Chemiestudium beginnen oder nicht?

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11 Antworten

Wenn es wirklich deine Leidenschaft ist solltest du dich nicht von anderen Erfahrungen und Meinungen davon abschrecken lassen. Ich studiere Tiermedizin- Und verdammt haben viele gesagt es wird schwer und anstrengend- Und ja ist es auch - aber gleichzeitig liebe ich einfach diesen Studiengang. Wenn man Eine Leidenschaft für ein Fach hat dann nimmt man auch die Anstrengung auf sich . Man muss auch mal was wagen - Wenn du jetzt nicht Chemie versuchst wirst du vl später bereuen es nicht ausprobiert zu haben!  Trau dich :D Außerdem ist fast jeder Studiengang anstrengend und man muss viel geben - aber wenn es einen glücklich macht dann ist es alle mal wert :) 

Jedes Studium ist anspruchsvoll. Zumindest wenn man auf eine gute Uni/Hochschule geht.  Es ist natürlich wesentlich anspruchsvoller als die Schulchemie. Wenn du Chemie-LK hattest, solltest du aber schon eine grobe Vorstellung haben, auf welchem Niveau das abläuft. Wenn du dich für sehr gut und interessiert hälst, dann mach das Studium. Klar es kann immer mal sein, daß man dann merkt, daß man doch überfordert ist. Aber kannst du erst sehen, wenn du es testest. Nach deiner Beschreibung klingt es aber so, als ob du es packen könntest. Wichtig ist halt, daß du weißt, daß man im Studium viel mehr von sich aus tun muß, also selbstsändig auch Literatur wälzen usw. Das ist nicht wie an der Schule, wo man das wesentliche aus Unterrichten mitnimmt. Man muß bereit sein, den Stoff vor den Vorlesungen vorzubereiten, dann sich das anzuhören und selber zu wissen, was für notizen man macht und dies auch nachbereiten. Das meiste davon ist sehr trocken. Es wird nicht viel im Labor gearbeitet oder durch spannende Experimente vermittelt. Du bist selber dafür verantwortlich, fit für die Klausuren zu werden. Dazu solltest du auch nicht allzuschlecht in Mathe sein. Und das, was da von einem bei so einem komplexen Fach wie der Chemie erwartet wird, wird von vielen deutlich unterschätzt. So erklären sich auch die großen Abrecherquoten. Aber das heißt nicht, daß das Studium unmöglich ist. Und du scheinst ja gute Voraussetzungen mitzubringen.

Wenn das Studium Deinem Interesse entspricht, nimm es in Angriff. Solltest Du nicht klarkommen wechselst Du halt das Studienfach. Ist doch nicht wirklich ein Beinbruch.

Das kommt ganz allein auf dich an. Wenn du Chemie studieren willst, mach das. Klar ist es nicht leicht und man muss viel Zeit und Arbeit auch nach den Vorlesungen investieren, sei es für das vor- und nachbereiten von Protokollen oder nachlesen von übermitteltem Stoff. Die hohe Abbruchrate kommt deshalb auch nicht von ungefähr. Aber ein Großteil der Studenten, die das Studium vorzeitig beenden, sind meistens solche, die nicht genau wissen, was sie studieren sollen und denken, dass Chemie ja immer Spaß gemacht hat und da kann man das ja mal probieren. Gemäß dem Motto "wird schon schiefgehen".

Überleg es dir gut, es wird Nerven kosten, aber solange der Wille da ist und das Studium Spaß macht, ist es ohne Weiteres möglich.

Fakt ist, das das chemiestudium, nicht zu den leichten studien gängen gehört. Außerdem sollte dir klar sein, das man in der fachrichtung in der regel promovieren muss, weil man sonst nur sehr schlechte chanchen auf einen arbeitsplatzt hat.

ich kenne selbst einige, die das studium abgebrochen haben, aber auch jemanden der durchgehalten hat, und der meinte mit der zeit wird es leichter.

sollte dir das nciht so liegen, du aber trotdem was mit chemie machen willst, dann gibt es immer noch die möglichkeit einer ausbildung zum chemielaborant. da ist der praxisanteil deutlich größer und die theorie in der regel praxisbezogen.

ich würde dir auf jeden fall empfehlen, das studium an zu fangen. sonst wirst du dich vll dein leben lang ärgern es nicht versucht zu haben. ich denke es ist besser da das studium mal zu versuchen.

solltest du dann doch abbrechen und danach eine ausbildung in chemicher richtung machen, dann war das angefangene studium au nicht umsonst, weil du die grundlagen auch für die ausbildung gebrauchen kannst

Sitze grade in der Vorlesung und bin im 2. Semester !
Es ist einer der schweren Studiengänge und  Freizeit und Ferien kannst du dir die ersten 1,5 Jahre abschminken.
Du musst viel lernen und es ist wie ein Vollzeitjob mit einer mind 40 h Woche.
Aber wenn es dir Spaß macht und Du gut in der Schule warst dann ist es schon möglich ! Du machst halt nicht nur Chemie sondern auch Mathe, Physik und physikalische Chemie und darauf wird großen Wert gelegt und es ist viel schwerer als die Chemie ... Probieren kannst du es und das ist wohl das sinnvollste :)

LG und viel Glück

Vielen Dank Und wie sieht es am Wochenende aus, muss man dort viel machen?

