Argumente für und gegen Burka verbot?

... komplette Frage anzeigen

12 Antworten

Für ein Burkaverbot steht die Symbolhaftigkeit dieser "Verkleidung" der Frau in eine stigmatisierende Rolle die sie als "Sündenerscheinung" für das männliche Kollegium anspricht - übrigens wo bleiben dann die "Augenschützerverhüllungen"  für muslimische Männer und deren "Versündigung".

Gegen ein Burkaverbot steht die Ausblendung jener situativen Erscheinungen in Familie, Ehe und Religionszirkel, wo die Burkaträgern nicht freiwillig sich dieser Kleiderordnung unterwirft, sondern vom Ehemann, Schwiegereltern, Eltern und Familie dazu gezwungen wird - z.T. unter Androhung von drastischen Verboten (wie Ausgehverbot).

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

ich kenne keine Argumente pro Burka. Es ist eine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts und verstößt unter anderem bereits damit unseren freiheitlichen Grundsätzen.

Das ein Burkaverbot gegen Grundrechte verstoßen würde ist Unsinn.

Die Grundrechte eines Einzelnen hören dort auf, wo es die Rechte Anderer beschneidet.

Man darf bei einer solchen Diskussion niemals das große Ganze aus dem Auge verlieren.

Es handelt sich bei einem möglichen Burkaverbot, bzw. korrekter Weise, ein mögliches Verbot einer Vollverschleierung, nicht nur um die Wahrung der Rechte Derjenigen die eine Vollverschleierung tragen, sondern es müssen auch die Rechte aller Anderen gewahrt bleiben.

Eine Vollverschleierung ist Ausdruck einer extremen Form des Islam. Extreme Formen von Religionsausübungen gehören nicht nach Deutschland.

Es ist auch eine Frage des Respekts, den man einer jeweiligen Gesellschaft entgegenbringt.

Für jeden Tourist ist es eine Selbstverständlichkeit, sich an Gegebenheiten eines jeweiligen Landes anzupassen. Diesen Respekt erwarte ich auch von Menschen, die in Deutschland leben möchten oder auf einen besuch in Deutschland unterwegs sind.

Für Menschen die in Deutschland leben möchten, bedeutet Vollverschleierung eine Ausgrenzung der Gesellschaft. Integration ist mit einer Vollverscheierung nicht möglich.

Gruß, RayAnderson

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der übermäßigen Huldigung einer so praktizierten antiquierten und verquasten Religion ist Einhalt zu gebieten. Solche Leute sind auch sonst repressiv und stockpatriarchalisch. Die Frauen dürfen nicht arbeiten, die Mädchen werden an höherer Bildung gehindert, sie müssen abends bei Zeiten zu Hause sein, dürfen keinen Sex haben, dürfen nicht ma Schwimmunterricht teilnehmen, müssen sich altmodisch keiden usw.

Wer in der Burka rummarschiert entzieht sich der Offenheit unserer Gesellschaft, führt sie quasi ad absurdem, dadurch dass diese Frauen so einen entsprechenden Kontrapunkt setzen.

Dann isses ein Unding für Behördenmitarbeiter/ innen und Verkaufspersonal unsichtbare Frauen zu bedienen, da ja ein archaisches Versteckspiel reaktionärster Art betrieben wird. Von den kriminellen Möglichkeiten mal ganz zu schweigen.

Wir haben eine Aufklärung gehabt, die uns maßgeblich voranbrachte, uns aus den Fesseln des Feudalismus befreite. Sollen wir durch überzüchtete Toleranz, die stets in bloße ungerichtete Beliebigkeit einmündet, all das wieder einschränken, gar partiell in den Orkus kippen? Eine Gesellschaft ohne Werte, ohne Gesinnung, ohne Charakter, mit einem Wort eine des Neoliberalismus und des hypertrophierten Individualismus, eine ohne Konturen, die ist so, die geht so vor.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich persönlich frage mich eher, wo denn der Nutzen eines Verbots liegen soll.

Sicherheitsgründe? Ich hab noch nie gehört, dass eine Frau in der Burka einen Sprengstoffgürtel gezündet hat. Meist waren es eher Männer in Hosen, aber man wird deswegen ja nicht Hosen verbieten wollen.

Die Freiheit der Frauen schützen? Ist ja ehrenwert, wenn man sich für die Freiheit der Frauen einsetzt. Aber erreicht man denn Freiheit, indem man Verbote verordnet? Eher das Gegenteil.

