Deckel vom Wasserkocher nach dem Kochen offen lassen?

6 Antworten

Dein Hygienegedanke ist richtig. Mit Wärme trocknet der Kocher schneller aus - ein feuchtwarmer Innenraum lässt Keime sich vermehren, oder auch Pilze. Wobei der Kocherja regelmäßig ausgekocht wird - ob das aber auch verlässlich gegen alle Schimmelpilze wirkt, weiß ich nicht. Die zusätzliche Verkalkung ist zu vernachlässigen. Unseren aktuellen Kocher haben wir seit 8 Jahren problemlos so in Betrieb - außerdem kann man ihn ja entkalken...

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung
wenn das heiße Restwasser aus dem Kocher verdampft,

Ich denke den kippst du weg? Was du wegschüttest verdampft/verdunstet nicht mehr.

bleibt ja immer der komplette Kalk zurück.

Je nach Wasserhärte und Nutzungshäufigkeit wird der sich so oder so in deinem Wasserkocher sammeln.

Durch das ausschütten des letzten Schluck sogar etwas langsamer als wenn du es komplett verdunsten lassen würdest.

Ich möchte das Gerät ja lange benutzen.

Du weißt aber schon dass man Geräte entkalken kann?

Ich hab hier 19° Wasserhärte ich muss meine Kaffeemaschine alle 2 Wochen entkalken da sich dann bereits eine sichtbare Schicht im Wasserbehälter absetzt.

Ich lass einfach Wasser mit einem Löffel Zitronensäure durchlaufen, dann nochmal mit klarem Wasser spülen und dann schaut die Maschine wieder aus wie neu.


inflair 
Fragesteller
 27.05.2021, 10:35

Ok, danke. Mit Restwasser meine ich wirklich den feuchten Film und was nun mal immer drinnenbleibt wenn man normal was auskippt. Bisher musste ich den gar nicht entkalken, ich frage präventiv. Aber denke für den Tipp falls es mal nötig werden sollte.

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Krabat693  27.05.2021, 10:39
@inflair

Könnt wie gesagt auch auf deine Wasserhärte an.

Meine Mama zum Beispiel hat daheim sehr weiches Wasser, ihre Kaffeemaschine hat nach 10 Jahren Nutzung weniger Kalk angesetzt als meine nach 2 Wochen.

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regelmäßig entkalken ist hier das zauberwort.

Nach dem Kochvorgang ist das Wasser im Besonderen eines: Abgekocht. Und abgekochtes Wasser ist direkt nach dem Kochen und Abkühlen keimfrei. Es sei denn, es werden Keime aus der Umgebung wieder eingetragen.

Ergo: Deckel zu! Sonst könnten eher aus der Umgebung neue Keime in den Wasserkocher gelangen. So kann er in den hygienisch vorteilhaften Zustand gehalten werden.

Wenn Du frisches Wasser bevorzugst, so schlage doch das Gefäß vor dem nächsten Kochgang mit etwas Leitungswasser aus. Aber, große Enttäuschung: Im Leitungswasser (und nicht zu reden von dem unsäglichen Plastikflaschenwasser) sind ganz regulär und ganz gesund mehr Keime als im abgekochten Wasser. Alles unbedenklich und hygienisch, ich würde auch nicht zögern, eine Wunde mit frischem Leitungswasser zu reinigen ... Den Wasserkocher kurz auszuspülen hat also mehr etwas von einer rituellen Handlung (was auch gut tut) als einen reinigenden Effekt.

Damit entledigst Du Dich auch der Frage nach den Kalkablagerungen. Wie auch immer Du vorgehen magst, es wird zu Kalkablagerungen kommen, die Du leicht mit etwas Zitronen- oder Spuren von Essigsäure weg bekommst, ohne dem Gerät zu schaden.

Kurzum: Deckel drauf und gut ist! ;-)

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Diplom in Physik

Dein Gedanke ist genau richtig. Zurück bleibt der Kalk.

Im Übrigen ist dein Hygienegedanke auch nicht richtig. Das Wasser wird ja im Ganzen gekocht. Es macht keinen Unterschied, ob Du nur 2/3 der Wasser benutzt, oder alles. Hygienischer wird es nicht. Auch das offenlassen des Deckels macht keinen Unterschied, da das Wasser abgekocht im Wasserkocher zurückbleibt. Da ist wenig bis gar nichts mehr drin, was unhygiennisch sein könnte.