Doktortitel,ja oder nein?

3 Antworten

Man darf die Begriffe Psychologe - Psychotherapeut - Psychiater nicht verwechseln.

Für Psychologen gibt es viele Einsatzgebiete, von der Werbepsychologie bis zur forensischen Psychologie, von der Sozialpsychologie bis zur psychologischen Beratung, etc. etc. etc. Dementsprechend ist auch die Ausbildung unterschiedlich.

Für alle oben genannten Tätigkeiten benötigt man jedoch keinen Doktortitel, wohl aber (zumeist) ein Universitätsstudium der Psychologie. Je nachdem, ob man Psychologie an einer geisteswissenschaftlichen oder an einer naturwissenschaftlichen Fakultät studiert, sind auch die Schwerpunkte anders gesetzt. Das ist von Uni zu Uni unterschiedlich.

Wenn man als Psychotherapeut arbeiten will, benötigt man eine Zusatzausbildung. Es gibt auch hier wieder verschiedene Richtungen, von der analytischen Psychotherapie bis zur systemischen, zur Gestalt- und zur Familientherapie, etc. Eine Sonderstellung nimmt NLP (Neurolinguistic Programming) ein.

Will man allerdings psychisch Kranke behandeln, muss man ein Medizinstudium mit einer Facharztausbildung zum Neurologen und Psychiater absolvieren. Nur hierfür ist ein akademischer Doktorgrad erforderlich.

Psychiater sind nicht zwangsläufig auch als Psychotherapeuten ausgebildet, machen aber oft auch diese Ausbildung als Zusatzausbildung.

Darf ich Dich dahin gehend korrigieren, dass auch ein Psychiater für die Berufsausübung keinen Doktortitel braucht. Kein Arzt ist gezwungen den Doktorgrad zu erreichen. In der Forschung dürfte es aber auch bei den Ärzten nur mit Doktortitel weiter gehen.

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@Kuno33

@Kuno33: bei uns in Österreich ist der Doktortitel für die Approbation als Arzt Voraussetzung. Es wundert mich, dass man in Deutschland weniger Wert auf Qualifikation legt.

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"
Will man allerdings psychisch Kranke behandeln, muss man ein
Medizinstudium mit einer Facharztausbildung zum Neurologen und
Psychiater absolvieren. Nur hierfür ist ein akademischer Doktorgrad
erforderlich."

was ist Psychotherapie wenn nicht das behandeln von psychischen Störungen?

Und selbige darf eben von Ärzten (ärztliche Psychotherapeuten), Psychologen oder im Rahmen der Kinder und Jugendpsychotherapie auch von Pädagogen und Sozialpädagogen ausge+bt werden.

Eine Facharztweiterbildung zum Neurologen und Psychiater ist nicht notwendig; im Regelfall ist es (hierzulande und heutzutage) so, dass eine Weiterbildung zum Psychiather auch die Befähigung zur Psychotherapie mit sich bringt.

Doch nicht nur ein entsprechender Facharzt berechtigt zur Ausübung der Psychotherapie:  auch Ärzte unterschiedlicher Fachrichtung können durch eine Weiterbildung die Befähigung zur Psychotherapie erhalten.

Ein Doktortitel ist für keinen Arzt obligatorisch.

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@kayo1548

was ist Psychotherapie wenn nicht das behandeln von psychischen Störungen?

Selbstverständlich ist Psychotherapie die Behandlung von psychischen Störungen. Aber nicht jede psychische Störung wird als Krankheit gewertet.

Man unterscheidet Psychosen (psychische Störungen von an sich psychisch gesunden Menschen) und Neurosen (psychische Erkrankungen). Für die Behandlung ersterer ist unter Umständen der Psychotherapeut zuständig, für die Behandlung von Neurosen ausschließlich der Psychiater (Facharzt für Neurologie und Psychiatrie). Er ist auch derjenige, der Psychopharmaka verschreiben darf - ein Psychologe darf das nicht.

Die Ausbildung zum Psychiater ist keine Weiterbildung, sondern eine Facharztausbildung.

Doch nicht nur ein entsprechender Facharzt berechtigt zur Ausübung der Psychotherapie:  auch Ärzte unterschiedlicher Fachrichtung können durch eine Weiterbildung die Befähigung zur Psychotherapie erhalten.

Nicht jeder Psychiater ist gleichzeitig auch Psychotherapeut, und nicht jeder Psychotherapeut ist Psychiater. Das sind unterschiedliche Berufszweige. Wenn sich ein Psychiater als Psychotherapeut betätigen will (was logischerweise nahe liegt), muss er eine entsprechende psychotherapeutische Zusatzausbildung absolvieren.

Ein Doktortitel ist für keinen Arzt obligatorisch.

Das ist unrichtig. Für die Zulassung als Arzt ist ein abgeschlossenes Medizinstudium und somit der Doktortitel Voraussetzung.

Verwechsle bitte nicht die Begriffe Psychologe, Psychotherapeut und Psychiater. Das sind drei völlig unterschiedliche Berufsfelder mit großteils unterschiedlichen Ausbildungswegen. Sowohl ein Psychologe als auch ein Psychiater können als Psychotherapeut tätig sein, aber ein Psychologe kann bzw. darf nicht als Facharzt für Neurologie und Psychiatrie arbeiten.

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@Herb3472

Ich habe mit Psychologie nicht viel am Hut - kann da also auch nicht viel zur Frage beitragen - , aber was du zum Doktortitel schreibst, ist schlicht und einfach falsch.

In Österreich ist es tatsächlich so, dass man einen Doktortitel benötigt. In Deutschland ist für die Approbation als Arzt KEIN Doktortitel notwendig. Mein Zahnarzt und auch mein Orthopäde sind z.B. beides keine Doktoren. Ein Medizinstudium endet hier mit dem Abschluss des Staatsexamens.

Die meisten Medizinstudenten schreiben trotzdem eine Doktorarbeit, weil eine medizinische Doktorarbeit häufig nichtmal den Umfang und Anspruch einer Bachelorarbeit in naturwissenschaftlichen Fächern erfüllt (sprich: Kann man in wenigen Monaten nebenher erledigen). Genau aus diesem Grund (und weil eine Promotion eigentlich das wissenschaftliche Forschen bestätigen soll) hat auch der fehlende Doktortitel keinerlei Aussagekraft über die Qualität eines Arztes

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@DoTheBounce: sorry, wusste ich nicht. Bin ich froh, dass ich in Österreich zu meinen Ärzten noch "Doktor" sagen darf! Aber ob Doktor oder nicht, Tatsache ist, dass ein Psychiater Arzt ist und eine medizinische Ausbildung absolviert haben muss.

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Eigentlich nicht.

Aber in den Medizinischen bereichen es der Doktortitel im Vergleich zum Studium relativ einfach. Also würde ich ihn mal mitnehmen schaden tut er ja nicht.

Das Fach Psychologie gehört nicht zum "medizinischen Bereich", sondern entweder zu den Geisteswissenschaften oder den Naturwissenschaften. (Es ist von Uni zu Uni verschieden.)

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In der Forschung wirst Du wohl um den Doktortitel nicht herum kommen.

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