Das Symbol einer extremistischen Religon verbieten? Mag sein, dass einem manche Ausprägungen des Islam nicht gefallen, zumindest das, was einige daraus machen. Aber die Frauen, die friedlich in ihrer Burka herumlaufen, finde ich nicht bedrohlich.

Verbieten, weil es den Frieden in unserem Land stört? Der Friede wird nicht durch die Frauen gestört, sondern durch diejenigen, die sich über die Burka aufregen. Vielleicht gibt es auch Leute, die sich über lila gefärbte Haare aufregen. Aber muss man sie deswegen verbieten?

Im Übrigen finde ich die Diskussion vollkommen überzogen. Nur ein ganz geringer Anteil der muslimischen Frauen trägt eine Burka, und ich versteh nicht, warum darüber so intensiv dskutiert wird.

Meines Erachtens liegt Vieles in der Art der Betrachtung. Wenn an der Wand eine Spinne krabbelt, mag es auch Menschen geben, die sich erheblich bedroht dadurch fühlen. Dieses Gefühl ist aber rein individuell und nicht objektiv zu begründen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CBIBP
20.09.2016, 15:44

Wow vielen vielen Dank

1

Es gibt keine Argumente für ein Burkaverbot auf der Basis unserer Verfassung. Ein generelles Burkaverbot verstieße gegen rund ein halbes Dutzend Grundrechte und das ein oder andere Einzelgesetz.

Ein Burkaverbot wäre der erste Schritt in Richtung einer totalitäre Gesellschaft, in der der Staat nicht mehr dazu da wäre, individuelle Grundrechte zu schützen, sondern eine bestimmte Vorstellung von "richtigem" Gesinnungsverhalten zu erzwingen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CBIBP
20.09.2016, 15:41

Dankeschön

0

Die (Voll-) Verschleierung (bei Frauen in Deutschland) passt nicht ins 21. Jahrhundert.
Der Minirock signalisiert zum Beispiel für sexistisch angehauchte Menschen eine Machtdominanz. Tatsächlich ist es ein Ausdruck, der die Schönheit der Trägerin in den Vordergrund stellt – und die Freiheit zu sagen, ich kann das von mir zeigen, was ich entscheide zu zeigen.
Ob nun Burka, Jador bzw. Verhüllung in jeglicher Form, es präsentiert für mich genau das Gegenteil dessen, was ich mir unter der freiheitlichen und modernen Denkweise vorstelle. Die Verhüllung steht letzten Endes nicht für Freiheit, sondern für das Gegenteil dessen. (…)
Darauf dürfen wir stolz sein, wie auch auf unsere Freiheit und die Toleranz in unserem Land. Wenn somit eine Ideologie der Unterwerfung spezifisch von Frauen und Mädchen durch Präsenz einer nicht nachvollziehbaren Überlegenheit den Männern aus diesem Kulturkreis auf bizarre Art und Weise Macht und Würde verleiht, ist das nicht zu akzeptieren. Wenn diese ihnen erlaubt, ihre Machtphantasien auch noch auf Kosten von Frauen und Mädchen auszuleben, so ist das absolut verwerflich und gehört nicht ins 21. Jahrhundert.
Selbst das Kopftuch steht für mich stellvertretend für ein fatales und unpassendes Statement. Mich stört vor allem, dass es Frauen diskriminiert, die KEINES tragen. Denn die Aussagen sind klar: Wer eines trägt, ist (im Gegensatz zu den restlichen Frauen) ehrbar und darf nicht belästigt werden.
Wir sollten uns fragen, ob Frauen, die ein Tuch tragen, nicht dazu beitragen, dass die >>modernen<< Frauen sogar als Freiwild betrachtet werden dürfen. Für mich spiegelt das Verhüllen ein ganz bewusstes Zeichen der Abgrenzung und das Signal, dass man die falschen politischen und national_konservativen Werte hierher importiert und in dieser ganz eigenen Parallelwelt leben möchte.
Die Frage sollte somit erlaubt sein: Wofür steht also für diese Menschen das Wort Integration? Für einen doppelten Boden, auf den man sich finanziell oder räumlich retten kann, wenn man dieses gerade einmal für sich als notwendig erachtet? Oder sollte diese eher auch eine gewisse Verbundenheit mit diesem Land und der Menschen widerspiegeln? Das Verhüllen von Tatsachen in Deutschland ist einer nicht transparenten Political Correctness geschuldet. Aber dieses hilft uns in der aktuellen Lage beim besten Willen nicht weiter. (…) Was nun das Seelenheil angeht, solange sich die Ordensschwestern so aufopfernd darum bemühen, dürfen sie sich auch im wirklich positiven Sinne abheben. Denn Ordenstracht sollte in unserer Gesellschaft wirklich die einzige sein, die signalisieren darf: >>Seht her, ich gehöre einem Mann.<<

