Abitur mündliche Prüfung anfechtbar?
Hallo zusammen,
Ich hatte vor Kurzem mein mündliches Abitur in Deutsch. Dieses war jedoch absolut miserabel. Da ich eigentlich sonstig in Deutsch einer der Besten bin, ist dies extremst unangenehm für mich. Jedoch lässt sich das Ganze erklären:
Mir wurden falsche Informationen übermittelt und ich wurde während der Prüfung mehrfach verbal behindert.
Die Lehrkraft, bei welcher ich Deutsch habe, hat mir auf meine Anfrage, die Themen für die Deutsch-Mündlich Prüfung gesendet. Diese waren, relativ klar, auf eine Gedichtsanalyse fokussiert. Bei einer meiner Klausuren traf ich bei einem Toiletten Gang diese Lehrkraft an, welche mir ebenfalls versicherte, dass sie bereits ein Gedicht hat welches ich in der Prüfung bearbeiten werde. Dementsprechend habe ich mich auf das Analysieren von Gedichten fokussiert. Auf Anfrage gab es ebenfalls ein Zoom Meeting, in welchem eine mündliche Prüfung simuliert wurde. In diesem Meeting, welches zwei Tage vor Prüfung stattfand, musste ich ebenfalls eine Gedichtsanalyse anfertigen und vortragen. In der Klausur kam jedoch, komplett unangekündigt, eine fiktionale Kurzgeschichte ran. Mit nur 10 Minuten Bearbeitungszeit war dies somit fast unmöglich. Das interessante ist jedoch, dass alle anderen Prüflinge ein Gedicht bekamen und dieses analysieren mussten.
Während der Prüfung selbst wurde ich mehrfach unterbrochen, meine Aussagen wurden oftmals nur von ihr als "bereits gesagt" betitelt (Manchmal muss man eben auf eine vorherige Aussage aufgreifen um daran mit einer neuen Antwort anzuknüpfen).
Ich würde mich über Meinungen und Tipps über ein mögliches Vorgehen freuen. Ich will der besagten Lehrkraft absolut nicht schaden, da die sonstig wirklich fair zu mir war.
Danke
3 Antworten
In der Regel sind Prüfungen auf dem Rechtsweg anfechtbar, wenn die Prüfungsbedingungen (Uhrzeit, Ablauf, Bewertung, allgemeine Situation an der Schule u. a. m.) nicht regelkonform waren. Bei der Beschwerdeführung müssen aber Beweise erbracht und nicht bloss Behauptungen aufgestellt werden. Und persönlche Unpässlichkeit reicht schon gar nicht.
Viel Glück!
Oh wow, unglaublich. Ein tatsächlich positiver und hilfreicher Kommentar!
Tatsächlich wurde ich 1 Minute vor angegebener Zeit aus der Vorbereitung geholt, was ich zeitlich angeben kann.
Für die Fehlinformationen habe ich einmal die Email in welcher sie gesendet wurden und einmal Zeugen, welche beim Toiletten Gang mithören konnten.
Ich bedanke mich für die Antwort! :)
Ich glaube, der Lehrer wollte dich mal mies auf die Schippe nehmen.
Man darf vorher nicht verraten, um welches Thema es handelt, dementsprechend hast du selbst Pech, dass du so doll auf Lücke gelernt hast. Für die Abiprüfung sollte man ALLES können, erst recht, wenn man zu den besten Schüler gehört.
Und das Lehrer in die Prüfung eingreifen, falls nichts neues gesagt wird, ist auch natürlich. Bringt ja nichts wenn du 10 Minuten lang inhaltlich nur eine Aussage bringst.
Ich denke, dass ist das Karma dafür, dass du nur eine Sache gelernt hast. Wofür muss man den Lehrer auch fragen, was genau drankommt? Alles könnte drankommen und so musst du auch lernen. Pech.
Und nur eine schlechte Note kam dabei heraus? Passt irgendwie nicht.
Also je nach dem wo du wohnst, aber in NRW wird seit 2016 mindestens (da hab ich Abi gemacht) veröffentlicht, um welche Schwerpunkte es handelt.
Und du kannst jetzt auch schlecht Corona dafür verantwortlich machen. Wenn euch die Einteilung so wichtig gewesen wäre, hättet ihr den Lehrer irgendwie erreichen können. Und 2 Wochen vor dem Abitur wollt ihr zufällig sowas wissen, wie das Abitur läuft? Was wäre wohl gewesen, wenn kein Corona da war.. da hättet ihr bestimmt auch nicht nachgefragt.
Es muss grundsätzlich alles gelernt werden und wenn es nicht richtig spezifiziert wurde, lerne ich erst recht alles.
Du hast auf die Karte der Gedichtsanalyse gesetzt und verloren, so ist das wenn man auf Lücke lernt.
Man darf vorher nicht verraten, um welches Thema es handelt,
Weißt Du das mit Sicherheit? Dann hat sich die Frage der FS ja erledigt!
Man darf Schwerpunkte setzen und Themen eingrenzen. Es wäre aber unlogisch wenn gesagt wird, "Gedichtsanalyse" als einziges Thema. Ist doch klar, dass dann jeder eine gute Note schafft, wird einem dann ja fast schon geschenkt.
Also, verzockt, oder wie soll das Gericht das bewerten sollen?
Wenn allle anderen ..... und es ja auch nur fast .....
Hast du tatsächlich den kompletten Post gelesen oder was ist das für eine nutzlose Aussage? "Verzockt". Verzockt wäre es, wenn man nichts gemacht hätte mit dem Hintergedanken "Das kann ich eh". Ich habe mich an feste Angaben gehalten.
Und nein, das würde nicht vor Gericht gehen. Das wäre in primärer Hinsicht ein Anlegen der Schule selbst und in Sekundärer ein Anlegen des Schulsenats. "Berufserfahrung".
Unsere Schulen wurden zwei Wochen vor tatsächlichem Schluss geschlossen. Wir hatten während unserer Schulzeit nicht ein einziges Mal irgendwelche genauen Angaben oder Erklärungen zum Abitur. Auch alle Termine wurden zufällig von Schülern und nicht offiziell von der Schule vermittelt. Die Angaben, welche Q Phasen wir genau behandeln werden, kamen am 15.05. Dementsprechend hatte keiner wirklich Ahnung davon, was genau gelernt werden musste.