Beginnende Beziehung mit einem Kiffer auf Entzug

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10 Antworten

Drogen verstärken Gefühle in der Regel, besonders Cannabis. Unterdrücken geht da kaum, zumindest nicht besser als ohne Gras. Der "Entzug" ist rein psychisch, was sich auch mit körperlichen Symptomen zeigt. Nehmen wir mal eine Panikattacke: Panikattacken sind rein psychisch, zeigen aber körperliche Symptome wie Herzrasen, Hyperventilation, Taubheitsgefühle in den Extremitäten aufgrund der Hyperventilation usw. Der Cannabisentzug ist psychisch, mit körperlichen Begleiterscheinungen. Das ist ein großer Unterschied zu echten körperlichen Entzügen, da es dann tatsächlich auf körperliche Veränderungen zurückzuführen ist.

Soll aber nicht heißen dass ein Cannabisentzug schön ist, im Gegenteil. Wenn es der Körper gewohnt ist, dass man jeden Tag auf Gras einschläft und auf einem mehr oder weniger dauerhaften Niveau ist, ist es nur verständlich dass es einem erstmal abgeht. Ging mir auch so, aber nach ein paar Tagen war das schlimmste überstanden und ich konnte wieder normal einschlafen und ohne Rausch den Tag/Abend verbringen. Vorher habe ich 4 Jahre jeden Tag gekifft, da bekam ich schon Panik als ich mal einen Tag nichts zu rauchen hatte, inzwischen ist aber mein einziger Kontakt beim Anbauen erwischt worden, und seit einem Jahr habe ich ca. 10 Mal gekifft, was den Rausch umso schöner und intensiver macht. Aber hätte ich so viel dass ich wieder jeden Tag rauchen könnte, könnte ich es mir wahrscheinlich nicht verkneifen, ich mache aber auch keine Bemühungen etwas zu kaufen ;)

Also lass ihm einfach noch ein bisschen Zeit, er sollte sich schon bald wieder normalisiert haben ;)

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Kommentar von SisterSunshine
26.02.2012, 15:25

Danke für deine hilfreiche Antwort, Ergorythmia. Da du Erfahrungen hast, würde ich dir gerne noch eine Frage stellen. Da ich "IHN" ja bisher nur als Süchtigen kenne, frage ich mich, ob er sich wohl im Wesen verändern wird, wenn er kein Cannabis mehr raucht? Die Frage stelle ich mir, weil er in einem Gespräch mal sagte, dass er gespannt ist, ob ich ihn auch noch mag, wenn er nicht mehr so ist, wie ich ihn kennen gelernt habe. Ich muss dazu sagen, dass er selbst als er bekifft war, nie den Anschein machte, komplett breit zu sein, so wie ich es kenne.

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Warte ab, spätestens in einer Woche wird er wieder der alte sein, dann sollten die Entzugssymtome vorbei sein. Du kannst ihn dabei aber natürlich auch über Telefon und Email unterstützen ;-)

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Kommentar von SisterSunshine
26.02.2012, 12:38

Ich hoffe, du hast Recht. Warten liegt mir nur leider so gar nicht :-) Ich bin eher eine Frau der Taten. Aber meine Wünsche werde ich wohl erst einmal zurück stellen müssen. Danke für deine Antwort!

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Warte einfach ab und stelle Deine Wünsche mal zurück.

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lasse ihn in ruhe seinen entzug und, hoffentlich!, danach die therapie machen. du hast es mit einem** sucht** menschen zu tun der sich selber sucht. das selbe könntest du in dieser zeit auch tun ;-)

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Kommentar von SisterSunshine
26.02.2012, 12:32

Er hat sich bereits für eine Therapie entschieden. Was mich betrifft, so habe mich gefunden und bin auch nicht süchtig. Ich ruhe in mir und bin ganz zufrieden mit meinen Lebensumständen :-)

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Also von Cannabis etc. weg zu kommen ist relativ einfach, da die Entzugserscheinungen maximal 2 Wochen anhalten.

