An welchen Staat Steuern zahlen?

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11 Antworten

Solange du Deutscher Staatsbürger bist und noch einen Wohnsitz hier hast, bist du auch in Deutschland steuerpflichtig, auch wenn der gewöhnliche Aufenthalt und Hauptwohnsitz im Ausland war. 

Das mit dem Wohnsitz wird sehr streng gesehen, ein Zimmer bei den Eltern ist einem gewissen Boris Becker mal zum Verhängnis geworden, als er in Monaco gelebt hat .... man muss also wirklich auf Dauer weg sein. 

Gibt man die Staatsbürgerschaft ab, dann ist man in Deutschland nur voll Steuerpflichtig, wenn man hier mehr als die Hälfte des Jahres 183 Tage verbringt. 

Voll Steuerpflichtig heisst, man muss in dem Land wo man wohnt, sein gesamtes Welteinkommen versteuern. Im Land in dem man Einkommen erzielt, ist man beschränkt steuerpflichtig, d.h. man versteuert nur das was man dort verdient hat.

Damit es nicht zur doppelten Besteuerung kommt, haben die meisten Staaten untereinander Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen .. Ist aber kompliziert und nicht für alle Einkünfte gleich: habe ich z.B. Kapitalanlagen im Ausland, und dort auch Kapitalertragsteuer bezahlt, kann ich die von der in Deutschland errechneten Steuerschuld abziehen, ggfs sogar erstattet bekommen. Habe ich aber Erwerbseinkünfte im Ausland bezogen, und war dort beschränkt steuerpflichtig, musste also dort auch eine Erklärung abgeben und Steuern zahlen, dann unterliegen diese Einkünfte hier dem Progressionsvorbehalt .. d.h. man muss sie Angeben, zahlt aber keine deutsche Steuer auf z.B. das Arbeitseinkommen dass man in der Schweiz oder der Türkei erzielt hat. Progressionsvorbehalt heisst, dass ich dann aber die Einkünfte die ich hier erziele (Mieten, Arbeit hier) mit dem Steuersatz versteuern muss, der dem Gesamt (Welteinkommen) entspricht. Also nicht: hier 2 Monate arbeiten, und dank Freibetrag Null Steuern zahlen, und 10 Monate im Ausland.




Nunja, mein Plan wäre es in der Schweiz zu arbeiten und auch gemeldet zu sein (also dort zu wohnen). Einen deutschen Wohnsitz hätte ich dann nicht mehr.

Ledeiglich die deutsche Staatsbürgerschaft, da man die Schweizer u.a. erst nch 12 Jahren aufenthalt bekommt.

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Aber ein herzliches Dankeschön für die lange und ausführliche, informative Antwort :-)

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Die Antwort ist einfach nur falsch, sorry

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Machs besser

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@GiCiZ2000

Hab ich.
Aber das du ausgerechnet die falscheste Antwort als die hilfreichste  auszeichnest, sagt alle.

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Die Staatsbürgerschaft spielt überhaupt keine Rolle.
Unbeschränkt steuerpflichtig ist man in der Regel da, wo man seinen Wohnsitz hat.
Man kann aber auch in einem Jahr in zwei Staaten unbeschränkt steuerpflichtig sein, wenn man während des Jahres seinen Wohnsitz verlegt.
Und es gibt Doppelbesteuerungsabkommen, wo geregelt, wenn zwei Staaten gleichzeitig das Besteuerungsrecht haben.

Naja deine Antwort ist nicht besser als die, die du kritisiert hast

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@GiCiZ2000

dann  ist ja gut, wenn du das beurteilen kannst. dann hat sich dein Problem ja erledigt.

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Staatsbürgerschaft spielt keine Rolle. Eine Rolle spielt das Wohnsitzprinzip und das Quellsteuerprinzip. Wenn hier Unterschiede auftreten, dann muss man das genauer anschauen.

Wohnst du in Deutschland und arbeitest in der Schweiz, dann bist du sowohl in der Schweiz mit einer Quellsteuer und in Deutschland mit einer Einkommenssteuer steuerpflichtig. Hier kommt dann das DBA zum Zuge. Im Deutsch/Schweizerischen DBA wird dir der schweizerische AG eine Quellsteuer vom Gehalt abziehen und dem Fiskus überweisen. In Deutschland kannst du in der EST-Erklärung diese Quellsteuer geltend machen und mit deiner deutschen Steuerschuld verrechnen.