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Pro:Religionsfreiheit Artikel 4GG, drücken ihre zugehörigkeit aus

Contra:Verhüllung ist in Deutschland generell verboten, gesuchte leute können sich einfacher verstecken, differenziert sie von deutschen, können befremdlich wirken

Hoffe das sollte reichen 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von CBIBP
20.09.2016, 15:37

Vielen Dank! Sehr hilfreich

0
Kommentar von atzef
20.09.2016, 15:45

Nenn mal die Gesetzesvorschrift, die "Verhüllung" generell verbietet...

Die gibt es gar nicht.

Mit Perrücke, falschen Bärten und Augenbrauen und etwas Schminke kann sich jeder Gesuchte weit unauffälliger tarnen.

Tragen alle Ausländer Burka?

Trage keine deutschen Konvertitinnen Burka?

Kurze bayrische Lederhosen wirken auf mich auch befremdlich.

1

mir fallen da leider nur cons ein. da wäre zb meinungs-/ religionsfreiheit die unterdrückt wird. wenn jemand mit terrorismus kommt dann tut mir leid, wenn sich jemand in die luft sprengen will dann braucht man dafür keine burka. das sollte eigentlich schon reichen. lass doch jeden sein ding machen. schon blödsinnig genug, dass man über sowas überhaupt diskutieren muss.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Jack98765
20.09.2016, 15:34

Die Burka hat NICHTS mit der Religionsfreiheit zu tun!

2
Kommentar von CBIBP
20.09.2016, 15:37

Tja das Thema durften wir uns nicht Aussuchen.. Vielen Dank für die Antwort ist sehr hilfreich

0
Kommentar von muelli21
20.09.2016, 15:46

ein pro argument fällt mir jedoch auch noch ein. und zwar thema vermummungsgesetz. wir leben ja leider niemals in einer zeit, in der es keine straftaten gibt (überfälle etc). um solche personen dann identifizieren zu können wurde es verboten, sich zu vermummen. allerdings: wenn jemand eine straftat begehen will dann würde ihn eh keiner dran hindern sich zu vermummen. also ist es auch quasi wieder egal ob jmd eine burka trägt. wenn jmd eine straftat plant und sich vermummen will, dann macht er das einfach. es bleibt immerhin nur ein gesetz und in der realität stellt es nicht wirklich ein hindernis dar und ist stellt auch im eigentlichen sinne keinen großen bezug zur burka dar

0

Schau dir mal das Video hier an :

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

An Ganzkörper bedeckende Kleidung und Kopftuch stört sich kaum jemand. 
Die Burka aber, ist ein unansehnlicher Sack mit Gesichtsverhüllung.   

Das eigentliche Problem ist die Gesichtsbedeckung, sie sperrt menschliche Züge und sämtliche Sinnesorgane weg, behindert alltägliche Tätigkeiten und jegliche Kommunikation. 

Kein normaler Mensch macht das freiwillig. Entweder wird den Frauen von klein auf eine Gehirnwäsche verpasst, sie werden dazu genötigt, sind verblendet, oder haben nicht alle Tassen im Schrank.

Ich bin für ein Verbot, zum Schütz der benachteiligten Frauen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Als Hinweis:
Das was man "häufig" sieht sind meistens keine Burka" !

Also dagegen
- passt nicht zu unserer Kultur
- Es ist störend mit Menschen zu reden ohne ihr Gesicht zu sehen
-oft zwang > Frauenrechte.......

Dafür (eigentlich wenig)

-Religionsfreiheit
(-andere Kulturen )

Mehr fällt mir gerade nicht ein :D
Noch fragen?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt genug Menschen, welche den gewalttätigen Islam ablehnen. Burka bzw. Kopftuch ist ein  Bekenntnis zu diesen Islam, viele "Ungläubige" wollen mit dem Islam nicht zu tun haben und lehnen  Kopftuch- und Burka Trägerinnen ab

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?