darf man in Deutschland Rehe halten?

5 Antworten

Als Haustier sicher nicht. In dementsprechenden Gehegen, die die Auflagen erfüllen, wenn eine Genehmigung erwirkt werden soll, eher. Lies Dir das mal bitte durch: http://www.rehkitzhilfe.de/rehwildhaltung.htm

Und hier bitte auf Seite 9, A-Säugetiere - Hirsche - Trughirsche:

b) Trughirsche Das Reh eignet sich aufgrund seines ausgeprägten Territorialverhaltens und der Art der Nahrungswahl (Konzentratselektierer) nur bedingt zur Gatterhaltung. In einem durch Busch ­und Heckenzonen charakterisierten Gehege muß jedem erwachsenen Reh eine Fläche von 1000 m² zukommen. Zusätzlich zum Grund-Zuchtbestand (1,1) kann der Nachwuchs zweier Jahre im selben Gehege gehalten werden. Es wird auf die hohe Aggressivität der Rehböcke während der Territorialzeit besonders hingewiesen. Eine Zaunhöhe von 1,25 m ist als ausreichend anzusehen.>

http://www.bmelv.de/SharedDocs/Downloads/Landwirtschaft/Tier/Tierschutz/GutachtenLeitlinien/HaltungWild.pdf?__blob=publicationFile

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laut Wikipedia ist die Wildtierhaltung je Bundesland unterschiedlich geregelt. wende dich an das Umweltamt deines Bundeslandes oder guck auf der entsprechenden Seite nach.

Rehe sind Herdentiere, sie brauchen entsprechend Auslauf. Es gibt einige Wildgehege, in denen Rehe und/oder Rotwild zur "Fleischgewinnung" gehalten werden. Wirklich Haustier würde ich das daher nicht nennen. Aber Kühe sind in der Begriffsauffassung ja auch Haustiere (Nutztiere, domestiziert) und die hat keiner in der Wohnung.

Hallo,

der Vorschreiber hat mit den Gründen warum man es NICHT tun sollte zu 100% recht, allerdings ist es nicht strafbar wenn man es macht, also nicht illegal.

Aber wie eben schon geschrieben, dem Tier tust Du damit SICHER keinen Gefallen!

Illegal ist es sicher nicht, aber quatsch ist es. Erstens kannst du sie nicht wie eine Katze erwerben und erst recht nicht so halten. Ängstlicher sind sie auch. Sie sind als Haustiere mehr als ungeeignet.

Hier mal ein Zitat von Wikipedia: Aufzucht von Jungtieren durch den Menschen

Kitze, die von Menschen aufgezogen werden, weil sie während einer Mahd verletzt oder sie vermeintlich vom Muttertier verlassen wurden, können sich sehr problematisch entwickeln. Handaufgezogene Bockkitze, die nie mit Artgenossen spielten, entwickeln die gleichen Verhaltensmerkmale wie natürlich aufwachsende Kitze. Sie sind allerdings auf den Menschen geprägt und nehmen ihn auch als Kampfpartner an. Dagegen sind sie auf Begegnungen mit kampfbereiten, wildlebenden Rehböcken nicht vorbereitet. Selbst wenn diese fehlgeprägten Böcke wieder ausgewildert werden, kann es zu Angriffen auf Menschen kommen. Diese Begegnungen können zu schweren und gelegentlich für den Menschen auch tödlich verlaufenden Unfällen führen. In Unkenntnis des Verhaltensrepertoires reagieren Menschen in der Regel auf das Imponiergehabe von Rehböcken nicht mit Rückzug und Demutsverhalten. Sie sind sich in der Regel auch nicht bewusst, dass ein drohender und imponierender Rehbock sehr schnell zustoßen und dabei Menschen gravierende Verletzungen beifügen kann.[197]

Wozu gesagt werden sollte zu deinem sechsten Satz ... es gibt vermutlich mehr Menschen als Rehböcke.

Da wo ich lebe gibt es auf den Strassen Wildhunde ähnliche Varianten. Sie nähern sich kaum dem Menschen und dies in einer 12 mio. Stadt. Überkarrt werden sie ebenfalls weniger, weil scheu und schlau. Doch einem schlechtgelaunten welchen möchte ich ebenfalls nicht begegnen.

Lächeln.

Wo wir uns überall einmischen ist schon fast eine lästige Verhaltensweise. Doch wo Hilfe angebracht erscheint sollte sie erfolgen. Dies jedoch Fachfraulich/-männisch.

So, und nun lass ich Euch wieder.

Ausser, in der Schweiz zum Beispiel ist nur schon die Haustierhaltung eines Igels ziemlich eine verzwickte Sache. Dafür gibt es Igelstationen.

Viel Spass und alles gute

Robbinson

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http://www.rehkitzhilfe.de/rehwildhaltung.htm

Die Haltung von Rehwild ist Genehmigungspflichtig.

Anträge sind an die untere Landschaftsbehörde des Kreises zu richten. Optimal wäre es wenn Sie ihren Rehen eine Fläche von 1 ha zur Verfügung stellen könnten. Diese Flächengröße ist eigentlich auch die Voraussetzung für die Rehwildaufzucht und Haltung. Es können aber auch Sondergenehmigungen für kleinere Flächen von den zuständigen Behörden genehmigt werden.

Zaunanlage:

Die Zaunanlage muss so beschaffen sein, das ein Entweichen der Rehe unmöglich ist. Als Zaunsorte wählt man einen Wildschutzzaun damit Verletzungsgefahren für die Rehkitze und Rehe ausgeschlossen werden können. Der Wildschutzzaun wird nicht feste gespannt, er soll das Rehwild schützen, das heißt in der Praxis das der Zaun federt wenn mal ein in Panik geratenes Reh in den Zaun rennt. Bei einem fest gespannten Zaun, zum Beispiel Maschendrahtzaun, wäre damit ein Genickbruch vorprogrammiert. Die Zaunhöhe sollte 2,00m betragen. Als Zaunabschluss in 2 Meter Höhe wäre dann eine Reihe Stacheldraht noch optimal. Mit einem zweiten engmaschigen Zaun geht man 50 cm tief in die Erde um zu verhindern das sich Hunde oder Füchse oder sonstige Feinde durchgraben. Leider ist das bei nicht beachten schon häufiger passiert.

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