Ab wann ist man religiös?

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15 Antworten

Das ist meiner Meinung nach sehr subjektiv.

Religiöses Empfinden

Meiner Meinung nach gibt es religiöses empfinden - etwa wenn man die Natur bewusst erfährt und von ihr sehr ergriffen ist, weil man emotional spürt, dass man Teil von etwas größerem ist, dann ist dies religiöses empfinden

Dieses Gefühl von Ehrfurcht und Verbundenheit ist vielleicht auf die Erfahrungen unserer Vorfahren zurückzuführen, die sich zB Blitz und Donner nicht erklären konnten und an göttliche Kräfte glaubten.

Religiöser Geist

Ich denke, dass eine Geisteshaltung die von humanistischen Vorstellungen geprägt ist, ebenfalls religiös sein kann. Vorstellungen, alle Menschen seien gleichberechtigte "Brüder und Schwestern" sind ein Beispiel dafür,

Nach meinem Verständnis haben alle großen Religionen diesen gemeinsamen religiösen Geist, der jedoch durch konservative Auslegung und bestimmte Gebräuche häufig verdeckt wird.

Religiöse Praxis

Ein Mensch, der religiöse Praktiken wie das Gebet als wertvoll ansieht, für sich daraus Kraft oder Einsichten schöpft, übt nicht nur irgendein bedeutungsloses Ritual, sondern eine lebendige religiöse Praxis.

Glaubensgemeinschaft

All das sind Kriterien, anhand derer man einen Menschen als "religiös" bezeichnen könnte. Die Mitgliedschaft in einer bestimmten Gemeinschaft bedeutet  dagegen nicht automatisch, dass ein Mensch religiös ist.

Ein Mensch der bereits als Kind als Teil einer Glaubensgemeinschaft nach deren Regeln erzogen wird, bekommt einen "Stempel" aufgedrückt, denn er aus freiem Willen gar nicht wählen würde.

Für ihn ist es normal, oder alltäglich irgendwelche Rituale zu vollführen - das "macht man eben so" - jedoch ohne davon überzeugt zu sein.

Das führt dann zum Einen zu "Gläubigen" die überhaupt kein Hintergrundwissen über ihre Religion haben und nur aus Gewohnheit bestimmte Dinge tun. Sie sind teilweise sehr leicht zu manipulieren.

Zum Anderen entstehen so Menschen, die zwar "offiziell" einer bestimmten Religionsgemeinschaft angehören, aber  überhaupt keinen Bezug dazu haben.

Das ist natürlich nur meine Meinung, die von niemandem geteilt werden muss.

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Kommentar von Viktor1
27.05.2016, 00:26
Das ist natürlich nur meine Meinung

genau

die von niemandem geteilt werden muss

ja, und daran wollen wir uns auch mal halten.

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Ich würde sagen, sobald man ohne Beweise an ein "höheres Wesen" glaubt. Ob man dann noch weitere Rituale befolgt, ist eigentlich Nebensache.

Fanatisch religiös würde ich es nennen, wenn man irgend welche religiösen Regeln über die Menschenrechte und das Gesetzt stellt.

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Die Frage ist so allgemein gestellt, dass die Übergänge von Religionen zu Weltanschauungen fließend sind. Definiert man zum Beispiel den Glauben an Götter oder andere transzendente Fabelwesen zur Voraussetzung, fällt der Buddhismus, der Satanismus und ein paar andere raus.

Lässt man den Gottglauben als Kriterium weg, muss man die Religionen irgendwie von den Ideologien trennen.

Für Götter gibt es auch keine allgemein gültige Definition. Im Pantheismus wird der Gott zum Beispiel nicht als Wesen aufgefasst, das Gebote erlässt, die Menschen überwacht,bestraft und auch mal eingreift. Für Pantheisten ist Gott eins mit der Natur. Damit erübrigt sich die Anbetung.

Deine Frage ist also nicht allgemein zu beantworten, es ist auch von der Sichtweise abhängig.

