Doktortitel,ja oder nein?

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3 Antworten

Man darf die Begriffe Psychologe - Psychotherapeut - Psychiater nicht verwechseln.

Für Psychologen gibt es viele Einsatzgebiete, von der Werbepsychologie bis zur forensischen Psychologie, von der Sozialpsychologie bis zur psychologischen Beratung, etc. etc. etc. Dementsprechend ist auch die Ausbildung unterschiedlich.

Für alle oben genannten Tätigkeiten benötigt man jedoch keinen Doktortitel, wohl aber (zumeist) ein Universitätsstudium der Psychologie. Je nachdem, ob man Psychologie an einer geisteswissenschaftlichen oder an einer naturwissenschaftlichen Fakultät studiert, sind auch die Schwerpunkte anders gesetzt. Das ist von Uni zu Uni unterschiedlich.

Wenn man als Psychotherapeut arbeiten will, benötigt man eine Zusatzausbildung. Es gibt auch hier wieder verschiedene Richtungen, von der analytischen Psychotherapie bis zur systemischen, zur Gestalt- und zur Familientherapie, etc. Eine Sonderstellung nimmt NLP (Neurolinguistic Programming) ein.

Will man allerdings psychisch Kranke behandeln, muss man ein Medizinstudium mit einer Facharztausbildung zum Neurologen und Psychiater absolvieren. Nur hierfür ist ein akademischer Doktorgrad erforderlich.

Psychiater sind nicht zwangsläufig auch als Psychotherapeuten ausgebildet, machen aber oft auch diese Ausbildung als Zusatzausbildung.

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Kommentar von Kuno33
24.06.2016, 18:01

Darf ich Dich dahin gehend korrigieren, dass auch ein Psychiater für die Berufsausübung keinen Doktortitel braucht. Kein Arzt ist gezwungen den Doktorgrad zu erreichen. In der Forschung dürfte es aber auch bei den Ärzten nur mit Doktortitel weiter gehen.

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Kommentar von kayo1548
24.06.2016, 18:14

"
Will man allerdings psychisch Kranke behandeln, muss man ein
Medizinstudium mit einer Facharztausbildung zum Neurologen und
Psychiater absolvieren. Nur hierfür ist ein akademischer Doktorgrad
erforderlich."

was ist Psychotherapie wenn nicht das behandeln von psychischen Störungen?

Und selbige darf eben von Ärzten (ärztliche Psychotherapeuten), Psychologen oder im Rahmen der Kinder und Jugendpsychotherapie auch von Pädagogen und Sozialpädagogen ausge+bt werden.

Eine Facharztweiterbildung zum Neurologen und Psychiater ist nicht notwendig; im Regelfall ist es (hierzulande und heutzutage) so, dass eine Weiterbildung zum Psychiather auch die Befähigung zur Psychotherapie mit sich bringt.

Doch nicht nur ein entsprechender Facharzt berechtigt zur Ausübung der Psychotherapie:  auch Ärzte unterschiedlicher Fachrichtung können durch eine Weiterbildung die Befähigung zur Psychotherapie erhalten.

Ein Doktortitel ist für keinen Arzt obligatorisch.

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Kommentar von Herb3472
25.06.2016, 01:44

@DoTheBounce: sorry, wusste ich nicht. Bin ich froh, dass ich in Österreich zu meinen Ärzten noch "Doktor" sagen darf! Aber ob Doktor oder nicht, Tatsache ist, dass ein Psychiater Arzt ist und eine medizinische Ausbildung absolviert haben muss.

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In der Forschung wirst Du wohl um den Doktortitel nicht herum kommen.

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Eigentlich nicht.

Aber in den Medizinischen bereichen es der Doktortitel im Vergleich zum Studium relativ einfach. Also würde ich ihn mal mitnehmen schaden tut er ja nicht.

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Kommentar von Wurzelstock
24.06.2016, 17:53

Das Fach Psychologie gehört nicht zum "medizinischen Bereich", sondern entweder zu den Geisteswissenschaften oder den Naturwissenschaften. (Es ist von Uni zu Uni verschieden.)

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