In  Deutschland unterliegt jede

- natürliche Person(jeder lebende Mensch von Geburt bis zum Tod)

- mit Wohnsitz/gewöhnlicher Aufenthalt im Inland(Dt. Staatsgebiet)

- somit unbeschränkt Eikommensteuerpflichtig

Wenn du ja in Russland ider Türkei arbeitest, dann hast du im Normallfall auch dort einen Wohnsitz. Somit musst du dein Einkommen in diesen Länder versteuern.

Staatsbürgerschaft ohne Bedeutung.

Bsp: Viele Türken, die hier in D. keben und arbeiten, müssen ja auch hier in D. ihr Einkommen versteuern.

Du zahlst in der Regeln dort die Steuern, wo sie anfallen und du deinen Lebensmittelpunkt hast. Die Staatsbürgerschaft ist hier völlig ohne Belang.

Deutschland besitzt das Welteinkommensprinzip, das hat aber nicht Jedermann verstanden. Fragen dazu doch besser direkt an einen StB.

Hier hat man so Begriffe wie unbeschränkte und beschränkte Steuerpflicht und auch diverse DBA's zu beachten.

Angenommen, du arbeitest und wohnst in der Schweiz, dann zahlst du dort auch die Steuern. Hast du zusätzlich Einkünfte aus Deutschland, z.B. Kapitaleinkünfte, Renten etc., so sind diese an der Quelle in Deutschland zu versteuern, es sei das DBA sagt etwas anderes.

Ganz klar: Wenn du in der Schweiz arbeitest und dort auch wohnst (also deinen Wohnsitz bzw. Aufenthalt hast), dann bist du nur dort steuerpflichtig.

Du zahlst Steuern dort wo du Geld verdienst generell. Feinheiten und etwaige Doppelbesteuerungsansprüche regeln zwischenstaatliche Doppelbesteuerungsabkommen. Also bei jedem Länderpaar einzeln ansehen.

Die Steuerpflicht begründet sich praktisch immer im gewöhnlichen Aufenthalt und nicht in der Staatsangehörigkeit oder wo man sein Geld verdient. 

Es gibt Ausnahmen, aber in der Regel gilt, dass Du da steuerpflichtig bist wo Du Dich mehr als 183 Tage im Jahr aufhältst.

Vielen Dank, für die auführliche und schnelle Antwort 😊

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Die Antwort ist leider so nichtz richtig.

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Ganz einfach: Du zahlst da Steuern, wo Du wohnst und Dein Geld verdienst, die Staatsbürgerschaft spielt dabei keine Rolle.

An den Staat in dem man arbeitet und das Geld verdient . 

Danke für die sehr schnelle Antwort :-)

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Für gewöhnlich ist man dort steuerpflichtig, wo das Geld erwirtschaftet wird.

Danke für die schnelle Amtwort ^-^

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Das stimmt nicht. Der gewöhnliche Aufenthalt zählt. Daher verlegen viele Superreiche ihren Hauptwohnsitz nach Monaco beispielsweise oder ziehen in die Schweiz, auch wenn sie ihre Firmen und damit Ihr Einkommen aus Deutschland haben. 

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@WasNetteres

Es  geht auch andersrum, dass man in Deutschland wohnt, das Land nie verlässt, ein Unternehmen an einem Standort mit keinen/kaum Steuern gründet und die Firma über das Internet betreibt. Steuern an den deutschen Staat würden in diesem Fall nur für die nach Deutschland transferierten Gelder erhoben...

Mit "für gewöhnlich" meinte ich den Arbeitnehmer der als Angestellter für einen längeren Zeitraum im Ausland arbeitet. Das ist sicher der häufigste Fall, und ich denke so hatte der Fragesteller es auch gemeint.

Aber du hast Recht, es gibt einfach eine vielzahl an Faktoren die beachtet werden müssen und daher ist es auch schwer/unmöglich eine allgemeingültige Antwort zu geben, ohne dass man alle Vorraussetzungen kennt.

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@rukkk

Dein erster Absatz stimmt so pauschal nicht. Gerade in Deutschland gilt das Welteinkommensprinzip. Da spielen die "nach Deutschland transferierten Gelder" eine sehr geringe Rolle.

Das dieser Grundsatz u.a. durch diverse DBA durchbrochen wird, ist eine ganz anderes Sache.

Auch ihren zweiten Absatz würde ich nicht so pauschal zustimmen. Weil gerade die Arbeitnehmer die für einen längeren Zeitraum im Ausland arbeiten oft ja Grenzgänger sind.

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