BÄUME: Wie lange dauert Verfaulungszeit abgeschnittener Kieferwurzeln in der Erde?

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Kiefern sind Pfahlwurzler. Sie wurzeln in der Regel sehr tief. Ob der Fäulnisprozess anaerob, also unter Beteiligung von Bakterien statt findet oder aerob unter Beteiligung von Pilzen hängt vom Boden ab. Pilze dringen dann von oben nach unten in das Holz ein. Sauerstoff befindet sich nämlich auch im Boden und besonders viel in sandigem. Der Verfall kann sich über mehrere Jahre ziehen, aber nur im ungünstigen Fall (unter Wasser). Wenn ich mir allein die nicht behandelten Zaunsfähle anschaue, dann sollte bereits nach 3 Jahren an der Oberfläche nichts mehr zu sehen sein. Fichtenstubben wurden nach meiner Erfahrung bereits nach einem Jahr schon wieder mit Pflanzen und Moos besiedelt. Ob die Wurzeln nicht mehr reagieren hängt vom Alter der Kiefer ab. Wurzeln wachsen da hin, wo 1. Nährstoffe, 2. Wasser und 3. Platz ist. Die Frage ist nun, ob die Wurzel der Kiefer so jung ist, dass sie noch gut reagieren kann, auch wenn die alte Wurzel weggefault ist (und Nährstoffe frei setzt) oder nicht. Jung ist eine Kiefer ca. bis 30 Jahre. Kurz gesagt, die Aussagen des Nachbarn und des Försters sind nicht ganz unumstritten, ich sehe aber keinen Grund zu Panik und würde erst mal schaun und im Zweifel die Wurzel wieder kappen lassen. Allerdings dann auch die einseitig gekappte Stabilität bei Wind bedenken!!!!

Danke, für die Bestätigung, meiner eigenen Meinung -dass die Wurzeln nicht innerhalb kürzester Zeit verschwinden!! Die Kiefern sind ca. 45 Jahre alt! Frage: Pfahlwurzler?? Sind doch Flachwurzler ?– sonst würden sie doch nicht bis zu uns wachsen oder?? – Länge 4-5 Meter

Stabilität Wind: haben wir auch angemerkt - aber er meint die Bäume würden dann in seine Richtung fallen (wo das Wurzelwerk nicht abgeschnitten wird)

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@DAnna

Kiefern sind Pfahlwurzler. Das heißt die Hauptwurzel dringt tief in den Boden ein. Die Seitenwurzeln dienen der Stabilität. Es kann durchaus sein, dass sie bei ausreichend Platz diese Dimension von 4, 5 Metern erreichen. Typische Tellerwurzeln bilden Fichten aus. Mit der Fallrichtung bei Sturm hat der Nachbar grundsätzlich recht. Wobei ich aber denke, dass die Gefahr insgesamt relativ gering ist, wenn die Hauptwurzel im Boden tief verankert ist. Mit 45, lässt die Reaktionsfähigkeit des Baumes in der Krone und Wurzel langsam nach ab 50 bis 60 hört das dann ganz auf.

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Verottung dauert in anärobem Zustand Jahre. Um erneute Bewurzelung zu vermeiden muss eine Wurzelsperre errichtet werden.

Danke, für die Bestätigung, meiner eigenen Meinung -dass die Wurzeln nicht innerhalb kürzester Zeit verschwinden!!

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