Aktuelle Liste mit Speichermedien

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Definiere aktuell!

Ich muß mich immer noch mit Disketten herumschlagen weil einige Systeme die ich heute noch verwende noch von vor 1995 sind.

Am weitesten verbreitet waren zuerst Lockkarten und Lochstreifen, dann Magnetbänder die nach verschiedenen Evolutionsstufen auch heute noch zur Datensicherung benutzt werden ("Streamer"), dann kamen Disketten und Festplatten die zuerst identisch waren, Festplatten waren für den Computer genau wie Disketten, nur hatten die dann mehr als nur 2 Seiten, also einen Stapel aus Scheiben (ganz früher aus Edelstahl).

Der Kernspeicher war früher ebenfalls ein Mini-Massenspeicher. Weder "Festplatte" noch "RAM", der hatte eine zwischenstellung. Er war viel langsammer als die Speicherregister also sozusagen "RAM" aber immer noch wesentlich schneller als die Lochstreifen oder Magnettrommeln. Auch speicherte der ohne Strom, Daten blieben auch im Ausgeschalteten Zustand erhalten. emerkenswert ist dass der ein destruktives serielles Leseverfahren benutzt. Tatsächlich ist der gar nicht lesbar. Man muß "raten". Dazu schreibt man Einsen nach und nach in die Speicherzellen die man eigentlich lesen will. War eine Null drin, entstand ein magnetischer Impuls der von einem Lesedraht aufgeschnappt wurde. Damit wusste der Computer dann dass da keine "1" drin war sondern eine "0", das Bit also zerstört wurde. Daraufhin musste man dann eine "0" schreiben um das ursprüngliche Bit wieder her zu stellen um es das nächste mal lesen zu können.

Dann wären da die "Solid State Speicher". Zuerst handgelötete Dioden. Fehlende Dioden waren eine "0", gelötete eine "1". Das war das ROM. Später wurden die Dioden mit Masken auf Chips gefertigt, die Maske enthält die Programmdaten. Man konnte auch Speicher kaufen die hatten überall eine Diode und man beschrieb die in dem man da wo eine Null war einen hohen Strom durchschickte, die Dioden also durchbrannte. Daher kommt der Begriff "Brennen" beim PROM. Das EPROM machte das elektrisch durch Ladungen aufbauen (und löschen, also Ladungen abfließen lassen durch UV Licht), hier sprach man aber immer noch vom brennen da man das mit den alten PROM brennern machen konnte. Das EEPROM lies sich dann elektrisch löschen und eine weiterentwicklung ist der FLASH Speicher. Auch hier spricht man vom brennen bzw. alternativ "FLASHen".

Bei der CD werden Daten beim Herstellungsprozess eingepreßt, ein Muster aus vertiefungen unterbricht den Laserstrahl beim abtasten. Beschreibbare CDs haben das nicht, hier wird eine Farbschicht verwendet dei von einem starken Laser gefärbt werden kann. Es werden keine Löcher oder so was rein gebrannt. Man spricht bei der CD-ROM von brennen weil man das beim (P)ROM auch tat. Nur hat es damals wirklich gestunken und da wurde was verbrannt, beid er CD nicht!

Dann gab es noch die "Tesa-ROM", die funktionierte ähnlich wie eine Multi Layer DVD. Jeder Layer Klebeband war eine eigene Speciherschicht. Fokussierte der Laser diese Schicht und war stark genug, überhitzte der die Lage im klebeband und ein bläschen entstand was wie eine Linse wirkte. Der schwache lesende Laser konnte dann diese Linsen erkennen und so konnte man auf hunderten oder tausenden Schichten klebeband eine Menge Daten speichern. Auf einer gewöhnlichen Rolle Tesafilm passen etwa 2GB Daten. Gedacht war das mand as prima bei tragbaren Geräten einsetzt weil mehr drauf passt als auf eine CD und das ganze viel kleiner ist. Der FLASH Speicher hat die Tesa-ROM dann zum aussterben bewegt bevor die auf den Markt kam. Die Technologie bzw. die Idee mehrerer Layer lebt durch die DVD weiter.

Es gab auch mal MO Laufwerke, also "Magneto optische". Erhitzt man ein magnetisches Material über seinen Currie-Punkt und lässt es wieder darunter abkühlen, nimmt es das Magnetfeld der Umgebung auf. Das machte man mit einem Laser. Der Punkt wo der Laser trifft speichert dann das Feld von der Schreibspule. Dabei wird zuerst mal eine Umdrehung mit Norden beschrieben und im zweiten Durchgang werden die STellen die Süden sein sollen geschrieben nachdem die Schreibspule umgepohlt wurde. Das erlaubte eine höhere Dichte als bei rein magnetischen Laufwerken - zumindest damals, die Grenze von MO haben die rein magnetischen Festplatten schon seit Jahren geknackt. Zum Vergleich, heute schafft man locker 2TB wo man mit MO auf der selben Fläche gerade mal 300GB geschafft hätte.