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Definiert wird der Begriff hier, eigentlich ganz gut:
https://de.wikipedia.org/wiki/Religi%C3%B6s
Man kann aber auch alles hinein packen (wie hier geschehen) was einem gerade so einfällt - das haben viele Begriffe so an sich. Viel ist aber - wie so oft - garnix.
Inwieweit du religiös  bist, kann keiner beurteilen, diese "Befindlichkeit" erschließt sich dir nur selbst.

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Imam Muhammad al-Baqir (Friede sei mit ihm) erzaehlte einst einem Student mit dem Namen Jabir: Ist es genug fuer eine Person sich damit zu schmuecken, dass er zu unserer Anhaenger gehoert, allein durch die Liebe zu uns, der Ahl-ul-Bayt? Nein! Bei Allah, eine Person gehoert nicht zu unseren Anhaengern solange er nicht Allah fuerchtet und Ihm gehorcht. Unsere Anhaengerschaft erkennt man, O Jabir, durch ihre Bescheidenheit, Unterwerfung, Ehrlichkeit, reichliche Lobpreisung Allahs, Fasten und Gebete. Gutherzigkeit zu ihren Eltern, Achtung vor den Armen, Beduerftigen, Schuldigen und den Waisen die neben ihnen leben. Sie muessen die Wahrheit sprechen, den Quran rezitieren, ihre Zunge nur fuer gute Woerter nutzen und Vertrauenswuerdig gegenueber den Verwandten in allen Angelegenheiten sein.

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Wenn dein Glaubensgut (Lehre) auch deine Gedanken, Worte und Taten bestimmt. Religiös wird sehr oft mit Gläubiger verwechselt. 

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Hallo,

ich denke, man ist religiös, wenn man einer Religion angehört und das auch lebt. Jemand, der z. B. auf dem Papier Christ ist, aber so gut wie nie betet oder in die Kirche geht und sich sonst auch nicht an die Bibel hält, ist für mich nicht besonders religiös.

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Du wirst erst Religiös wenn du auch 100% an deinem Glauben glaubst ohne zu zweifeln

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esselamu alejkum
es gibt kein religiös .
das minumum als muslimin erfüllst du wenn du die 5 säulen des islams erfüllst.
abgesehen davon unterscheiden sich die menschen im rang den sie bei allah s.w.t haben .
ein muslim versucht immer allah s.w.t so nahe wie möglich zu kommen und sollte es idealerweise nicht beim minimum belassen .

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Das ist Auslegungssache. Für mich ist man Religiös wenn man an Gott glaubt und so Dinge die dazu gehören (Bibel ect ) nicht verspottet.

Für jemand anderen ist Religös täglich beten, jeden Sonntag in die Kirche gehen und die Bibel identisch zu befolgen

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Ab Morgengebet.

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Ich finde das Wort 'religiös' hier etwas unpassend, besonders weil man leider nur zu oft hört, dass jemand meint, er/sie sei ,,nicht so streng religiös" und ähnliches...

...und mit dieser Umschreibung sagt diese Person eigentlich nichts anderes, als dass sie meint, dass gewisse Dinge im Islam von ihr nicht anerkannt werden bzw. andere Ansichten für sie über den Worten Allahs stehen - und das ist klarer kufr akbar.

Entweder eine Person ist Muslim, oder sie ist Kafir. Entweder sie ist Muwahid oder Mushrik. Entweder glaubt und folgt man an dem Islam, oder man dient automatisch etwas anderem (Taghut).

Und es geht hier nicht darum, dass Manche stärker im Glauben sind und bei Allah höher stehen, als Andere - aber die Grundlagen müssen einfach vorhanden sein.

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Religiös ist man, wenn man einer Religion angehört. Ganz einfach 😄

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Eigentlich ist das ganz einfach:

Man ist religiös, wenn man ein Glaubenskonzept einer Religion in seine eigene Weltanschauung integriert hat.

Man kann nicht religiös sein, ohne das Konzept einer Religion zu benutzen. Ob bzw. wie weit man sie ändert und auf die eigene Fantasie anpasst, ist dabei uninteressant.

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