Angenommen, man würde ein Loch durch die Erde bohren und einen Ball hineinwerfen: Was passiert? BITTE LESEN!

Das Ergebnis basiert auf 7 Abstimmungen

Der Ball bleibt in der Erdmitte hängen / stehen 86%
Er fliegt durch den Tunnel, kommt auf der anderen Seite wieder raus 14%

12 Antworten

Der Ball bleibt in der Erdmitte hängen / stehen

Da die Reibung nicht vernachlässigt wird, würde der Ball irgendwo um die Mitte stehen bleiben, da er ständig Energie verlieren würde. Sei es nun durch den Luftwiderstand oder die Reibung am Tunnelrand durch den Coriolis-Effekt (Drehung der Erde), so ist die Summe aus potentieller und kinetischer Energie zu jedem Zeitpunkt geringer als zu einem vorigen Zeitpunkt (die untere Grenze bildet dabei der Beobachtungsbeginn) 

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium der Elektrotechnik (Energie, Automatisierung)
Er fliegt durch den Tunnel, kommt auf der anderen Seite wieder raus

Den Luftwiderstand klammere ich hier einmal aus. Dann ist Deine Überlegung prinzipiell richtig.

Bei einem Tunnel durch die Erdachse, also ohne Einfluss der Erdrotation auf die Bewegung, pendelt der Körper ewig zwischen beiden Tunnelenden hin und her. Wie bei einem Uhrpendel kehrt sich im Mittelpunkt bei maximaler Geschwindigkeit die Beschleunigungsrichtung um. →Pendel.

Bei einer Bohrung, die die Erdachse schneidet, kommt die →Corioliskraft zur Wirkung. Die  wirkt bei der radialen Bewegungskomponente in der nördlichen Erdhalbkugel nach rechts und in der südlichen Erdhalbkugel nach links (immer von der Drehachse weg). Die Corioliskraft führt ständig zu einer Gleit- und/oder Rollreibung an der Rohrwand, wodurch die Pendelbewegung gedämpft wird bis zum endlichen Stillstand im Erdmittelpunkt.


Das ist die bisher einzig physikalisch richtige Antwort hier, das haben wir auch in meinem Studium in ähnlicher Form mal als Aufgabe durchgenommen. Echt traurig, wieviele immer mitreden müssen, obwohl sie keine Ahnung haben. -.-

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Der Ball bleibt in der Erdmitte hängen / stehen

Ganz klar, der Ball würde sich auspendeln und stehen bleiben. Er würde zwar beim ersten mal Fallen lassen weit über das Ziel hinaus gehen, danach aber wieder in den Fall zustand zurückkehren.. usw, irgendwann ist er relativ stabil um den gravitativen Mittelpunkt.

Darüber gab es schon etliche Diskussionen und Berechnungen, das Ergebnis ist stets das selbe.

Der Ball bleibt in der Erdmitte hängen / stehen

Wenn Luft im Spiel ist, dann bleibt er etwas nach der Mitte hängen. Im Vakuum und ohne sonstige Reibung würde er bis zum Mittelpunkt so schnell beschleunigen, dass er mit gleichem Abstand zum Mittelpunkt auf der anderen Seite wieder rauskommt, wie man ihn reingeworfen hat, um dann in einer ewigen harmonischen Schwinging von einer Seite zur anderen zu schwingen.

Der Ball wird die Röhre schnell berühren, da sich die Erde dreht und der Ball mit der Erde. Wenn er fällt, ist er näher am Radius, dort dreht sich die Erde langsamer, der Ball hat aber noch die Geschwindigkeit der Erdoberfläche. Der Ball wird den westlichen Teil der Röhre entlangschramen. Außerdem wird er zuerst beschleunigt, irgendwann aber abgebremst, da über im immer mehr Masse der Erde ist. Er wird etwas über den Mittelpunkt der Erde fliegen, dann ist hinter ihm mehr Masse und er fliegt zurück, bis er im Mittelpunkt der Erde fest hängt. Alles natürlich nur wen er durch Reibung an Luft und Röhre Energie verliert.

Näher am Radius. Was rede ich. Der Radius zum Erdmittelpunkt ist natürlich kleiner.

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