Ab wann ist eine Arbeit ein Plagiat?

5 Antworten

Ein Plagiat ist eine Arbeit, bei der du Material von anderen Leuten verwendest, ohne die Quelle (richtig) anzugeben.

Eine wissenschaftliche Arbeit kommt nicht ohne Zitate aus (viele bestehen sogar zu einem ziemlich grossen Teil daraus). Das ist völlig okay. Allerdings muss bei allem, was du verwendest, der Originalautor mit dabeistehen. Du kannst wörtlich zitieren (wird normalerweise gesondert kenntlich gemacht) oder die Aussagen selbst neu formulieren (die üblichere Variante). Egal, was du tust, eine Quellenangabe brauchst du immer.

Ein Sonderfall sind Arbeiten in der Schule, die ganz "dein eigenes Werk" sein sollen. Wenn du eine Hausarbeit über, sagen wir mal, den zunehmenden Internetkonsum von Jugendlichen schreiben sollst, dann sollen da deine eigenen Argumente und Ansichten drinstehen. Du kannst nicht einfach zwei fremde Aufsätze nehmen, daraus mit Quellenangabe zitieren und fertig, sowas würde, wenn es auffliegt, keine Punkte geben. Falls du für deine Argumentation irgendwelche belegbaren Fakten, Zahlen oder kurze Zitate brauchst, ist das okay, du musst es aber wieder entsprechend kennzeichnen ("Karl Marx schrieb in seinem Werk YX schon 1870 den Satz '...'" oder "gemäss Angaben des statistischen Bundesamtes....")

Umgestellte Sätze ändern nichts am Plagiat. Wenn du aus dem Satz "Am Plagiat ändert sich durch umgestellte Sätze nichts" machst, ist es immer noch ein Plagiat.

Eine Arbeit ist ein Plagiat, wenn du das geistige Eigentum anderer als dein eigenes angibst - "Sätze umstellen" reicht nicht aus, dennoch müssen die Inhalte entsprechend gekennzeichnet werden.

Wenn ich angebe, dass ich als Vorlage ein Dokument eines anderen verwendet habe und dann die Sätze umschreibe ist es dann immer noch so???

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