Was besagt die Definition von heidisch, Heide, Heidentum?

9 Antworten

Mit "Heiden" werden alle Menschen bezeichnet, die nicht christlich und nicht jüdisch sind. Die Überlegung war, dass ja das Judentum die Vorgängerreligion des Christentums ist, und das Christentum nicht aus einer heidnischen Religion entstanden sein kann. Sonst hätten die Christen auch die Juden als Heiden bezeichnet. Mit Atheismus hat Heidentum nichts zu tun - außer, dass Christen auch Atheisten heidnisch finden.

Für Christen ist ein "Heide" ein Atheist oder ein Anhänger von Naturreligionen (z.B. "Indianer" Nordamerikas), also Menschen, die an keinen einen Gott glauben, oder deren Vorstellung von Gott dem Christentum völlig fremd ist.

Der Begriff "Heide" ist aber praktisch nicht mehr in Gebrauch.

Zunächst: Wer ist kein Heide? Juden, Christen und Moslems sind keine Heiden. Die glauben, was in ihren heiligen Büchern steht. Das nennen sie ihre Offenbarung. Die heutigen Nichtheiden glauben also das, was Mitmenschen ihnen heute erzählen. Eigene religiöse Erfahrungen gelten dagegen viel weniger. Die Heiden haben keine solche Bücher. Da gelten eigene religiöse Erlebnisse viel mehr. Darum können die Heiden unter einander leichter zugeben, dass sie unterschiedliche Vorstellungen haben. Die Nichtheiden sind zu einer gemeinsamen Gottesvorstellung gezwungen, wenn sie nicht als Ungläubige oder Ketzer Nachteile in Kauf nehmen wollen.

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