Asus Prime A - Z370 TPM 2.0 (Discrete und Firmware TPM)?
Hallo Community,
ich bräuchte eure Hilfe, weil ich hierzu keine genauen Infos finden konnte und da man bei den BIOS-Einstellungen viel falsch und auch kaputtmachen kann, frage ich lieber die Experten hier : )
Es geht darum, dass ich Windows 11 nicht installieren kann, obwohl meine CPU unterstützt wird. Secure Boot habe ich schon eingestellt und auf UEFI - Windows umgestellt. Bei mir bricht die Installation bei der finalen Einrichtung (schwarzer Bildschirm mit weißen Buchstaben und nicht schon beim blauen Hintergrund) bei 75% ab und zwar nach einem Neustart geht es nicht weiter, sondern das Win 11 Logo wird angezeigt - nicht mal mehr auf der Tastatur kann man die NUM-Taste aktivieren und keine Reaktion von der SSD.
Ich habe das Win 11 Upgrade so eingestellt, dass alle Daten u. Einstellungen meiner Win 10 Pro Installation erhalten bleiben sollen und habe die Prüfungen bzgl. TPM und SecureBoot ausgehebelt, so dass das Setup bis zu dem besagten Punkt durchlief.
Ich vermute, dass es trotzdem an den TPM-Einstellungen liegt, obwohl er die doch eigentlich nicht prüfen sollte...
Die Fehlermeldung nach der Rückgängigmachung wg. fehlgeschlagenem Upgrade lautet: In der Phase SAFE_OS ist während des Vorgangs BOOT ein Fehler aufgetreten: 0xC1900101 - Ox20017
Aktuell eingestellt ist Discrete TPM. Wenn mich nicht alles täuscht ist das ein auf das Mainboard aufgelöteter Sicherheits-Chip mit er Version TPM 1.2, also müßte ich auf Firmware TPM umschalten, damit TPM 2.0 aktiviert wird?
Was mir Sorge bereitet ist die Warnmeldung ganz unten im Bild. Da steht etwas, dass alle Daten verloren gehen... welche Daten denn? Hat das was mit Bitlocker zu tun? Ich habe kein Bitlocker aktiviert und will das auch nicht bei Win 11.
Meine Frage ist, was passiert, wenn ich von Discrete TPM auf Firmware TPM umschalte und welche Daten werden dabei gelöscht?
Vielen Dank für eure Hilfe.
Beste Grüße
1 Antwort
Hallo
Um das diskrete TPM auswählen zu können, muss ein TPM2.0 auf dem Mainboard stecken, auf dem TPM Pin Header. Ist eines eingesetzt, dann sollte auch dieses vorzugsweise benutzt werden.
Wenn kein TPM auf dem Mainboard steckt, dann kann nur das fTPM verwendet werden, das vom Prozessor bereit gestellt wird.
Ich habe das Win 11 Upgrade so eingestellt, dass alle Daten u. Einstellungen meiner Win 10 Pro Installation erhalten bleiben sollen und habe die Prüfungen bzgl. TPM und SecureBoot ausgehebelt, so dass das Setup bis zu dem besagten Punkt durchlief.
Die Fehlermeldung nach der Rückgängigmachung wg. fehlgeschlagenem Upgrade lautet: In der Phase SAFE_OS ist während des Vorgangs BOOT ein Fehler aufgetreten: 0xC1900101 - Ox20017
Da scheint ganz allgemein etwas bei dem Upgrade auf Win11 schief zu laufen. In der Phase SAFE_OS wird die alte Windows Installtion in dem Ordner "Windows old" gesichert, falls das Upgrade schief läuft, oder falls man später doch wieder zur alten Windows 10 Installation zurückkehren möchte. Das kann z.B. an zu wenig Speicherplatz auf der Zielfestplatte bzw. Zielpartition liegen oder an einem beschädigten Dateisystem auf der Zielpartition. Unter Umständen kommst du um eine Windows Neuinstalltion nicht herum.
Was mir Sorge bereitet ist die Warnmeldung ganz unten im Bild. Da steht etwas, dass alle Daten verloren gehen... welche Daten denn? Hat das was mit Bitlocker zu tun? Ich habe kein Bitlocker aktiviert und will das auch nicht bei Win 11.
Genau so ist es. Wenn du Bitlocker nicht nutzt oder andere Software, welche Sicherheitsschlüssel über ein TPM verwaltet, dann sollte es kein Problem sein, wenn die im TPM gespeicherten Schlüssel gelöscht werden.
mfG computertom
Oder meinst du, dass eigentlich der Speicherplatz für die Installation ausreichend sein müßte?
Das kann ich dir beim besten Willen nicht sagen, da ich die genaue Speicherbelegung auf deiner Festplatte nicht kenne. Aber nach dem Sichern der alten Installation in Windows .old, müssen mindestens noch ca. 20GB bis 40GB freier Speicherplatz vorhanden sein, oder auch mehr, um dann die neue Windows Installation durchführen zu können, damit das Upgrade abgeschlossen werden kann.
Ich bräuchte Windows.old nicht, da ich ein Image von Windows 10 habe.
Das ist ja schön und gut aber die Upgrade Routine braucht die Sicherung der alten Installation in Windows.old, denn wenn das Upgrade schief läuft, dann muss ja der alte Zustand wieder hergestellt werden, damit der PC weiterhin funktioniert und dafür benötigt das Windows Setup dann die Sicherung in Windows.old. Nach einem erfolgreichen Upgrade kannst du dann Windows.old über die Datenträgerbereinigung löschen lassen, wenn du nicht mehr zur alten Installation zurückkeheren möchtest.
Leider habe ich sonst alle Maßnahmen ausgeschöpft und schon alle alten Windows-Update-Systemdateien gelöscht.
