Darf ich an einer Steckdose 17 Geräte für eine Party betreiben?

 - (Technik, Technologie, Elektronik)

20 Antworten

Man steckt keine Steckdosenleisten ineinander, da hierbei durchaus ein Brand die Folge sein kann - vor allem bei deinem Plan mit 17 Geräten, die z.T. durchaus Strom brauchen (Kühlschrank, Anlage ...)

Unter einigen Berücksichtigungen besteht hier gar kein Grund zur Besorgnis!

Die Anzahl der betriebenen Geräte ist hier genauso bedeutungslos wie die allermeisten Verbraucher (wie z.B. Handy-Ladegeräte). Für eine präzise Berechnung bzw. Aufsummierung fehlen hier leider alle elektrischen Leistungsangaben. Da kann ich nur von alltäglichen Werten ausgehen.

Gewöhnliche Haushaltssteckdosen sind mit 16 A abgesichert, das sollte für eine Gesamtbelastung von 3600 Watt reichen. Dem Anschein zufolge bist Du mit den vorliegenden Angaben von dieser Belastungsgrenze noch sehr weit entfernt:

Für einen kleinen Party-Kühlschrank rechne ich einmal etwa 100 Watt, und der läuft immer nur für einige Minuten. Für den Musik-Verstärker rechne ich einmal 100 W, für das Licht ebenfalls 100 W, für den Ventilator 50 W und sonstiges weitere 50 W.

Damit wären wir bei insgesamt 400 Watt maximale Belastung, falls einmal gerade alles gleichzeitig laufen sollte. Zum Vergleich: Ein einziger Haarföhn hat mit 2000 bis 2500 W schon die 5- bis 6-fache Leistung Deiner gesamten Party-Technik! Erst bei der neun- bis zehnfachen Belastung Deiner gesamten Party-Technik könnte die Leitungsschutz-Sicherung auslösen, wenn alles gerade gleichzeitig laufen würde.

Sofern Geräte mit Metallgehäuse (mit Schutzkontaktstecker wegen möglicher Berührungsspannung) betrieben werden, sollten aus Sicherheitsgründen für diese Geräte-Anschlüsse nicht mehrere Steckerleisten hintereinander betrieben werden. Da käme eventl. der Verstärker oder der Kühlschrank infrage. Nur darauf beziehen sich die Warnhinweise der Hersteller ("Schleifenwiderstand" des Schutzleiters). Das dürfte wahrhaft kein praktisches Problem darstellen.

Bei der Menge kann es gut sein dass dir die Sicherung durchknallt.

Worüber man sich eher Gedanken machen sollt:
Versicherungen verweigern gerne die Zahlung wenn mehrere Leisten hintereinander gesteckt und damit überlastet werden, sollte es zu einem Schwelbrand kommen.

Besorg lieber ein paar Geprüfte Kabeltrommeln und steck diese an verschiedene Steckdosen.

Hallo,

ich Zitiere mal ebend Wikipedia dazu:

In der Schweiz ist das Hintereinanderkoppeln von Abzweigsteckern durch die Norm SEV 1011:2009/A1:2012 ab 2016 verboten (...).
In Deutschland ist dies – nur indirekt, abgeleitet – nicht erlaubt, nämlich durch die Norm DIN VDE 0620-2-1: 2016-01, die seitens der Hersteller das Aufbringen von Warnhinweisen zwingend fordert.

Eine solche Verkabelung kann auch dazu führen, das eine Sicherung eben nicht so auslöst, wie sie sollte.

Weiteres entscheidendes Kriterium ist die Gesamtschleifenimpedanz für den betreffenden Stromkreis, die sich durch Übergangswiderstände an zusätzlichen Steckverbindungen maßgeblich erhöhen kann. Dadurch ist unter Umständen der Kurzschlussschutz durch die vorgeschaltete Sicherung nicht mehr gewährleistet, oder die in Deutschland in der VDE 0100-410:2007-06 verlangte kurze Abschaltzeit von 0,4 s für das TN-System kann nicht eingehalten werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mehrfachsteckdose

Steckdosenleisten darf man nicht kaskadieren. Die Kleinverbraucher sind weniger ein Problem, sondern die großen Stromverbraucher.

Die Sicherung fliegt bei Überlast zunächst nicht raus, aber die Kabel (bzw. die Stecker) können sich überhitzen, da hier der grösste Übergangswiderstand entsteht.

Wie soll ich es dann anschließen?

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@username2352

Die Steckdosenleiste mit den meisten Stecker als erstes einstecken. Dort werden dann alle großen Verbraucher angeschlossen. Diese sollten keinesfalls an eine kaskadierte Leist angeschalten werden. Die Kleinverbraucher können dann noch an den kaskadierten Verteiler gesteckt werden. Ist zwar immer noch nicht zulässig, aber jedenfalls nicht ganz so kritisch. Am besten wäre natürlich immer noch eine zweite Zuleitung. Oder ein Notstromaggregat.

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