An die früheren Wehrpflichtigen.Habt ihr Verständnis dafür das die heutigen jungen Leute so große Probleme haben Wehrdienst zu leisten und uns verteidigen?
3 Antworten
Das kann ich durchaus verstehen. Ich hab das in den achtziger Jahren gar nicht infrage gestellt. Damals standen sich mitten in Deutschland zwei feindliche Blöcke gegenüber und haben sich gegenseitig die geladenen Knarren an die Köpfe gehalten. Alles was nach 1990 geboren wurde, ist in ganz anderen Zeiten groß geworden. Man hat ihnen erzählt, wir sind von Freunden umgeben und Krieg ist etwas, dass man allenfalls noch in Afghanistan mit Berufssoldaten führt.
Zu meiner Zeit war es normal, dass man Leute in der Familie hatte, die in der Bundeswehr Wehrdienst geleistet haben. Egal in welcher sozialen Schicht. Der Dienst in der Bundeswehr war für viele Menschen Realität. Heute ist das für die jungen Menschen etwas sehr abstraktes und die Meisten, dürften gar keinen in ihrem Umfeld kennen, der in den letzten Jahren in der Bundeswehr gedient hat und es hat ihnen auch nie jemand die Notwendigkeit klar gemacht, sich hier einzubringen.
Da wird aus einer Sache, die für meine Generation noch völlig normal war, etwas das man sich gar nicht vorstellen kann.
Das war wieder ein Mangel der Erziehung das die jungen Leute heute haben
Ja und Nein.
Zur Verteidigung gehören aber nicht nur die Jugendlichen. Das sollte mal deutlich gemacht werden, dass sie - fast - alle Altersgruppen betreffen würde/könnte.
Ergänzung:
Wie man am Krieg in der Ukraine sehen kann.
Putin interessiert nicht ob Du kämpfen willst oder nicht. Er greift auch die Zivilbevölkerung an und nimmt auf das Leben derer keine Rücksicht.
Ja.
Hier zu leben und die Annehmlichkeiten zu genießen, dann aber nicht bereit sein, diese auch nötigenfalls zu verteidigen, passt nicht zusammen.