Asperger und Alkohol

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe da schon ähnliche Erfahrung gemacht. Jedoch konsumiere ich fast gar keinen Alkohol mehr, da er ungesund auf Dauer ist.

Ich habe auch schon gehört, dass Aspies schlechter Alkohol vertragen, als Nicht-Autisten, aber ob das stimmt, weiß ich nicht. In meinem Fall kommt es mir fast so vor.

Durch Alkohol bekommt eben jeder eine andere Wahrnehmung. Das äußert sich dann auch bei Aspies, so wie bei Nicht-Autisten, u.a. durch eine niedrige Hemmschwelle. Dadurch erscheinen vielleicht für Aspies manche Situationen einfacher, aber nur jene, die man auch nüchtern in der Theorie bewältigen könnte, sind es auch. Als Aspie hat man oft Angst vor Fehlern oder Zurückweisung und diese wird dann weniger, aber man lernt natürlich nicht mehr übers Sozialverhalten.

Aspies haben ja ohnehin eine andere Wahrnehmung, die dann durch den Alkohol nochmals verändert wird. In dem Moment kann es einiges erleichtern, wie du in deiner Frage schon schriebst, aber letzendlich fühle ich mich so wie ich ehrlich bin wohler, denn Authentizität ist mir lieber. Somit kann ich auch gerne darauf verzichten.

Hallo ViveT,

eigentlich stimme ich mit Dir überein; Authentizität geht auch mir vor aufgesetzt sein. Nur... die Einsamkeit, vor allem in den Nächten, als Folge von sozialem Unvermögen, die kann schon runterziehen...

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@CholoAleman

Danke für die Auszeichnung.

Ja, die Einsamkeit kenne ich leider auch und auf Dauer ist es schon frustrierend. Man muss aber auch noch bedenken, dass einem als Aspie durch Alkoholkonsum besonders große Missgeschicke passieren können. Auch kann es passieren, dass andere Leute während einer Phase der Lockerheit von einem beeindruckt sind und nachher ist alles dahin und man fällt plötzlich wieder als seltsam auf. Letztendlich ist das schon ein interessantes Thema.

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Hallo habe neun Jahre mit einem Mann mit Asperger - Syndrom zusammengelebt. Nun habe ich mich getrennt, da ich den stetig steigenden Alkoholkonsum und die tatsächliche Sucht nicht mehr ertragen habe.Er ist mit seinem Leben so überfordert, dass dies scheinbar die einzige Lösung ist. Ich leide sehr, da ich ihm einfach nicht helfen konnte.

Aspies erfahren ihr Leben lang Zurückweisung, was sie natürlich schüchterner macht als sie eh schon sind. Alkohol reißt diese anerzogenen Hemmschwellen vorübergehend ein, so dass du angstfrei redest - dich aber auch angstfrei in die sprichwörtlichen Nesseln setzt. Das ist auch schon alles.

Alles was du entdeckt hast ist, dass Alkohol dein Hirn runterfährt, so das du weniger drüber nachdenkst wie du wirkst oder was peinlich werden könnte. Das kennen alle schüchternen Trinker.

Danke, Halbsowichtig.

'was sie natürlich schüchterner macht als sie eh schon sind'

Hier wäre die Frage was zuerst war, die Henne oder das Ei. Ich glaube eher das wir Aspies nicht generell schüchtern sind (kann sein oder nicht), aber wie Du sagst, die Zurückweisungen helfen nicht eben ein Selbstbewusstsein aufzubauen.

'dass Alkohol dein Hirn runterfährt, so das du weniger drüber nachdenkst wie du wirkst oder was peinlich werden könnte'

Genau das ist der Punkt, Du hast es auf den Punkt gebracht (sozusagen). Danke!!!!

Meine Frage war ja genau die, erleben das andere Aspies auch so, oder bin ich da etwas 'sonderbar'?

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Dass er für mich normal erscheint, lässt sich vermutlich zum Teil damit erklären, dass er älter ist als ich und ich ihn somit schon mein ganzes Leben lang kenne und mich einfach an all seine kleinen und großen Merkwürdigkeiten gewöhnt habe. Ich halte spontan eher die anderen Menschen für seltsam als ihn.

Das ist allerdings nicht alles: Wie in vielen Berichten über Aspies zu lesen, mag er keine Berührungen. Außer meine, ich darf ihn knuddeln, so viel ich will. Sein Tagesablauf ist unumstößlich. Außer, ich bitte ihn darum etwas anders zu machen, dann geht es manchmal doch (nicht immer, aber auch "Normalos" haben ja Abläufe, die sie nicht gerne ändern). Seine Spezialinteressen betreffen Physik und das Sammelkartenspiel "Magic: The Gathering". Er hat keinerlei Geduld mit Menschen, die seinen Ausführungen zu diesen Themen nicht folgen können oder blöde Fragen stellen, vor allem nicht zu Dingen, die er bereits gesagt hat. Außer bei mir. Er kann Stunden damit verbringen, mir irgendeine neue Erkenntnis der Quantenphysik zu erklären (was zugegebenermaßen auch Stunden und Tage und Wochen dauert, weil er mir erstmal Quantenphysik an sich erklären muss) ohne dabei je die Geduld zu verlieren. Ich könnte noch viele weitere Beispiele nennen, aber ich glaube, diese zeigen ganz gut, was ich meine.

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Beispiele, die mir gerade einfallen sind zum Beispiel

  • Leuten bei Gesprächen in die Augen schauen
  • Unter Leute/auf Veranstaltungen gehen (obwohl man sich unwohl fühlt)
  • Mimik ud Gestik in bestimmten Situationen von anderen Menschen abschauen, nachmachen und sich angewöhnen
  • Monologe "zurückhalten", andere Leute nicht mehr (so oft) unterbrechen
  • Small-Talk führen lernen

Könnte es dann sein, dass keine Diagnose gestellt werden kann, weil derjenige zu wenige Symptome aufweist, nur weil er jahrelang versucht hat sich anzupassen?

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