AUSLANDSJAHR ABBRECHEN, Was sind eure Erfahrungen?

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10 Antworten

Ja .. ich lese hier viele Beiträge die usa durch die rosa Brille sehen, und den usa Aufenthalt als absoluten Traum. Hoffe die lesen mit, nicht als Abschreckung sondern um die Dinge realistischer zu sehen.

Der Alltag ist nunmal Alltag, und nicht besser der toller als bei uns. Die Essgewohnheiten der Mehrheit eine Katastrophe. Persönliche Beziehungen oft nur oberflächlich, und die Mehrheit schlechter gebildet und auch nicht wohlhabender als  die Menschen bei uns.

Trotzdem rate ich, das aktuelle Tief durchzustehen, knie Dich in die Schularbeit, pflege die wenigen Kontakte intensiver .. koche selber, einkaufen kann man alles, auch frische und Gesunde Produkte.

Ausserdem kanst du dank internet auch weiter mit deinen Freunden in D in Kontakt bleiben. Nach einem Jahr hast du ganz sicher persönlich viel gelernt, für deine berufliche Zukunft, für eine realistische Sicht der Welt und der usa, und persönlich auch wie man zeitweise unangehme Situationen as eigener Kraft durchsteht ... also: nicht so schnell aufgeben !

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Kommentar von imbooooooored
04.10.2016, 16:29

Dankeschön, dein Beitrag hat mich gerade echt motiviert!:)

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Oh das tut mir echt Leid für dich. Aber sowas gehört mit zum Auslandsjahr dazu. Jeder hat Startschwierigkeiten, der eine mehr der andere weniger. Probiere mit deiner Hostmum mal zu reden. Sie wird sicher einige Dinge verstehen. Wegen dem Essen würde ich einfach mal vorschlagen mit deiner Family zusammen einkaufen zu gehen. So habe ich das immer gemacht. Da ich mich auch vegetarisch ernähre und manchmal was extra brauchte habe ich mir das einfach selbst gekauft. In der Schule habe ich mir mein Lunch immer von zu Hause mitgenommen, da das Essen in der Cafeteria echt schrecklich war. Wenn es mit der Gastfamile nicht mehr klappen sollte, dann sprich einfach mit deinem Local Coordinator. Die sind dafür da, helfen dir und suchen ggf. auch ne neue hostfamily. Das kann echt Wunder bewirken. Und wenn du so jetzt nicht glücklich bist, dann Wechsel. Ich hatte damals auch total liebe Gastgeschwister aber ich habe mich einfach nicht wirklich Wohlgefühlt. Dann habe ich gewechselt und alles war VIEL besser. 

Das mit den Freunden gehört auch mit zu den Startschwierigkeiten. Es ist natürlich traurig, dass du da bis jetzt echt noch nicht viel Glück hattest. Probier doch einfach mal mit den Leuten aus deinen Fächern ein bisschen ins Gespräch zu kommen. Am Anfang wird dir das sicher schwer fallen, aber sei einfach offen. Sag wo du herkommst, dass du ein Exchange Student bist. Bei mir waren damals dann voll daran interessiert. Kommst du mit den Leuten nicht klar, dann wechsel einfach ein paar Fächer. Das ist manchmal möglich aber nicht immer. Noch ein Tipp: Wenn du es noch nicht machst, dann geh unbedingt zu einem Sport oder in einen anderen Club. So habe ich damals echt gute Freunde gefunden. Oder frag einfach mal die Leute vom Lunch, ob ihr nicht mal was zusammen machen wollt.

Sei stolz auf dich, dass du schon 2 Monate überstanden hast. Du kannst auch noch das ganze Jahr schaffen, auch wenn es dir jetzt nicht so vorkommt. Wenn du willst, darfst du mir auch gern mal schreiben. Ich war auch mal ein ATS und hatte es auch nicht immer leicht.

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Kommentar von imbooooooored
04.10.2016, 16:11

Ohh vielen Dank für diesen lieben Kommentar! Das mit Leute kennenlernen ist soo schwierig, die wissen ja alle, dass ich Austauschschüler bin und fragen mich dann auch voll aus und wenn ich alles beantwortet habe, interessieren die sich nicht mehr dafür und reden nie wieder mit mir.. Und in einem Club bin ich auch schon drin, das bringt jetzt aber nicht soo viel! 

Danke auf jeden Fall trotzdem für deine Hilfe und die lieben Worte! Wo könnte ich dir sonst schreiben? 

