Das Brot Inhaltsangabe, richtig so?

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2 Antworten

In der Kurzgeschichte „Das Brot“ von Wolfgang Borchert, (Komma) welche 1946 in der „Hamburger Freien Presse“ erschienen ist, geht es um die Nahrungsknappheit nach dem zweiten Weltkrieg und darum, wie eine rücksichtsvolle Ehefrau zugunsten ihres unehrlichen Mannes damit umgeht.

Um die Nahrungsmittelknappheit geht es nur vordergründig. "Das Brot" ist eine Geschichte von Scham, die Geschichte eines Vertrauensbruchs, aber auch eines stillschweigenden (Ein-)Verständnisses. Der Mann lügt; die Frau deckt seine Lüge; beide wissen, dass er lügt. Dann lügt sie, und er deckt ebenfalls die Lüge. Darum geht es meiner Meinung nach.

Außerdem finde ich, dass Dein erster Satz sehr wertet. Ist sie denn ehrlich? Nein, auch sie lügt. Und wie oben geschrieben - für mich geht es allenfalls sekundär um Lebensmittelknappheit; es geht vielmehr um die Beziehung der beiden, den Bruch zwischen ihnen. 

Eine Frau wacht nachts auf, da sie Geräusche aus der Küche hört. Sie merkt, dass ihr Mann nicht neben ihr liegt und geht in die Küche. Dort findet sie ihren Mann. Krümel liegen auf dem Tisch, der Mann gibt jedoch nicht zu, Brot gegessen zu haben, sondern behauptet, er habe ein Geräusch gehört. Die Frau verbirgt, (Komma) dass sie seine Lüge durchschaut hat. Beide einigen sich in einem Gespräch, dass die Dachrinne das Geräusch verursacht habe. Beide gehen ins Bett. Beim Einschlafen hört sie ihn leise kauen. Am nächsten Abend gibt sie ihm einer ihrer Brotscheiben (kein Komma) mit der Begründung, (Komma) sie vertrage das Brot am Abend nicht.

Es fehlen ihre Gedanken - seine zu ihr, ihre zu ihm. "Beide einigen sich" lässt vermuten, dass es einen Streit gibt. Das ist aber überhaupt nicht der Fall - im Gegenteil. Besser passt: Sie beteuern beide, dass... Sie reden über alles, nur nicht über das, worüber es wichtig wäre zu reden; sie suchen ja krampfhaft nach Wörtern, die die Stille, die Sprachlosigkeit zwischen ihnen füllen, die seine Scham und ihre Enttäuschung wegplaudern.

Zudem ist die Inhaltsangabe meiner Meinung nach zu sehr erzählt. Versuch, den Inhalt neutraler und zusammenfassender wiederzugeben.

Die Absicht des Autors ist, (Komma) zu zeigen, (Komma) wie es damals nach dem Krieg für die Menschen war. Vorwiegend beschreibt er in dieser Kurzgeschichte, (Komma) was Menschen aufgrund der Nahrungsknappheit und des daraus resultierenden Hungers tun.

Siehe oben. Mit Aussagen wie "die Absicht des Autors" wäre ich allgemein vorsichtig. Geh lieber von Deinem Verständnis aus.

ja, schreib das doch so

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