Danach sollte alles gut sein, solange man ihn nicht irgendwie ans Kiffen erinnert.

Du kannst versuchen, ihn davon abzulenken. Unternehmt viel zusammen, macht was aufregendes, spaßiges!

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Das ist normal, wenn man kifft, ist man auch im Alltag viel entspannter. Deswegen kiffen die meisten Leute auch. Nur selten, um aus einer Problemwelt zu entfliehen. Dadurch wirkt man viel freundlicher auf andere Menschen. Durch seinen Entzug wird er nun sein wahres Ich preisgeben, es kann sein, das er dann ein völlig anderer Mensch ist. Auch Depressionen nach jahrelangem Konsum können hinzukommen

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Ich frage mich, was ich tun kann, wie ich mich verhalten soll und wie lange es dauert, bis er den Entzug hinter sich gebracht hat und ob unsere beginnende Beziehung überhaupt eine Aussicht auf Erfolg hat.

Du musst Geduld haben, ganz einfach.

Er sagt, er sei derzeit unausstehlich, unruhig, nervös, deprimiert, schlaflos, launisch und daher will er im Moment kein Date.

Das solltest Du akzeptieren.

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Kommentar von SisterSunshine
26.02.2012, 12:27

Geduld in welcher Hinsicht? Soll ich mich komplett zurück halten und einfach nur warten?

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Die physiologischen Auswirkungen eines "Cannabis-Entzugs" sind vergleichbar mit den "Haupt- und Nebenwirkungen" akuten Liebeskummers: Etwas Nervosität, ein wenig Gereizheit, gelegentlich Einschlafschwierigkeiten.

Was die Prognose für eine dauerhaft zufriedene Beziehung angeht, verschafft ein Blick in eine beliebige Kristallkugel vermutlich ähnlich guten oder schlechten Aufschluss wie die hier zahlreich geäußerten Meinungen.

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Kommentar von SisterSunshine
27.02.2012, 12:22

Ich denke, dass ich mit meinem Alter von 44 Jahren auf einiges an Lebenserfahrung zurück blicken kann und aufgrund meines Bildungsstandes nicht so naiv bin, an einen Blick in eine Kristallkugel zu glauben. Darum geht es bei meiner Frage auch gar nicht. Dennoch danke für deine Antwort.

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Bleibe hilflos und lass ihn dir entgleiten!

Es gibt noch hundertausend andere Männer, die zu dir passen könnten!

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Kommentar von SisterSunshine
26.02.2012, 12:35

Eine nicht sehr hilfreiche Antwort, die zudem derzeit nicht in zur Diskussion steht. Grund: er ist dabei, sein altes Leben in den Griff zu bekommen. Sofern er das wirklich konsequent umsetzt, ist er ein potentieller Partner für mich. Egal ob in der Welt noch hunderttausend andere Männer zu mir pesen würden. :-)

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Ich würde momentan gar nichts machen. Er braucht professionelle Hilfe. Wenn du dich da jetzt voll mit reinhängst, kannst du selbst in einen Strudel kommen, aus dem du nur schwer rauskommst. Biete die Hilfe an, mehr aber momentan nicht. Sei auf der Hut, ich hatte solch einen Fall auch mal und dem Typen war nicht zu helfen!!

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Kommentar von BabaBaby
26.02.2012, 12:33

Ich hab vor 12 Jahren auch mal gekifft, sogar jeden Tag und das Monatelang.

Mit 18 hab ich wieder aufgehört, und das OHNE professionelle Hilfe, eigentlich sogar komplett ohne jegliche Hilfe.

Es kommt immer auf die psychische Verfassung desjenigen an, ob er Willenstärke und Disziplin besitzt oder nicht.

Denn Marihuana macht im Kopf süchtig, nicht im Körper.

Zum Vergleich: Mit den sche*ß Zigaretten kann ich nicht so einfach aufhören. Das versuche ich schon seit geraumer Zeit. Da sind auch die Entzugserscheinungen viel krasser.

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