kleine Unsicherheit bei dir, also reden wir auch noch da rüber.

Lass mich mal vom Thema abweichen. Wenn gesagt wird ein Auto kann mit Benzin oder mit Gas betrieben werden und das hier stehende Auto läuft mit Gas, ist dann wichtig ob das Butangas oder Propangas oder sonstwas ist?

Wechselstrom ist Wechselstrom und Gleichstrom ist Gleichstrom, das ist doch ganz klar, oder? Nun, was ist dann Drehstrom, überleg mal. Was hat das Wort "Dreh" da zu tun, was will dir das sagen? Nun denk mal weiter, was sich dreht sind Motoren oder Generatoren. Und die kann man in welchen Betriebsarten betreiben? Richtig, in Stern- oder Dreieckschaltung.

Was haben wir also für einen Unterschied von Drehstrom zu Wechselstrom? Richtig, einzig und alleine der, dass Wechselstrom sich nur auf eine sogenannte Phase bezieht und es bei Drehstrom halt drei Phasen gibt. Sonst ist das nix anderes. Jedenfalls im normalen Stromnetz.

Also, so kompliziert ist das alles doch garnicht, mit bissel überlegen wärest du auch ganz von alleine drauf gekommen. Also übe mal ein bissel, überlege die Dinge ein paar mal durch, bis es sitzt.

moin moin. Wenn der FU nur 230 V aus dem Netz zieht kann er hinten keine 400V efektiv rausbringen. Und 230V kann auch Drehstrom sein: nämlich das Verhältnis von Phase zu Erde. Aber mach dir keinen Kopf. Einen FU zu wechseln ist nicht zwangsläufig schwer. :-) Viel Glück trotzdem

Danke. Hat mir geholfen:)

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Sieh mal meinen Kommentar bei Harry Hirsch!

Einen FU zu wechseln ist nicht zwangsläufig schwer.

Kommt darauf an, der muss auch konfiguriert werden. Dann muss man wissen, wie der alte konfiguriert war. Auslesen kann eventuell nicht mehr möglich sein, weil er kein Lebenszeichen mehr von sich gibt. Schau mal die Bedienungslanleitung eines SEW-FUs an, wie viele Parameter der hat. Wenn Du keine Daten hast, wie der konfiguriert war, viel Spaß!

Schau mal hier:

http://www.sew-eurodrive.de/download/pdf/16837606.pdf

Das wechseln von FU und Motor ist erst einmal ganz einfach: Motor wieder genauso anschließen wie alten, Verkabelung an FU genauso wie alter. Wenn anderes Modell FU: Technische Daten vergleichen! Dann wirds spannend! Was macht der aus der Eingangsspannung? 23V Drehstrom, Wechselstrom? 400V Drehstrom? Bei welcher Einstellung macht er was? Passen FU und Motor zusammen? Das ist u.U nicht mehr so trivial (einfach!)! Wie schon das umfangreiche Handbuch vermuten lässt!

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Hallo,

ein normaler FU macht folgendes:

Über einen Gleichrichter wird der Wechselstrom oder Drehstrom gleichgerichtet.

Danach wird diese wieder wechselgerichtet (somit erzeugt er ein Drehstrom) um die Frequenz verändern zu können.

Also kann die Ausgangsspannung nicht oberhalb der Eingangsspannung liegen.

Du hast dann ein Drehstromnetz, so die Außenleiterspannung 230V beträgt. Also ca. 133V zwischen der Phase und N beträgt.

Also kann die Ausgangsspannung nicht oberhalb der Eingangsspannung liegen.

Doch, kann sie. Wenn der FU eine Frequenz oberhalb von 50 Hz erzeugt, ist die Spannung auch größer, Bei einer Frequenz unterhalb 50 Hz ist sie kleiner, wegen Wechselstromwiderstand der Spulen. Ausserdem kann ein FU, der mit 230V einphasen-Wechselstrom gespeist wird, durchaus auch 400 V 3-Phasen-Drehstrom erzeugen. Das ist überhaupt kein Problem.

Da bedeutet aber auch: Hat der Meister recht, wenn er sagt, da würden 230V Drehstrom heruaskommen? Immer in der Bedienungsanleitung nachlesen! Nur die ist verbindlich!

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@Barney123

Ich befürchte da ist etwas schlief gelaufen...

Der Motor braucht über 50Hz eine höhere Spannung, da dass XL zu groß wird. Daher hat ein normaler Motor bis 50Hz konstantes Moment (Motorstrom) und ab 50 Hz konstante Leistung. (Aber Uout eines normalen FU ist immer ca. 0,99 * Eingangsspannung)

Ausserdem kann ein FU, der mit 230V einphasen-Wechselstrom gespeist wird, durchaus auch 400 V 3-Phasen-Drehstrom erzeugen. Das ist überhaupt kein Problem.

Ich kenne keinen normalen FU der das kann. Nenne mir bitte einen Typen für den das kein Problem ist.

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Ohje ohje, da hat jemand gewisse Grundlagen der E-Technik nicht verstanden und gibt Tipps ab, die nicht wirklich helfen sondern verwirren. Wenn das was hier behauptet wird von Lehrlingen der Fachrichtung übernommen werden, haben sie solange Probleme im verständnis, bis endlich jemand diesen Irrtum korrigiert.

Wer unsicher in solchen technischen Dingen ist, sollte sich besser raushalten, damit das Risiko etwas falsches zu lernen möglichst gering bleibt. Ich bitte darum.

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