Warum sagt mein Therapeut ich bin zu negativ?
Warum soll ich positiv denken? Warum soll ich denken das, alles einmal besser wird, wenn das nicht realistisch ist? Wenn Leid nunmal zum Menschsein gehört, und man Leid nicht entkommen kann? Ich gehe mit Leid nunmal anders um als viele Menschen. Ich habe es angefangen zu Akzeptieren, sogar zu zelebrieren, ich liebe Leid, ich liebe es andere Leiden zu sehen, aber auch selber zu Leiden, denn ich kenne nichts anderes. Und naja das finden viele Menschen wohl verstörend, aber so gehe ich mit Leid um. Denn ich kann mir keine Welt ohne Leid vorstellen, und es bringt nichts Leid zu bekämpfen, brignt nichts Leid und Krankheit und Elend zu Bekämpfen, denn es gehört zur Welt. Ich halte nicht von positiver Psychologie, weil es verleugnet, dass Leid, Krankheit, Tod, Schmerz, Verlust, und solche Dinge zum Leben gehören und nicht bekämpft und nicht überwindet werden können, man kann sie nur akzeptieren, und sie zelebrieren. Aber eben, meine Therapeutin meint ich liege falsch, und ich soll positiver denken und mehr Hoffnung haben. Wozu, soll man irgendwelche Hoffnung haben, oder sich Hoffnung machen? Das geht vielleicht wenn man reich geboren ist, mit silbernen Löffel im Mund und noch nie ernsthafte Probleme hatte. Aber was bringt es zu Hoffen, das alles besser wird? Warum nicht die Realität akzeptieren?