Das war es im wesentlichen, alle Formate basieren auf den beschriebenen techniken, sind also nur eine Variation.

Das ist sogar noch besser, als eine Tabelle.

Lieben Dank für den Einblick!

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@dreamer789

Für Speicherkarten einfach in die Anleitung von einem dieser "Tausend-in-eins" Kartenlesern gucken. Das kann man z.B. bei Conrad.de bei den Datenblättern machen. Da steht dann welche Formate der unterstützt, einfach nach dem Gerät suchen was die höchste Anzahl von Karten unterstützt und der kann dann alle gängigen Karten. Es gibt da ein paar Formate die ausgestorben sind wie der klobige Ur-Memorystick von Sony und ein paar andere Kuriositäten, aber die sind absolut nicht mehr Zeitgemäß.

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Bis auf BluRay fehlt doch nix an mobilen Speichermedien. Ja, veraltet ist sie, aber die kannst du innerhalb von 15 Minuten mit Google aktualisieren, das sollte jetzt kein Problem sein.

Wie genau soll denn die Liste sein?

Im Endeffekt kannst du die Liste nehmen, bloß dass die aufgeführten Medien abnehmen weil veraltet: BluRay löst DVD langsam ab, Stick und Festplatte gehen ineinander über, wachsen aber zusammen, weil Kapazität explodiert. Außerdem kommt die Variante "Online auf Server" dazu und wächst gewaltig.

Es sollten ältere Speichermedien ebenfalls aufgelistet sein, nach Möglichkeit.

Die Liste gefällt mir, nur total veraltet.

Habe ich vielleicht vergessen zu sagen, es sollen Mobile-Speichermedien sein.

Danke für die schnelle Antwort :D

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Siehst Du dort eine Tabelle die im entfernetesten dies auflistet? Ich nicht.

Sehr hilfreicher Beitrag.. *ironie

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@dreamer789

Du könntest Dir selber die Arbeit machen und das dann bei Wikipedia reinstellen. =)

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@dreamer789

Du hast auf jeden Fall eine Liste mit Speichermedien. Wenn du auf eins raufklickst, siehst du die zusätzlichen Infos dazu. Zusammenkopieren musst du aber selber.

Zu erwähnen wäre noch, welche Speichermedien aktuell stark genutzt werden. Das wären CDs, DVDs (single und double Layer), BluRays, Festplatten, Speicherkarten (vorallem SD und microSD-Karten), USB-Sticks (wobei die zu den Flash-Speichermedien und somit zu den Speicherkarten gehören). Alle anderen Speichermedien wie z.B. Disketten, Magnetbanddatenträger etc. verschwinden so langsam in der Versenkung.

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@dreamer789

Du hast eine recht unspezifische Frage gestellt, und ich habe Dir einen Link rausgesucht, unter dem Du quasi alle gängigen und historischen Speichermedien ausführlich beschrieben findest.

Sich den A*sch nachtragen lassen wollen und dann noch meckern.... Und das gleich bei der ersten Frage hier, Glückwunsch.

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http://de.wikipedia.org/wiki/Datenspeicher

stellt sich die frage welche art von speicherung du meinst ^^

Im Grunde alle mobilen Lösungen :D

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@dreamer789

auf elektronische datenspeicherung bezogen?

es gibt ja auch die möglichkeit daten "aufzuschreibn" auf papier oder einzumeisseln in stein ^^ und am anfang die ersten computer waren kaum mobil ..von daher wo willst du anfangen wo aufhören =D

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@rankeao51

elektronisch :D

Ja

Also gerne von einer Diskette an bis zu heutigen Blu-ray

laserdisc und ein paar exoten können gerne dabei sein.

Der größte teil sollte nur abgedeckt sein, nach kleineren dingen kann man ja bei google suchen.

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@dreamer789

die kann ich dir aufzählen: -Speicherkarte -Flash-Speicher -USB-Stick -Solid State Drive /hybrid festplatten

der rest wie normale festplatten, kasetten, cd etc. funktionieren mit andrer technik / magnetischer / optischer speicherung ^^

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@rankeao51

Wäre super interessant gewesen, jedoch ist es nicht herunterladbar.

Könntest Du es bitte erneut uploaden?

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