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Hey hey! Es tut mir leid zu hören, dass es dir noch nicht wirklich gefällt. Aber glaube mir eins: das wird besser. Unternehme selbst ein paar Dinge. Schau dir deine Umgebung an. Setz dich in Cafés und versuche dir die schönen Dinge vor Augen zu führen. Lass die niedergeschlagene Stimmung nicht überhand nehmen.
Abbrechen würde ich nicht in erwägung ziehen. Das bereust du schneller, als dir lieb ist, glaub mir. Versuche das beste aus der Situation zu machen. Halte durch, bleib stark und lass dich nicht unterkriegen. Du packst das ;)

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Kommentar von imbooooooored
04.10.2016, 16:32

Dankeschöön:) Man kann hier nur leider gar nichts machen.. Zu Fuß zum nächsten Supermarkt dauert schon eine Stunde, Fahrräder gibts hier nicht und ich will auch nicht immer meine mom fragen.. Also komm ich so gut wie nirgendwo hin!

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Also ich versuch mal zu helfen. Ich bin auch gerade im ALJ (Auslandsjahr) in einem asiatischen Land und leicht ist es nie. Die Kultur ist wirklich komplett anders. Erstmal aber eine Gegenfrage. Wieso hast du dich für ein ALJ entschieden? Was waren deine Beweggründe? Was hast du dir erhofft? Wusstest du schon vorher, dass du eine Person bist die leicht anfällig ist für Heimweh? Vielleicht hättest du das schon vorher vermeiden können, indem du gar nicht erst los gefahren bist (mag hart klingen, aber vielleicht hast du dir nicht ausreichend Gedanken zu dem Thema gemacht), aber jetzt bist du da und musst das beste draus machen. Ich glaub ehrlich gesagt nicht, dass der Alltag in den USA wirklich so schrecklich ist, denn ich habe deutsche Freunde dort und denen macht es richtig Spaß. Halte dir immer vor Augen "it's not good, it's not bad, it's just different", das hat mir sehr geholfen in manchen Situationen.

Neue Leute kennen ist echt nicht einfach, aber das sollte doch die Erfahrung sein von solchen Jahren im Ausland die man später hat im Gegensatz zu anderen. Später kannst du auf der Arbeit viel schneller Kontakte schließen, da du gelernt hast, wie man sowas am besten angeht (großer Vorteil gegenüber deinen Freunde! Und bei weitem nicht der einzige). Man muss lernen aus sich raus zu kommen und auf die Leute selbst zugehen. Zeige ihnen wieso es von Wert ist dich als Freund zu haben. Trete einer Mannschaft bei zum Beispiel dem Cheerleaderteam (ich gehe davon aus, dass du weiblich bist) und versuche in jeder Situation in Kontakt zu kommen. Außerdem: Wenn deine Mutter am Handy ist sollte dich das nicht abhalten einfach mit ihr zu quatschen. Sie wird dir 100%ig zuhören und deine Lage verstehen und ihr bestes geben was zu ändern. Baue dein Englisch weiter aus, mache mehr mit deinen Geschwistern und ergreife selbst die Initiative.

Ich habe das jetzt einfach so runterschrieben wies mir in den Kopf kam, also Verzeihung wenn etwas nicht gant klar ist - du kannst gerne nachfragen! Ich hänge noch einen erwas längern Text an, der nicht von mir ist aber den ich sehr schön finde.

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Kommentar von imbooooooored
04.10.2016, 16:38

Dankeschön, sehr sehr guter Beitrag! Und Jaa, Ich habe mir das seeehr lange überlegt und war auch nie so anfällig für Heimweh, deswegen kommt das jetzt mehr oder weniger sehr überraschend für mich :/ Aber mittlerweile wünsche ich mir eigentlich echt, dass ich das niemals gemacht hatte..

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Kommentar von PrayerInC
05.10.2016, 08:47

Hast du denn die Möglichkeit deine Gastfamilie zu wechseln und in eine andere Stadt an eine andere Schule zu gehen?

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Rede erstmal mit deinem Localcoordinator. Ne Freundin die jetzt grade in den USA ist hat von ihrem Localcoordinator gesagt bekommen, dass sie ihn bei jeder Kleinigkeit anrufen soll, wenn es ihr schlecht, damit er ihr helfen kann. Also würde ich dass erstmal machen und mit dem darüber reden.

