Argumente für und gegen Burka verbot?

13 Antworten

Hallo,

ich kenne keine Argumente pro Burka. Es ist eine Diskriminierung des weiblichen Geschlechts und verstößt unter anderem bereits damit unseren freiheitlichen Grundsätzen.

Das ein Burkaverbot gegen Grundrechte verstoßen würde ist Unsinn.

Die Grundrechte eines Einzelnen hören dort auf, wo es die Rechte Anderer beschneidet.

Man darf bei einer solchen Diskussion niemals das große Ganze aus dem Auge verlieren.

Es handelt sich bei einem möglichen Burkaverbot, bzw. korrekter Weise, ein mögliches Verbot einer Vollverschleierung, nicht nur um die Wahrung der Rechte Derjenigen die eine Vollverschleierung tragen, sondern es müssen auch die Rechte aller Anderen gewahrt bleiben.

Eine Vollverschleierung ist Ausdruck einer extremen Form des Islam. Extreme Formen von Religionsausübungen gehören nicht nach Deutschland.

Es ist auch eine Frage des Respekts, den man einer jeweiligen Gesellschaft entgegenbringt.

Für jeden Tourist ist es eine Selbstverständlichkeit, sich an Gegebenheiten eines jeweiligen Landes anzupassen. Diesen Respekt erwarte ich auch von Menschen, die in Deutschland leben möchten oder auf einen besuch in Deutschland unterwegs sind.

Für Menschen die in Deutschland leben möchten, bedeutet Vollverschleierung eine Ausgrenzung der Gesellschaft. Integration ist mit einer Vollverscheierung nicht möglich.

Gruß, RayAnderson

Ich persönlich frage mich eher, wo denn der Nutzen eines Verbots liegen soll.

Sicherheitsgründe? Ich hab noch nie gehört, dass eine Frau in der Burka einen Sprengstoffgürtel gezündet hat. Meist waren es eher Männer in Hosen, aber man wird deswegen ja nicht Hosen verbieten wollen.

Die Freiheit der Frauen schützen? Ist ja ehrenwert, wenn man sich für die Freiheit der Frauen einsetzt. Aber erreicht man denn Freiheit, indem man Verbote verordnet? Eher das Gegenteil.

Das Symbol einer extremistischen Religon verbieten? Mag sein, dass einem manche Ausprägungen des Islam nicht gefallen, zumindest das, was einige daraus machen. Aber die Frauen, die friedlich in ihrer Burka herumlaufen, finde ich nicht bedrohlich.

Verbieten, weil es den Frieden in unserem Land stört? Der Friede wird nicht durch die Frauen gestört, sondern durch diejenigen, die sich über die Burka aufregen. Vielleicht gibt es auch Leute, die sich über lila gefärbte Haare aufregen. Aber muss man sie deswegen verbieten?

Im Übrigen finde ich die Diskussion vollkommen überzogen. Nur ein ganz geringer Anteil der muslimischen Frauen trägt eine Burka, und ich versteh nicht, warum darüber so intensiv dskutiert wird.

Meines Erachtens liegt Vieles in der Art der Betrachtung. Wenn an der Wand eine Spinne krabbelt, mag es auch Menschen geben, die sich erheblich bedroht dadurch fühlen. Dieses Gefühl ist aber rein individuell und nicht objektiv zu begründen.

Wow vielen vielen Dank

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Die (Voll-) Verschleierung (bei Frauen in Deutschland) passt nicht ins 21. Jahrhundert.
Der Minirock signalisiert zum Beispiel für sexistisch angehauchte Menschen eine Machtdominanz. Tatsächlich ist es ein Ausdruck, der die Schönheit der Trägerin in den Vordergrund stellt – und die Freiheit zu sagen, ich kann das von mir zeigen, was ich entscheide zu zeigen.
Ob nun Burka, Jador bzw. Verhüllung in jeglicher Form, es präsentiert für mich genau das Gegenteil dessen, was ich mir unter der freiheitlichen und modernen Denkweise vorstelle. Die Verhüllung steht letzten Endes nicht für Freiheit, sondern für das Gegenteil dessen. (…)
Darauf dürfen wir stolz sein, wie auch auf unsere Freiheit und die Toleranz in unserem Land. Wenn somit eine Ideologie der Unterwerfung spezifisch von Frauen und Mädchen durch Präsenz einer nicht nachvollziehbaren Überlegenheit den Männern aus diesem Kulturkreis auf bizarre Art und Weise Macht und Würde verleiht, ist das nicht zu akzeptieren. Wenn diese ihnen erlaubt, ihre Machtphantasien auch noch auf Kosten von Frauen und Mädchen auszuleben, so ist das absolut verwerflich und gehört nicht ins 21. Jahrhundert.
Selbst das Kopftuch steht für mich stellvertretend für ein fatales und unpassendes Statement. Mich stört vor allem, dass es Frauen diskriminiert, die KEINES tragen. Denn die Aussagen sind klar: Wer eines trägt, ist (im Gegensatz zu den restlichen Frauen) ehrbar und darf nicht belästigt werden.
Wir sollten uns fragen, ob Frauen, die ein Tuch tragen, nicht dazu beitragen, dass die >>modernen<< Frauen sogar als Freiwild betrachtet werden dürfen. Für mich spiegelt das Verhüllen ein ganz bewusstes Zeichen der Abgrenzung und das Signal, dass man die falschen politischen und national_konservativen Werte hierher importiert und in dieser ganz eigenen Parallelwelt leben möchte.
Die Frage sollte somit erlaubt sein: Wofür steht also für diese Menschen das Wort Integration? Für einen doppelten Boden, auf den man sich finanziell oder räumlich retten kann, wenn man dieses gerade einmal für sich als notwendig erachtet? Oder sollte diese eher auch eine gewisse Verbundenheit mit diesem Land und der Menschen widerspiegeln? Das Verhüllen von Tatsachen in Deutschland ist einer nicht transparenten Political Correctness geschuldet. Aber dieses hilft uns in der aktuellen Lage beim besten Willen nicht weiter. (…) Was nun das Seelenheil angeht, solange sich die Ordensschwestern so aufopfernd darum bemühen, dürfen sie sich auch im wirklich positiven Sinne abheben. Denn Ordenstracht sollte in unserer Gesellschaft wirklich die einzige sein, die signalisieren darf: >>Seht her, ich gehöre einem Mann.<<

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