Den Ruhezustand in den Energieoptionen schon deaktiviert, falls der Ruhezustand im Startmenü unter Beenden & Runterfahren aktiv und verfügbar sein sollte? Denn dafür wird eine riesige Datei benötigt, in welcher der aktuelle inhalt des RAM zwischengespeichert wird. Damit wird der RAM beim starten aus dem Ruhezustand wieder befüllt, um den Zustand vor dem Ruhezustand wieder herzustellen. Je größer der RAM um so größer ist dann auch die Ruhezustandsdatei.
In den Energieoptionen kann auch der Windows Schnellstart (Hyperboot) deaktiviert werden. Diese Funktion nutzt eine ähnliche Technik, wie der Ruhezustand. Der Schnellstart ist nur eine spezielle Form des Ruhezustands und benötigt ebenfalls eine Datei, in der Teile des aktuellen RAM Inhaltes geparkt werden lönnen, bis der PC erneut hochgefahren wird.
https://www.heise.de/tipps-tricks/Windows-10-Schnellstart-deaktivieren-aktivieren-4000088.html
Außerdem liegt auch noch die RAM Auslageringsdatei auf der Systempartition (normalerweise), in die Windows inaktive Inhalte des RAM auslagert, um Platz für aktive Inhalte zu schaffen, damit es nicht zum "out of Memory" Fehler kommen kann. Die RAM Auslagerung kannst du auch zeitweise deaktivieren. Nach dem (hoffentlich) erfolgreichen Windows Upgrade solle die Auslagerungsdatei aber wieder aktiviert werden. Die Größe sollte dann wieder vom System verwaltet werden.
https://www.heise.de/tipps-tricks/Windows-10-Auslagerungsdatei-was-ist-das-eigentlich-4250880.html
Viel Erfolg.
Hallo und vielen Dank für die weiteren Tipps. Ruhezustand schon immer deaktiviert, da bei 32 GB RAM Speicher die Datei entsprechend auch groß ist (hiberfil.sys) heißt die oder so ähnlich. Dann wie von dir vorgeschlagen pagefile.sys auch temporär deaktiviert. Ich komme somit auf nur noch 99GB belegter Speicher von 231 GB. Es klappt leider trotzdem nicht. Ein dummer Fehler ist mir noch aufgefallen, und hoffte, dass es der Grund für den Abbruch war - ausgerechnet die Systemfestplatte war noch mit MBR betrieben (habe ich zu GPT geändert) und im BIOS musste ich auch noch 2 Änderungen vornehmen, damit auch wirklich Windows 10 SecureBoot und BIOS als UEFI erkennt.
OK, dann war meine Idee, dass ich die Samsung M.2 960 mit 256 GB auf eine unbenutzte Samsung SSD 840 mit 500 GB klone, dort das Upgrade installieren, windows.old danach lösche und von der 500 GB-Festplatte wieder auf die M.2 zurückklone (sofern der Speicher reicht). Habe heute mit dem Samsung Magicion Tool den Klon erstellt - lief ohne Probleme durch, jedoch als ich die 500 GB-Festplatte an erster Stelle in der Bootreihenfolge verschob, startete die Platte mit einem Blue Screen und der Fehlermeldung 0x000013 und bleibt in diesem Loop hängen.
Hast du eine Idee, wie man das reparieren kann? Ich habe ja noch zum Glück die M.2 Karte, so dass ich hier überhaupt schreiben kann.
Installationsmedien sowie Reparaturdatenträger für Windows 10 wären vorhanden.
Danke für deine Hilfe.
Viele Grüße
Hallo zusammen, ich wollte das Thema noch kurz abschließen. Leider immer noch auf Win10 - Inplace-Upgrade schlug immer fehl - es liegt nicht an der Festplattengröße - wohl an Treibern oder installierter alter Software. Clean Install hat funktioniert.
Hallo und ein herzliches Dankeschön für deine schnelle und super verständliche Antwort. Diese Infos helfen in jedem Fall weiter und ich vermute, dass ich aufgrund deiner Erläuterung das Problem entdeckt habe, auf das ich nie gekommen wäre. Ich habe SAFE_OS und BOOT mit "Sicherer Start" und somit mit SecureBoot und TPM 2.0 verbunden und nicht mit SA(V)E, also eigentlich dem Speicherplatz auf der Festplatte.
Es ist so, ich habe eine Samsung M.2. 960 mit nur 256 GB oder lt. Explorer 231 GB. Da ich sehr viele Programme benötige belegt Win 10 Pro bei mir 133 GB. Wenn ich jetzt großzügig rechne, dass Windows.old vermutlich komprimiert so um die 80-90 GB groß wird und Windows 11 mit all meinen Programmen von 133 auf 180 GB anwächst, dann bin ich bei 180 GB Win 11 + 90 GB (Windows.old) + temporäre Dateien deutlich über den 231 GB, so dass es zum Abbruch kommt. Warum das Windows nicht schon gleich beim Installationsstart erkennt...
Oder meinst du, dass eigentlich der Speicherplatz für die Installation ausreichend sein müßte?
Ich bräuchte Windows.old nicht, da ich ein Image von Windows 10 habe. Meine Vorgehensweise ist jetzt, dass ich versuche Programme zu deinstallieren, die ich doppelt habe, aber in älteren Versionen. Die kann ich nach dem Win 11 Uprade immer noch nachinstallieren und versuche so ca. 20 GB auf schnelle Weise runterzubekommen und versuche es dann erneut. Leider habe ich sonst alle Maßnahmen ausgeschöpft und schon alle alten Windows-Update-Systemdateien gelöscht.
Vielen Dank für deine Hilfe.
Beste Grüße