Das Genie durchblickt das Chaos! Ist es war?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Hmm also "Das Genie durchblickt das Chaos" ist ja mal sehr allgemein gehalten und daher interpretationsbedürftig (ich selber sehe das so, das man eben aus dem "Chaos" an Informationen Regelmäßigkeiten und Zusammenhänge erkannt);

daher soll diese Aussage auch gar nicht wissenschaftlich sein und wird einer selbigen Überprüfung nicht standhalten.

Andererseits muss man auch erstmal "Chaos" definieren; nur weil etwas unordentlich ist heißt das ja nicht, dass ich es nicht finde - auch hinter der Unordentlichkeit kann eiin System stecken, dass eben für mich verständlich ist (das ist aber keineswegs nur bei Intelligenten so - sagt also nichts über die Intelligenz aus)

"Das Genie durchblickt das Chaos" ist eigentlich ein schöner Spruch, im selben Artikel jedoch zu sagen, dass man sehr chaotisch ist, deutet direkt daraufhin, dass der Satz wohl nicht zutrifft. "Das Genie durchblickt das Chaos" und nicht "Das Genie verbreitet/lebt/verursacht das Chaos". Das schöne ist, dass gerade eine Psychologische Studie veröffentlich wurde, dass Mädchen sehr oft um Erfolgsvertrauen aufzubauen Andere zur Bestätigung brauchen. Für mich wäre das also ein Anzeichen dafür, dass du dir nicht sicher bist OB du ein Genie bist. D.h. es herrscht Chaos in dir, dass du nicht durchblicken kannst und wie wir Oben bereits gelernt haben durchblickt das Genie das Chaos.

also 1. habe ich nicht gesagt, dass ich ein Genie bin oder sein wll! 2. um ein Chaos durchblicken zu können, muss auch ersteinmal ein Chaos da sein! 3. Durchblicke ich ja mein eigenes Chaos!

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@lenadernerd

Es klang aber so. Weiterhin sollst du nicht das Chaos anrichten, dass du dann durchblickst. Und 3. Hättest du die Frage nicht gestellt, wenn es so wäre.

Nietzsche: "Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können"

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Haha ich liebe deine Kommentare zu jeder Antwort. Natürlich hast du recht, es beantwortet hier kaum einer deine Frage :D

Hochbegabte, "Genies" sind wenn überhaupt dann chaotischer, weil sie ihre Intelligenz für sinnvollere Sachen als das Aufräumen einsetzen, also mit was anderem beschäftigt sind. Ich denke im großen und ganzen gibt die Statistik keine Unterschiede zwischen Genies und Nicht-Genies, wie sehr man Ordnung hängt von der persönlichen Einstellung und nicht von der Intelligenz ab.

Das mit Durchblicken stimmt aber natürlich. Hochintelligente erinnern sich vermutlich eher daran, wo sie etwas zuletzt abgelegt haben, als dumme Nüsse. Wenn man einem intelligenten Menschen sagt, er soll doch mal aufräumen, und er dann die gewünschte Sache in sekundenschnelle hervorzaubert (hab ich mal in echt gesehen - ein 10cm großer Zettelhaufen in der Schule, anstelle einer Mappe - der Lehrer sagt, da findet man doch nichts wieder - Schüler sucht ganze 3 Sekunden und hat den Zettel in der Hand... ist echt witzig gewesen^^) - dann kommt der von dir genannte Spruch zum tragen.

Wenn jemand mit nicht soviel Durchblick im Chaos sitzt, und er soll irgendwas wiederfinden und schafft es nicht, dann zieht das Argument, aufzuräumen, und oben genannter Satz trifft nicht zu.

Ich habe auch viel darüber gelesen, das Hochbegabte auch sehr chaotisch sind.

Sind wir? Warum? Weiß nicht, vielleicht zu viele andere Dinge im Kopf, die uns wichtiger sind als Ordnung und eine aufgeräumte Wohnung. ;-)

ich sate nur, dass ich viel darüber gelesen habe und es war vermutlich eine viel zu starke Verallgemeinerung meinerseits. Ich bitte um Entschuldigung wenn es auf dich nicht zutrifft!

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@lenadernerd

Doch völlig. Mein Sohn auch und alle anderen Begabten, die ich kenne, ebenfalls. Ich hab mich auch vertippt. Hinter der ersten Aussage sollte gar kein Fragezeichen stehen. ;-)

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Dein Spruch besteht aus 5 Wörtern und die beiden wesentlichen davon haben im allgemeinen Sprachgebrauch (und da gehört ein Spruch ja hin) einen so großen, unscharf begrenzten Bedeutungsumfang, dass eine ernsthafte Diskussion sich nicht lohnt. Aus meiner jahrelangen Arbeit mit (insbesondere mathematisch) hoch Begabten kann ich schlussfolgern, dass zwischen Begabung und der Fähigkeit im umgebenden Raum-Zeit-Kontinuum Ordnung zu halten (bzw. das entstandene "Chaos" noch zu durchblicken) kein signifikanter Zusammenhang besteht. Sehr wohl besteht aber ein Zusammenhang zwischen Leistungsbefähigung auf einem (oder mehreren) Gebiet(en) und einer Ordnung des Denkens - ein chaotisches Denken befördert nach meinen Erfahrungen keine Leistung auf hohem Niveau. Chaotisches Denken ist dabei nicht mit divergierendem ("fluktuierendem") Denken zu verwechseln. Du merkst vielleicht, dass es weit führt, wenn man sich mit diesem "Spruch" ernsthaft befasst - aber evtl. hilft es Dir?

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