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Kommentar von imbooooooored
04.10.2016, 16:30

Ja stimmt, aber bin auch schon oft mit ihr in Kontakt.

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"Auslandsjahr"
Was bedeutet ein Auslandsjahr?

Auslandsjahr bedeutet Veränderung. Schnell, brutal, wunderschön, schmerzhaft, bunt, atemberaubend, unerwartend, überwältigend und eine konstante Veränderung. Veränderung im Lebensstil, dem Land, der Sprache, den Freunden, den Eltern, dem Zuhause, der Schule, einfach alles.

Auslandsjahr bedeutet zu realisieren, dass alles was sie dir vorher gesagt haben falsch war, aber in irgendeiner Weise auch richtig.

Ein Auslandsjahr geht vom Denken aus zu wissen wer man ist, keine Ahnung zu haben wer man noch ist und jemand Neues zu sein. Aber nicht vollständig neu. Du bist immernoch die Person, die du davor warst, aber du bist ins kalte Wasser gesprungen. Du weißt wie es sich anfühlt auf sich selbst gestellt zu sein. Weit weg von Zuhause, mit keinem an der Seite den du wirklich kennst. Und du findest heraus, dass du es auch so ziemlich gut hinkriegst.

Ein Auslandsjahr bedeutet zu Vertrauen. Den Menschen zu vertrauen, die, anfangs, nur Namen auf einem Blatt Papier waren, ihnen zu vertrauen, dass sie das Beste für dich wollen, dass sie für dich sorgen. Vertrauen in dich, dass du es die Stärke hast ein Jahr auf dich alleine gestellt zu sein, dass du ein Jahr aushälst weit weg von allem was dir mal wichtig war. Darauf zu vertrauen, dass du Freunde haben wirst. Vertrauen, dass alles gut werden wird. Und zu sehen, dass dieses Vertrauen gerechtfertigt war.
Ein Auslandsjahr bedeutet Nachdenken. Über alles. Über diese komische Kleidung, das komische Essen, die komische Sprache. Darüber warum man hier ist und nicht Zuhause. Darüber wie es sein wird wieder nach Hause zu kommen. Wie dieser eine Junge reagieren wird, wenn du ihn wieder siehst. Darüber mit wem man am Wochenende chillen wird. Zuallererst wer dich überhaupt fragt ob du was machen willst. Und zuletzt wo du hingehen sollst, wenn dich 10 verschiedene Menschen irgendwo einladen. Darüber wie bescheuert das ganze Zeitzonensystem ist. Nicht nur wegen Zuhause, sondern auch wegen den Tv-Spots für Sendungen die dich komplett verwirren.
Nachdenken was richtig und was falsch ist. Darüber wie dumm oder herzlos du zu jemandem warst ohne es so zu meinen. Über den Knackpunkt von all dem. Über den Sinn des Lebens. Darüber wer du sein willst, was du tun willst. Und darüber wann der Spanisch Test ansteht, obwohl die Note überhaupt nicht zählt für dich. Darüber ob du lieber nach Hause solltest nach der Schule oder doch bei irgendjemandem bis Mitternacht abhängen sollst. Bei jemandem, den du bis vor ein paar Monaten nichtmal gekannt hast. Und darüber was zum Teufel der Kerl dir eben versucht hat zu sagen.

Ein Auslandsjahr bedeutet Menschen. Diese unglaublich seltsamen Menschen, die dich anschauen als wärst du ein Alien. Diese Menschen, die sich nicht trauen mit dir zu reden. Und diese Menschen, die tatsächlich mit dir reden. Diese Menschen, die deinen Namen kennen, obwohl du sie noch nie getroffen hast. Diese Menschen, die dir sagen von wem du dich fernhalten sollst. Diese Menschen, die hinter deinem Rücken über dich reden, diese Menschen die Witze über dein Heimatland reißen. All diese Menschen, die es nicht wert sind sich darüber aufzuregen. Diese Menschen, die du ignorierst.
Und diese Menschen, die dich zu sich nach Hause einladen. Die dich normal behandeln. Die deine Freunde werden.

Auslandsjahr bedeutet Musik. Neue Musik, komische Musik, coole Musik, Musik die du immer als eine Art Soundtrack für dein Auslandsjahr in Erinnerung behandeln wirst. Musik, die dich anfangen lässt zu weinen mit ihren Texten die genau das sagen was du fühlst, so weit weg. Musik die dich die ganze Welt umarmen lässt. Und es ist Musik die du machst. Mit den überragensten Musikern, die du jemals getroffen hast.