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Kommt drauf an, es kann sein dass du Montag und Dienstag 2-3 mündliche Prüfungen hast und dann musst du lernen... Und auch so solltest du immer alles mitarbeiten und das beansprucht viel Zeit!
Aber es gibt auch mal Zeiten wo du weniger zu tun haben wirst :)

LG

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Wieviel Zeit hast du denn noch bis zur Entscheidung, sprich Abi?

Und warum bist du nicht die Nummer Eins, wenn dich Chemie "wahnsinnig" interessiert?

Und was ist eine "minimalistische Persöhnlichkeit"? Ich erkenne da nur ein überzähliges "h". Ein anderes Wort für eine faul?

Ohne Engagement wird das jedenfalls nichts. Und Engagement erkenne ich in deiner Frage nicht.
Und Mühe ist in jedem Fach hilfreich. Muss ich die die Fehler in der Frage vorrechnen? Die Ausrede "Smartphone" gilt sehr schnell nicht mehr.

Es gibt auch unbekannte Berufe, wo die Firmen "händeringend" nach Nachwuchs suchen, einfach weil der Beruf unbekannt ist.
Verdienst- und Aufstiegsmoglichkeiten sind auch top.

Such mal nach Lackingeneur. Ist nur ein Beispiel.

1. ich bin minimalistisch, das heisst ich lerne nur soviel damit es eine einigermaße gute Note gibt. Das ist auch der Grund wieso ich nicht die Nummer 1 in der Klasse bin. 2. Bin Ich hier im Deutsch-Grammatik Unterricht, ich bin Schweizer und daher gehört Rechtschreibung nicht zu meiner Stärke. 3. Danke das du mir meine Vorstellung versaust

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Die Abbruchrate soll dich nicht abschrecken. Es waren die allerersten Worte des Professors (Herberich - RWTH Aachen, WS 1990) in seiner Vorlesung: "Meine Damen und Herren, merken sie sich das Gesicht ihres Nachbarn. Im 3. Semester ist es nicht mehr da." Nun gut. Damit hat er wohl recht behalten. Mein Diplom hab' ich trotzdem geschafft. Der Spaß an Laborarbeit war für mich der Grund des Chemiestudiums. Vielleicht wäre eine Ausbildung zum Laboranten da sinnvoller gewesen, aber nun sei's drum. Ich habe nicht promoviert, aber eine Zusatzqualifikation als Edelmetallprüfer und arbeite im Labor einer Gold und Silber Scheideanstalt. Das Abitur, sogar mit guten Noten, ist nur der Schlüssel der Tür der Uni - mehr nicht. Viel Erfolg bei deiner Entscheidung und viel Erfolg beim Studium.

Gruß

Henzy

Hast du sonst irgendwelche Berufswünsche, oder ist Chemie wirklich deine Leidenschaft? 
Das Studium ist sehr anspruchsvoll und an lernen kommst absolut nicht vorbei. Auf der anderen Seite ist es auch super interessant, und wenn Chemie wirklich deine Leidenschaft ist, dann kannst du damit sogar - wenn auch nicht immer -  Spaß haben.

Ich gehe mal davon aus, dass du grad dein Abi machst/gemacht hast.
Deshalb mein Rat: Probiers einfach. Es ist vollkommen normal, dass man ein Studium mal "probiert". Woher willst du mit 18/19 mit Sicherheit wissen, wie ein Studium genau aussieht und was du willst. 

Für ein paar Jahren war auch noch das G9 am laufen und die Leute haben sowieso schon ein Jahr später Abi gemacht. Dann haben viele noch ein soziales Jahr gemacht/ sind ein Jahr zur Bundesweht/, etc. + Studiengänge ausprobiert. 
Die  haben dann vielleicht mit 21/22 richtig angefangen zu studieren und aus denen ist auch was geworden. ;)

Habe nach meinem Abi auch erst mal BWL ausprobiert (Durchschnittsalter was bestimmt so 21) und das während des G8. Nach nem Semester wusste ich, dass das nichts für mich ist und hab gewechselt. 

Es ist natürlich etwas aufwendig und kann auch etwas ins Geld gehen, aber ein Studium zu "probieren" ist vollkommen normal und auch das, was ich dir empfehlen würde. 

Das Fach interessiert Dich sehr, und Du scheinst die fachlichen Fähigkeiten mitzubringen.

Dann lass Dich nicht von denen abhalten, die das Studium begonnen und abgebrochen haben. Die waren vielleicht anfangs nur selbstsicherer als Du, ohne aber die nötigen Voraussetzungen zu erfüllen.

Wenn DU nicht, wer dann?

Und: Wenn alle Stricke reißen, könntest Du ja immer noch abbrechen. Dann musst Du Dir wenigstens nicht Dein ganzen Leben lang vorwerfen, dass Du es aus Verzagtheit nicht versucht hast.

Aber eins ist klar: Mühe und Fleiß sind natürlich unumgänglich. Wenn Du lieber tagsüber nur auf der Weise liegen und abends nur in Studentenkneipen abhängen willst, gibt es sicher geeignetere Studienfächer. Aber Du kannst Dich doch disziplinieren, oder?

Ich würde, ohne Dich weiter zu kennen, jede Wette eingehen, dass Du das Studium sehr gut durchziehst. Die Verzagten entpuppen sich fast immer als die Geeigneteren.

MACH ES!

Wenn du dich für Chemie interessierst dann mach es oder geh einfach mal in eine Vorlesung

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