Atombindung (Elektronenpaarbindung) wieso?

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5 Antworten

Der Name Elektronenpaarbindung kommt daher, dass sich die zwei Atome das Elektron teilen.

Zwischen den beiden Kernen ensteht ein Energieminimum für das Elektron wodurch es sich hauptsächlich auch genau dort aufhält. Die Atome sind dahingehend gebunden, dass eine Trennung der Atome das Elektron wieder auf eine höhere Energie gebracht werden muss damit es genug Energie hat um wieder an ein einzelnes Atom gebunden zu sein.

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MultiVitamin186 11.10.2017, 20:53

Vielen Dank, Ihre Antwort hat mir weitergeholfen, meine Frage zu verstehen :)

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Moin,

die Begriffe "Atombindung", "Elektronenpaarbindung" und "kovalente Bindung" beziehen sich alle auf die gleiche Art Bindung, betonen dabei aber andere Aspekte.

Der Begriff "Atombindung" macht deutlich, dass hier zwei Atome miteinander eine Bindung eingehen. Damit betonst du also, dass im Gegensatz zur "Ionenbindung", in der die Bindung zwischen Teilchen mit echten Ladungen entsteht, hier zwei Atome (also ungeladene oder höchstens teilgeladene Teilchen) miteinander verbunden sind.
Atombindung als "Gegenmodell" zur Ionenbindung, verstehst du?

Der Begriff "Elektronenpaarbindung" legt dagegen Wert auf den Umstand, dass die Bindung zwischen den Atomen dadurch zustande kommt, dass zwischen den Atomen (mindestens) ein "Raum" (Molekülorbital) ist, in dem sich zwei Elektronen aufhalten (ein Elektronenpaar!). Da der "Raum" zwischen den Atomen liegt, können die Atomrümpfe beide für sich und gleichzeitig das darin befindliche Elektronenpaar beanspruchen. Oft sagt man: »Die Atome teilen sich das Elektronenpaar.« Ich drücke es lieber so aus: »Die Atome nutzen gleichzeitig das bindende Elektronenpaar.«, aber das mag Haarspalterei sein. Wie dem auch sei, jedenfalls erreichen Atome mit der Bildung solcher bindenden Elektronenpaare, dass sie vorher "fehlende" Elektronen in ihrer Atomhülle so lange hinzu bekommen, bis sie auf die Anzahl einer Edelgaskonfiguration kommen. Da das nur geht, wenn der "Raum", in dem sich das Elektronenpaar befindet, zwischen den Atomen liegt, sind die beteiligten Atome aneinander gebunden. Deshalb spricht man von einer "Elektronenpaarbindung". Klar?

Der Begriff "kovalente Bindung" betrachtet noch einmal genauer, welche Elektronen hier die Bindung ermöglichen. In dem Begriff "kovalent" stecken nämlich Teile der Begriffe "kooperieren" und "Valenzelektron". Der erste Teil bezieht sich darauf, dass (in der Regel) zur Ausbildung dieser Art von Bindung von jedem Bindungspartner jeweils ein Elektron beigesteuert wird, die dann miteinander das Elektronenpaar bilden. Es arbeiten hier also zwei Elektronen zusammen; sie "kooperieren". Und es sind nicht irgendwelche Elektronen der Atome, sondern es handelt sich bis zur Ausbildung der Bindung um einzelne (ungepaarte) Elektronen aus dem äußeren Hauptenergieniveau (aus der äußeren "Schale"). Diese Außenelektronen heißen auf schlau "Valenzelektronen". Und nun werden beide Wörter zusammen gefügt: aus "kooperierende Valenzelektronen" wird "kovalent". Und Weil das zu einer Bindung führt, sagt man dazu auch "kovalente Bindung".