Ein Auslandsjahr ist beklemmend. Es ist das Gefühl nicht am richtigen Platz zu sein, wie das fünfte Rad am Wagen. Man redet mit Menschen, die man eigentlich nichtmal leiden kann. Es ist der Versuch zu alles und jedem nett zu sein. Es ist kalt, eiskalt. Es ist Heimweh, eine unangenehme Stille und das Gefühl schuldig zu sein, weil man sich nicht zuhause gemeldet hat. Oder das Gefühl schuldig zu sein, etwas verpasst zu haben, weil die mit deinen Liebsten geskypt hast.

Ein Auslandsjahr ist großartig. Es ist das Gefühl, dass die Verbundenheit zwischen dir und deinen Gasteltern wächst. Zu hören, wie die Gastschwester fragt wo ihre Schwester ist. Es ist das Wissen wo das Nutella im Schrank steht. Das Treffen von Menschen aus aller Welt. Ein Schlafplatz in fast jedem Land zu haben. Es ist das Bekommen von 4 neuen Familien. Einer von ihnen zu sein, von dieser großen Gruppe mit den überragendsten Jugendlichen auf der ganzen Welt.
Es bedeutet Essen aus dem Heimatland zu kochen und nicht durcheinander zu kommen. Es ist das Entdecken von atemberaubenden Landschaften von denen du nicht einmal wusstest, das sie existieren.

Es geht weiter im Kommentar.

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Kommentar von PrayerInC
04.10.2016, 06:35

Ein Auslandsjahr bedeutet Auslandsjahrschüler. Die wunderbarsten Menschen auf der großen weiten Welt. Diese Menschen von überall her, die genau wissen wie du dich fühlst und diese Menschen die zu deinen absolut besten Freunden werden, obwohl du sie nur 3 oder 4 mal in dem Jahr gesehen hast. Die Menschen, wo es fast eine Stunde dauert sich von ihnen zu verabschieden. Diese Menschen, die dir so viel bedeuten. Überall auf der Welt. Ein Auslandsjahr bedeutet sich zu verlieben. In ein wundervolles, wildes, wunderschönes Land. Und in dein Heimatland. Ein Auslandsjahr ist frustrierend. Dinge, die du nicht tun kannst, Dinge, die du nicht verstehst. Dinge, die du sagst und damit genau das Gegenteil ausdrückst von dem was du eigentlich meinst. Oder schlimmer… Ein Auslandsjahr bedeutet Verstehen. Ein Auslandsjahr ist unglaublich. Ein Auslandsjahr ist nicht ein Jahr in deinem Leben. Es ist ein Leben in einem Jahr. Ein Auslandsjahr ist nicht wie du es erwartet hast, und genauso wie du es dir gewünscht hast. Ein Auslandsjahr ist soweit das beste Jahr deines Lebens. Ohne Zweifel. Und es ist gleichzeitig das Schlimmste. Ohne Zweifel. Ein Auslandsjahr ist etwas, was du niemals vergessen wirst, etwas das immer ein Teil von dir sein wird. Es ist etwas was Zuhause nie jemand wirklich verstehen wird. Ein Auslandsjahr bedeutet erwachsen zu werden, zu realisieren, dass jeder gleich ist, ganz egal woher er kommt. Dass es überall großartige Menschen und Duschvorhänge gibt. Und dass es nur an dir selbst liegt ob dein Tag gut oder schlecht wird. Oder das ganze Jahr. Und es ist das Realisieren, dass du es auch alleine hinbekommst, dass du eine eigenständige Person bist. Endlich. Und es ist der Versuch, das deinen Eltern klar zu machen. Ein Auslandsjahr ist Tanzen im Regen ohne Grund, gleichzeitig ohne Grund weinen und zu lachen. Ein Auslandsjahr ist Alles. Ein Auslandsjahr ist etwas das du nicht verstehen kannst, wenn du es nicht selbst erlebt hast.

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diese 9 monate geniessen. andere beneiden dich drum dass du 1 jahr in den USA sein kannst. nutzt die zeit zum english verbessern und so. du kommst eh früh genug noch heim. danach bist eh dei leben lang in DE! ich würde an deiner stelle die zeit noch nutzen und geniessen freunde wirst auch finden dass dauert nun mal bisschen...

