100 ml = 100 Gramm Zucker oder 75 Gramm Zucker?

5 Antworten

Geballtes Unwissen...

Zum Umrechnen zwischen Masse und Volumen verwendet man im allgemeinen die Dichte. Saccharose hat eine Dichte von etwa 1.6 g/cm³. Also ein Kristall, der einen Kubikzentimer groß ist, wiegt 1.6 Gramm. Ein Kristall von 100 cm³ wiegt 160 Gramm. Aber das ist ja nicht das, was Du wissen willst.

Wenn Du Zucker in die Schüssel schüttest, dann sind ja jede Menge Zwischenräume zwischen den Kristallen, die Platz wegnehmen. Deshalb wiegen 100 cm³ Kristallzucker ganz bestimmt weniger als 160 Gramm.

Wieviel weniger? Na, das kann man sich mit viel Geometrie ausrechnen, wenn die Form und Größen-verteilung der Kristalle genau bekannt ist. Einfacher ist es, nachzulesen. Wenn Du nach “Schüttgewicht Zucker” googelst, dann kriegst Du Zahlen um 0.8 g/cm³. Das „Schüttgewicht” ist sozusagen eine um die Lücken zwischen den Kristallen korrigierte Dichte.

So eine Angabe kann natürlich nur ungefähr sein, weil verschiedene Zucker­hersteller verschiedene Kristall­formen und -größen in den Handel bringen (Nach­satz für besonders Schlaue: Auf die absolute Größe kommt es dabei nicht an, aber auf die Größenverteilung).

Also: Ungefähr 80 Gramm. Den DIchte ist Masse pro Volumen, und daher ist Masse gleich Dichte mal Volumen.

Schau mal:

Gewicht und Volumen - ein Unterschied

Flüssigkeiten werden in einem Messbecher abgemessen und nehmen dort ein Volumen ein. Typische Volumenmaße sind Milliliter (abgekürzt ml) bzw. Liter (l) bzw. Kubikzentimeter (abgekürzt cm³ oder ccm). 1 Feste Stoffe, zu denen auch Schüttgut wie Zucker, Mehl und auch Waschmittel gehören, werden normalerweise abgewogen. Typische Gewichte sind Kilogramm (kg) bzw. Gramm (g).

Auch wenn Volumen und Gewicht auf den ersten Blick zwei recht unterschiedliche Größen darstellen, lassen sich sie sich ineinander umrechnen: Die Dichte der Stoffe ist der Vermittler. 3 Für Wasser ist die Umrechnung relativ einfach, denn 1 l = 1000 ml Wasser wiegt (bei Zimmertemperatur und normalen Luftdruck) genau 1 kg. Mit anderen Worten: 1 g Wasser nimmt ein Volumen von 1 ml ein. 4 Bei anderen Festkörpern und Flüssigkeiten ist diese Umrechnung jedoch nicht so einfach, denn einerseits können die Atome oder Moleküle, aus denen diese Stoffe bestehen, schwerer (oder leichter) als Wasser sein. Und andererseits können diese Moleküle dichter beieinanderstehen oder weiter voneinander entfernt sein. 5 In diesem Fall ist die Dichte wichtig. Diese (physikalische) Größe ist definiert als Dichte = Gewicht (in g) geteilt durch Volumen (in ml oder cm³). In Formeln d = G / V. 6 Ist die Dichte d eines Stoffes bekannt (Tabellenbuch oder Internet), so kann bei bekanntem Volumen das Gewicht bzw. bei bekanntem Gewicht das Volumen des Stoffes nach dieser Formel berechnet werden. 7 Zucker in ml umrechnen - so klappt es beim Backen

Wenn Sie beim Kuchenbacken keine Waage, sondern nur einen Messbecher zur Verfügung haben, müssen Sie für das Umrechnen von Mehl oder Zucker jedoch (Gott sei Dank) nicht die Dichte dieser Zutaten kennen. Ein "kluger" Messbecher oder eine Faustformel hilft dem Bäcker beim Arbeiten: Viele Messbecherhersteller haben die Umrechnung von Gewichtsanteilen für Zucker, Mehl, Haferflocken etc. bereits vorgenommen. Ihre Produkte tragen unterschiedliche Skalen für flüssige Zutaten wie Wasser oder Milch bzw. feste Zutaten wie Mehl oder Zucker. Einfaches Hineinschütten und Ablesen genügen in diesem Fall.1 Was aber tun, wenn der Messbecher nur eine Einteilung für Wasser hat? Hier helfen zwei einfache Faustformeln: Locker geschütteter Zucker kann wie Wasser abgemessen werden, das heißt, 100 ml Wasser entsprechen 100 g Zucker. Dass Zucker und Wasser in diesem Fall eine ähnliche Dichte haben, liegt an der Luft zwischen den kleinen Zuckerkristallen. 2 Für Mehl, das feiner und leichter ist, ist die Sache etwas komplizierter. Die Faustformel lautet hier: Schütten Sie Mehl in einen Messbecher, so entsprechen der 200-ml-Marke gut 125 g Mehl. 3 Ein gutes Mehlmaß ist auch ein normaler Esslöffel: Wollen Sie 100 g Mehl abwiegen, so entspricht dieses Gewicht etwa 3 gut gehäuften Esslöffeln. Probieren Sie es einmal mit einer Waage aus, damit Sie ein solches "Notmaß" haben.

Gutes Gelingen :-)

Quelle: http://www.helpster.de/zucker-in-ml-so-rechnen-sie-gewicht-in-volumen-um_106577

Theorie und Praxis!!!

Ich habe meine Haushaltswaage befragt - weil ich es wissen wollte - und sie hat gesagt:

Fülle ich den Zucker locker in ein 100 ml Gefäß, einfach so wie er fällt, sind es ca. 75 g, Schüttele ich aber das Gefäß, stoße es ein paar Mal auf die Arbeitsplatte und verdichte damit den Zucker, bringe ich es leicht auf über 80 g.

Tcha, und was nu????

Ich weiß nicht genau, was Du fragen willst. Angaben zum Schüttgewicht von Kristallzucker reichen von 0.67 bis 0.88, und so ein breiter Bereich ist durchaus vernünftig; Schüttgewichte sind sehr ungefähre Größen von der Art, die wir im Studium gerne als „Pi mal Tangens Daumen plus/minus zwei mittel­große Elefanten” bezeichnet haben. Da kann man keine Superpräzision erwarten, denn manchmal sind die Elefanten eben nur halbmittelgroß.

Du liegst mit Deinen Resultaten also ganz gut im Rahmen dessen, was die tabellierten Daten voraussagen. Warum bist Du unzufrieden?

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