Brauchen Kinder, die ohne Vater aufwachsen, eine andere männliche Bezugsperson?

19 Antworten

Es kommt immer darauf an, denn ich z.b kenne meinen Vater und bin trozdem ''Vaterlos'' aufgewachsen worüber ich im übrigen sehr froh bin. Meine Mutter und ich haben sehr schlechte und schmerzhafte Erinnerungen an ihn und als wir durch Fremde Hilfe von ihm weggekommen sind war es das beste was uns passieren konnte. Er lässt uns zwar trozdem nicht in Ruhe aber es ist nicht wie früher. Ich bin auch sehr froh daüber, dass mein Bruder erst nach der ganzen Geschichte geboren wurde, so musste er nicht das schlimmste miterleben. Also meine Antwort wäre, nein man braucht nicht unbedingt andere männliche Bezugperson. Aber es ist immer besser einen Vater zu haben der einen liebt, glücklich macht etc. :)

Das kann eigentlich nur im Einzelfall zu entscheiden sein, weil da doch sehr viele Faktoren eine Rolle spielen.

Sicher geht es auch ohne männliche Bezugsperson, dafür gibt es reichlich Beispiele. Aber vorteilhaft wäre es auf jeden Fall, wenn eine männliche Bezugsperson zur Verfügung steht. Eine Bezugsperson muss nicht immer zwangsläufig der Vater sein.

Ich selbst bin Scheidungskind und hatte früher eine männliche Bezugsperson, die nicht mein leiblicher Vater war. Als dieser Mann starb begann für mich eine Lebenskrise. Ich liebe meine Mama sehr und sehe sie als Vorbild, nur kann sie mir niemals das geben, was mein Vater mir gegeben hat bzw. hätte geben müssen. Zu meinem leiblichen Vater habe ich keinen Draht. Ich hatte nie Selbstbewusstsein und habe oft genug in anderen Männern bzw. Väter einen Vater gesehen oder gesucht. Diese Suche bleibt ein Leben lang bestehen. Ich kenne auch Ausnahmen, wo Mädchen diese Vaterliebe in anderen Männern gesehen haben und Väter, die sich immer eine Tochter gewünscht haben ein anderes Mädchen, als ihre Tochter ansehen.

ich bin auch ohne vater aufgewachsen. meine mutter hat mir nie gesagt wie ich "passiert" bin. als kind hab ich oft fragen gestellt die nie beantwortet wurden. jedoch hatte ich eine sehr glückliche kindheit. das liegt vielleicht auch darin das ich meinen opa als männliche bezugsperson immer in der nähe hatte. trotzdem kommt bei mir immer öfter das gefühl auf nicht zu wissen wer ich bin oder wo genau ich hin gehöre. es fällt mir auch sehr schwer mit meiner mutter darüber zu sprechen da es nach all den jahren zum "tabuthema" wurde. auch ich überlege in eine therapie zu gehen. beruflich kann ich mich nicht entscheiden in welche richtung ich gehen soll. ich arbeite seit vielen jahren im assistenzbereich, das hat mich allerdings nie glücklich gemacht. auch das denk ich ist darauf zurück zu führen das man nicht weiss wohin man gehört weil man ja auch nicht weiss wo man her gekommen ist. ich glaube schon das 2 elternteile wichtig fürs kind sind auch nach einer scheidung sollte man daran denken das das kind beide elternteile braucht.

ich finde es gut, dass du deinen opa hattest, dass solltest du dein ganzes leben lang zu schätzen wissen. :) diese fragen habe ich mir auch immer gestellt, mir wurden sie bis heute nicht beantwortet.

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Grundsätzlich brauchen Konder Väter. Aber eine kranke Familie macht auch die Kinder krank. Und Klarheit ist allemal besser als Verlogenheit

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