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Hey,

das tut mir wirklich leid für dich! Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer es ist, wenn man Heimweh hat und das auch noch für eine lange Zeit, während die meisten anderen Austauschschüler ihr erstes Heimweh schon überwunden haben.
Ich habe während meines Schüleraustausches auch sehr lange gebraucht, um mich einzugewöhnen. Aber glaub mir: auch das schlimmste und langes Heimweh geht vorbei! Und der Vorteil des Ganzen war, dass ich die ersten Monate zwar sehr starkes Heimweh hatte, aber dafür zu späteren Zeitpunkten (bei den meisten Austauschschülern kommt das Heimweh in Wellen) gar kein Heimweh mehr hatte und die restliche Zeit in vollen Zügen genießen konnte! Ich drücke dir die Daumen, dass es bei dir auch so sein wird!

Hast du denn Gastgeschwister, mit denen du dich unterhalten könntest? Ansonsten könntest du deiner Gastmutter in einem Gespräch erklären, dass es dir nicht gut geht und sie fragen, ob ihr mal etwas zusammen unternehmen könnt (sie wird dich bestimmt unterstützen wollen, denn immerhin hat sie dich auch ausgewählt).
Eine andere Möglichkeit ist auch, sich mit anderen Austauschschülern in deiner Umgebung auszutauschen (nicht unbedingt an deiner Schule, damit du nicht nur mit anderen Austauschschülern rumhängst). Frag doch mal deinen Betreuer, ob es einen anderen Austauschschüler gibt, der sich gerne mal mit dir austauschen würde.

In der Schule könnte es vielleicht helfen, wenn du in deinen Kursen einfach Leute ansprichst (ich weiß, der erste Schritt ist schwer, aber so lernt man die Leute aus seinen Kursen am besten kennen). Du kannst ja fragen, ob sie dir nochmal was erklären können, weil du es nicht verstanden hast.

Oder du suchst dir in deiner Schule eine Sportgruppe, da lernt man auch immer gut Leute kennen, es macht Spaß und bringt dich auf andere Gedanken.

Was mir auch geholfen hat: Setz dir ein Limit bis Weihnachten und sag dir selbst, dass du abbrichst, wenn es dir bis dahin nicht besser geht, aber du die Zeit bis dahin WIRKLICH nutzt, um dich einzuleben. Auch helfen könnte eine Liste, auf der du alle Gründe notierst, warum du ins Ausland wolltest und was dir da bis jetzt gut gefällt.

Ansonsten versuche, auch wenn es schwer fällt, raus zu gehen (auch alleine, wenn keiner mitkommt), Leute anzusprechen und deiner Umwelt mitzuteilen, dass du Heimweh hast. Es hilft drüber zu sprechen. Andererseits reduziere den Kontakt zu Freunden und Familie in Deutschland auf ein Minimum und feste Termine, denn es kann ruterziehen, wenn du merkst, dass es allen anderen gut geht.

Viel Kraft und nutze die Zeit, die du im Ausland hast! Wenn es dir an Weihnachten nicht besser geht, du aber viel versucht hast, ist ein Abbruch vielleicht die letzte Möglichkeit. Das ist dann okay, aber du solltest es wirklich versucht haben, ansonsten wirst du es bereuen...

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Du hast Glück, dass du nicht mein Kind bist! 

Deine Eltern schränken sich ein, um dir diese Erfahrung zu ermöglichen, und du bist am Jammern. Deine Gastfamilie ist nicht schuld, dass du Vegetarierin bist. Wenn du besondere Ansprüche an dein Essen hast, ist es an dir, zu sehen, dass du die geeignete Ernährung bekommst (selbst einkaufen und zubereiten) oder du musst Abstriche machen. Freunde wirst du später an deinem Arbeitsplatz auch kaum haben, dazu ist der Konkurrenzkampf zu gross. Du kannst dann froh sein, wenn du jemanden findest, mit dem du in der Kantine etwas reden kannst.

Also, reiss dich zusammen und nimm dich nicht so wichtig.

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Kommentar von imbooooooored
04.10.2016, 16:34

Okay dein Benehmen ist echt lächerlich! Man merkt, dass du noch nie so eine große Herausforderung in deinem Leben angenommen hast, schade, aber deswegen muss man das nicht an anderen auslassen 

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Du bist in einem Alter, in welchem andere ausziehen und eine Lehre suchen. Ziehe das durch und habe eine gute Zeit.

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