Definition "vernünftige Liebe"

5 Antworten

...ich würde mal behaupten wir müssten alle erstmal versuchen das wort "liebe" alleine zu definieren... weil ich finde, dass eine liebe schon vernünftig sein sollte...

„Vernünftige Liebe“ - etwas, das Zukunft hat. Eine Beziehung, bei der nicht schon von vorne herein Probleme zu erkennen sind. Oder sogar eine Beziehung, die dir Vorteile bringt.

„Vernünftig“ wäre auch, wenn man ein hohes Maß an Eigenliebe mitbringt und seinen Partner liebt wie sich selbst, aber nicht mehr! Also: Sich nicht emotional komplett anhängig zu machen, blind beeinflussen zu lassen oder gar hörig zu werden.

Allerdings würde ich sagen, „vernünftig“ und Liebe ist ein Widerspruch in sich. Gerade die wahre Liebe ist ja irgendwie immer unvernünftig.

Zu vielen Menschen (Eltern, Geschwistern, Kindern, Freunden, Partnern) bindet eine Liebe, die nicht unbedingt auf Vernunft basiert. Vernunft kann aber die Zuneigung steuern und gestalten.

Die einzige vernunftbasierte Liebe, die mir einfällt, wäre die Nächstenliebe.

Liebe ist immer vernünftig.

Für mich ist das eher sowas wie ein Paradoxon; weil Liebe (in ihrer reinen und ursprünglichen Form zumindest) etwas darstellt, das eben nicht (!) dem Logos entstammt (bzw.: dem zuzuordnen ist).

Insofern: nicht allzu verwunderlich, deine Verwirrung... :-)

Schau Dir nur mal kurz die Rechtschreibung der Frage an. Glaubst Du, dass Deine Antwort verstanden wird?! ;-)

Vielleicht ist ein Paradoxon ja eine Zahncreme und Logos die Hauptstadt von Nigeria.

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@mychrissie

...immerhin war da jemand fähig, sich mit einer Frage wie dieser überhaupt zu befassen; und dann auch noch: den Weg hierher zu finden.

Insofern bin ich mal ganz zuversichtlich, dass er im Zweifelsfalle (und somit auch: ein zweites oder drittes Mal) in der Lage sein dürfte, sich des Googelns zu bedienen. ^^

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@mia68

Natürlich war Deine Antwort 100%ig richtig. Aber manche Sachen weiß man eben, da braucht man doch nicht zu googeln. Z.B. um zu wissen, dass Liebe (zumindest am Anfang) nichts mit Vernunft zu tun hat.

Die Wissenschaft hat inzwischen ja sogar bewiesen, dass heftiges Verliebtsein die gleichen Reaktionen im Hirn anrichtet wie verschiedene Formen von Geisteskrankheit..Sogar den exakten Zeitraum hat sie ermittelt, bis diese Phase sich normalisiert. Wenn ich verrückt vor Liebe bin, bin ich das nicht im übertragenen Sinn sondern wirklich. (Die Natur greift eben zu drastischen Mitteln, um die Arterhaltung doppelt und dreifach abzusichern)

Aber auch andere Formen der Liebe, z.B. Liebe zum Kind oder die Liebe zum Partner, die sich an die Phase des ersten "Wahnsinns" anschließt, haben weniger mit Vernunft als vielmehr mit der vorbehaltlosen Akzeptanz des Gegenübers zu tun.

Wenn man sich streitet, dass die Fetzen fliegen, und danach ist kein Atom des Gefühls zum anderen abgebröckelt – dann handelt es sich höchstwahrscheinlich um Liebe.

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