Bärlauch und Wildkräuter bedenkenlos verwenden ( Fuchsbandwurm )?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Zum einen ist der Fuchsbesatz in den letzten Jahren erheblich gestiegen und zum anderen hat die Befallsrate der dem kleinen Fuchsbandwurm erheblich zugenommen, so dass das Risiko einer Infektion um ein Mehrfaches zugenommen hat. Trotzdem ist das Isiko einer Erkrankung im Vergleich zu anderen Gefahren noch recht gering. Problematisch ist jedoch die Therapierbarkeit der Echinokokkose beim Menschen, denn meist ist damit eine lebenslange Medikamention verbunden. Insofern sollte man schon eine gewisse Vorsicht walten lassen.

zum einen ist der Fuchsbesatz in den letzten Jahren erheblich gestiegen und zum anderen hat die Befallsrate der dem kleinen Fuchsbandwurm erheblich zugenommen, so dass das Risiko einer Infektion um ein Mehrfaches zugenommen hat.

Genau da hätte mich interessiert, wer, wo und wie das belegt ist.

Das Risiko soll sehr gering sein. Eben, das meine ich auch und genau das wird meines Erachtens maßlos übertrieben.

1
@sabberfilip

Das Risiko, als Raucher an Lungenkrebs zu erkranken ist auch nicht besonders hoch, allerdings wäre es nicht richtig, das Rauchen zu verharmlosen. Wer aber als Raucher an Lungenkrebs erkrankt, der wünscht sich wahrscheinlich, dass er gesundheitsbewusster gelebt hätte. So ähnlich ist es mit dem Fuchsbandwurm: Die Wahrscheinlichkeit ist gering, dass es einen erwischt, aber wenn es doch der Fall sein sollte, dann wünscht man sich, man wäre vorsichtiger gewesen. Die Heilungsaussichten sind in beiden Fällen gering.

1

Ich denke, da wird maßlos übertrieben. Wir haben einen Gasthof und kommen daher mit vielen Menschen in's Gespräch, wir sind auch das Stammgasthaus der heimischen Jägerschaft, und in all den Jahren ist mir kein einziger Fall bekannt geworden, in denen jemand z.B. mit dem Fuchsbandwurm infiziert worden wäre. Die einzigen schweren Infektionen wurden durch Zeckenbisse hervorgerufen (Borreliose, Zeckenenzephalitis)

Wir selbst verarbeiten allerdings aus Sicherheitsgründen keine wild gewachsenen Kräuter oder Beeren, lediglich Eierschwammerl (Pfifferlinge) und Steinpilze - denn die gibts nicht kultiviert.

meine freundin kennt jemanden, der fuchsbandwurm hat. ist aber auch der einzige fall den ich kenne.

0
@faridana

@herb3472 : ich bin ebenfalls der Meinung, dass da maßlos übertrieben wird! Man könnte direkt an eine Verschwörungstheorie denken. ;-)

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Gefahren bei uns größer sein sollen, als in den Gegenden und Ländern, aus denen die Beeren, Wildkräutern und Waldpilze in den Geschäften herkommen ? Es gibt ja auch zB. Waldheidelbeeren ( ich meine nicht die Kulturheidelbeere) zu kaufen ?!

Bevor mir Keiner das Gegenteil beweist, werde ich mir jedenfalls mit Genuss die Beeren im Wald schmecken lassen, die Wildkräutern und Pilze sammeln! Und ich schätze die Gefahr mit dem Auto oder Flugzeug zu verunglücken als sehr viel größer ein!

Danke schon mal Allen fürs Antworten!

0
@faridana

@faridana: wahrscheinlich kennt deine Freundin jemanden, der jemand kennt, der jemand kennt , der jemand kennt ;-) und ob der dann von einem streunenden Hund im Spanienurlaub oder sicher von selbstgepflückten Waldbeeren infiziert wurde ... ?

0
@sabberfilip

Jährlich gibt es bei uns rund 20 bis 30 Neuerkrankungen, die dokumentiert wurden. Daneben existiert noch eine Dunkelziffer, die nicht erkannt oder gemeldet werden. Insgesamt ist das Risiko, an der Echinokokkose zu erkranken recht gering, aber die Therapie ist im Falle einer Erkrankung sehr schwierig.

0

Masslos wird nicht übertrieben, aber es wird gewarnt. Ich kenne berufsbedingtt viele Fälle, in denen Menschen daran erkrankt sind. Mit denen wollte ich nicht tauschen.

0
@Luftkutscher

Also, wenn ich bei z.B. Bei Wiki oder sogar in der Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" über alveoläre Echinokokkose nachlesen, fühle ich mich eher bestärkt dass ich mir die Freude an Heidelbeeren & Co aus der Natur nicht trüben lassen werde.

0
@sabberfilip

Wenn ich morgen wieder im Büro bin, dann kann ich Dir Links en masse geben, wo Du alle relevanten Forschungsergebnisse nachlesen kannst.

0
@sabberfilip

Sorry, ich habe Dir heute eine Reihe von Links zu dieser Frage gepostet, aber offensichtlich hält man von Seiten der Admins von GF wissenschaftliche Abhandlungen für zu trivial oder gar obszön, so dass diese Links sofort wieder gelöscht wurden. Schade, ich dachte immer, GF sei dazu da, damit Fachleute gute Beiträge liefern, damit auch Laien einen "Aha-Effekt" erleben.

0

Man sollte die Sachen nicht unbedingt roh verzehren, aber wenn es gekocht wird, gibt es da kein Problem. Falls sich Eier des Fuchsbandwurms daran befinden, werden sie durch das Kochen abgetötet.

Ja das ist bekannt. Aber ist die Warnung noch aktuell und die Vorsichtsmaßnahme wirklich begründet ? das bezweifle ich eben stark.

Ich kenne Niemanden und hab auch noch von Keinem gehört, dass er erkrankt wäre, aber ich kenne sehr, sehr viele, die bedenkenlos Beeren, Kräuter und Pilze aus dem Wald verzehren und verzehrt haben?

0
@sabberfilip

Füchse gibt es ja immer noch, demnach würde ich nicht unbedingt davon ausgehen, dass sich das mit dem Bandwurm erledigt hat.

0
@YK1972

Füchse gibt es mehr denn je und auch die Befallsrate hat zugenommen. Somit ist das Risiko einer Infektion höher denn je.

0

Was möchtest Du wissen?