Bildstabilisator unbedingt notwendig? (Canon EOS 600D)

8 Antworten

Kommt ganz darauf an, was du photographieren willst. Wenn du mit viel Licht und kurzen Brennweiten arbeitest, ist der Stabi nicht zwingend nötig. Willst du ein Tele dranhängen, solltest du darauf achten, daß es einen Stabilisator hat, es sei denn du willst immer mit Stativ arbeiten.

Die Objektive ohne VR sind kein Problem bis zu gewissen Brennweiten!

Bei einer Canon-Crop-Kamera würde ich mal einfach folgende Formel verwenden:

  • 1 / Brennweite x 2 = max. Belichtungszeit.
  • zB 30mm = 1 / 30 x 2 = 1/60 Sek.!
  • Aber 200mm = 1 / 200 x 2 = 1/400 Sek! Da wird es schon recht lang bzw. muss man dann sehr Früh die ISO-Werte hochnehmen!

Je länger die Brennweite umso wichtiger der Stabilisator! Ein Stabilisator bringt ca. 2 Blenden (= 2 Halbierungen) zB: 1/400 -> 1/200 (-1. Blende) -> 1/100 (-2. Blende)

Oder ISO 3200 -> 1600 -> 800!

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Geh einfach mal in ein Geschäft und sieh dir die Kameras an, nimm die in die Hand und probier aus bei welcher dir die Bedienung und das Menü besser gefallen. Technisch nehmen sich die Hersteller nicht viel!

Du kannst auch getrost am Gehäuse sparen und lieber ein oder zwei gute Objektive kaufen... Da musst du bei Canon allerdings aufpassen, die kleinste Canon (1100D) wurde derart limitiert (keine Sensorreinigung, keine Spotmessung, usw.), dass man mit dem Modell bald keinen Spass mehr hat! Bei Nikon kann man auch schon mit der D3x00-Serie glücklich werden.

Nimm auf KEINEN FALL ein Set mit 18-55mm Kit-Optik! Die ist in 7 von 10 Fällen irgendwie zu Kurz damit wirst du nicht glücklich. Und auch wenn man die 55-200mm Linsen günstig nachkaufen kann ist das Doppelzooom-Kit mit den 2 Linsen auch nicht so toll. Weil man dann andauernd die Linsen wechselt was dann recht schnell Staub in die Kamera bringt!

Das Nikkor 18-105mm bietet dir sehr gute Bildqualität und deckt mit seinem Brennweiten-Bereich 90% der alltäglichen Fotoaufgaben ab! Gleiches gilt für das Canon 18-135mm Kit-Zoom.

Schau dir mal die Kameras an und teste welche dir am besten von der Menüführung und dem Handling gefällt:

  • Nikon D3100 + 18-105mm
  • Nikon D5100 + 18-105mm
  • Canon 600D/650D + 18-135mm

Mein Mann sagt, Bildstabilisator klingt toll für Amateure. Brauchen täte man den nicht. ;-)

So ruhige Hände hat der? :))

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@adavan

Hat er.

Ich hab auch noch nie einen benötigt, aber er fotografiert mehr als ich. ;-)

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Ach, was braucht man schon wirklich. Wenn man aber dann freihand bei 200mm aufwärts einen hat, ist es trotzdem schön. ;)

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@Jerne79

Mit 'nem guten Tamron oder Nikkor brauchste den da auch nicht unbedingt. ;-)

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lernen die kamera ruhig zu halten bzw. dich dann entsprechend abzustützen oder du verwendest ein stativ.

früher gab es auch keinen bildstabilisator

Eine Faustregel besagt:

Jedes Objektiv das mehr als 100mm Brennweite hat, ist nur dan ein brauchbares Objektiv wen es einen Bildstabilisator hat.

Oder man hat immer ein Stativ dran oder ein Flutlicht dabei wen man nicht immer bei Praller Sonne und hässlichen Licht fotografieren will.

Den für 100mm Brennweite darf die Verschlusszeit maximal 1/100 Sec lang sein wen man Freihand ohne Verwacklung Fotografieren will. und mit Bildstabilisator gewinnt man 2-4 Blendestufen, so kann man mit Stabi auch noch bei 1/50 oder 1/25 Sec noch Verwacklungsfrei Freihand fotografieren.

wer meint er bräuchte das nicht hat meist keine Ahnung von dem was er tut oder gehört zu den Stubenhockern die die Kamera auf dem Stativ vergammeln lassen .

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