Es gibt noch weitere Bezeichnungen für diese Art Bindung oder "Ergänzungen". Die betonen dann noch andere Aspekte oder beschreiben Spezialfälle.
So gibt es da noch den Begriff "Molekülbindung". Das zielt darauf ab, dass Atombindungen zu (mehr oder weniger kleinen) voneinander abgrenzbaren Molekülen führen (wohingegen Ionen mit ihren Ionenbindungen riesige Ionengitter - also Kristalle bilden). Hier sei allerdings darauf hingewiesen, dass es auch riesige Moleküle gibt (Proteine, DNA, Kunststoffe...).
Ein Spezialfall ist die sogenannte "dative Bindung". Bei dieser stammt ein bindendes Elektronenpaar ausschließlich von einem der Bindungspartner (es steuern also nicht beide Bindungspartner je ein Elektron zur Ausbildung der Bindung bei). Dative Bindungen sind auch Elektronenpaarbindungen, aber sie führen an den betreffenden Atomen zu sogenannten "Formalladungen". Doch das brauchst du vielleicht gar nicht, weshalb ich jetzt nicht weiter darauf eingehen will (falls du es trotzdem wissen willst oder eben doch brauchst, frag ruhig noch einmal nach...).
Schließlich kannst du noch die womöglich unterschiedliche Elektronegativität (EN) der Bindungspartner berücksichtigen, was dann zu mehr oder weniger stark "polaren Atombindungen" führt (je nach EN-Differenz). Die Polarität einer Atombindung ist ihrerseits von Bedeutung, weil die Verschiebung des bindenden Elektronenpaars dazu führt, dass die beteiligten Atomrümpfe eine "Partial-" oder auch "Teilladung" erhalten. Diese Partialladungen können dann zu weiteren Bindungen (diesmal zwischen den Molekülen) führen, wie zum Beispiel einer Wasserstoffbrückenbindung. Aber auch das schweift vom Thema ab.

Langer Rede kurzer Sinn (auch Fazit genannt):
Alle Begriffe meinen in Bezug auf die Bindung das gleiche. Aber sie betonen andere Aspekte dabei.
Atombindung: Betonung des atomaren Charakters der Bindungspartner (im Gegensatz zu den Ionen einer Ionenbindung).Elektronenpaarbindung: Betonung, dass hier Elektronenpaare die Bindung herbeiführen (und nicht die Übergabe von Elektronen).Kovalente Bindung: Betonung liegt darauf, dass hier Valenzelektronen miteinander kooperieren.

Ich hoffe, dieser kleine chemische Semantik-Kurs hat dir geholfen zu verstehen, warum es verschiedene Begriffe für ein und dieselbe Bindungsart gibt.

LG von der Waterkant.

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Sorry, ich würde gerne helfen, und wahrscheinlich wüsste ich auch die Antwort. Aber ich verstehe die Frage nicht einmal.

Jedenfalls sind Atombindungen und Elektronenpaarbindungen genau das selbe, es sind einfach nur andere Namen. Man kann auch noch kovalente Bindung oder Molekülbindung sagen, alles unterschiedlich Namen für die selbe Art von Bindung.

Und ja, wenn die ElektronegativitätsDIFFERENZ kleiner als ca. 1,7 ist, spricht man von dieser Art von Bindung.

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MultiVitamin186 11.10.2017, 20:57

Vielen Dank, ich verstehe nur nicht, wieso sie so gleich sind.. Was haben sie denn gemeinsam? Könnten Sie es mir erläutern?

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larth00 11.10.2017, 20:59
@MultiVitamin186

Es sind einfach nur zwei unterschiedliche Namen für die selbe Sache. Es gibt keinen Unterschied.

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Du darfst dich nicht genau auf den Wert 1,7 festlegen, denn der Übergang von kovalenter Bindung zur Ionenbindung ist fließend.

Was man aber sagen kann,  bei kleiner 0,4 ist das eine unpolare kovalente Bindung. Mit zunehmender EN Differenz wird die kovalente Bindung polarer, bis dann ab 1,7 (mit Ausnahmen) eine Ionenbindung vorliegt.

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Nein, dann wäre sie polar.

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MultiVitamin186 11.10.2017, 20:54

Gut zu wissen, dankeschön!!

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