E-Sport Racing
Hi, was haltet ihr von E-Sport Racing. Also Autorennen in Rennspielen.
Ich finde es ziemlich cool. Die Leute haben es ja wirklich drauf und mir persönlich geht es nicht darum dass es auf einer richtigen Rennstrecke stattfindet sondern dass es gute Fahrer sind. Außerdem kann theoretisch jeder mitmachen.
Trotzdem sind reale Autorennen eindrucksvoller (auch hohes Risiko der Fahrer eig.) .
Andere Meinung würde mich sehr interessieren, gerne ausführlich.
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1 Antwort
E-Sport Racing hat definitiv seine Faszination, aber wenn man es kritisch betrachtet, gibt es einige Punkte, die es weniger spannend und realistisch machen könnten.
Warum E-Sport Racing langweilig sein kann:
- Fehlende physische Komponente: In echten Rennen spürt der Fahrer die Kräfte, die auf seinen Körper wirken – Beschleunigung, Bremskräfte und die Gefahr eines Unfalls. Im E-Sport fehlt diese physische Herausforderung komplett.
- Keine echte Konsequenz: In einem virtuellen Rennen gibt es keine Lebensgefahr, keine echten Schäden am Auto, keine finanziellen Verluste durch Unfälle. Das nimmt viel von der Spannung und dem Nervenkitzel echter Rennen.
- Monotone Darstellung: Das Publikum sieht lediglich eine computergenerierte Umgebung. Es gibt keine reale Boxengasse, kein Reifenabrieb, keine wechselnden Wetterbedingungen, die das Fahrerlebnis wirklich beeinflussen. Dadurch kann es weniger packend wirken.
- Weniger persönliche Bindung: Bei echten Rennen entwickeln Fans eine Bindung zu den Teams, Autos und Fahrern, die sich im Laufe der Saison und über Jahre hinweg bewähren müssen. Virtuelle Fahrer haben oft nicht die gleiche Strahlkraft oder den gleichen Kultstatus.
Warum E-Sport Racing unrealistisch ist:
- Fahrphysik ist vereinfacht: Auch wenn moderne Rennsimulationen immer besser werden, kann keine Software wirklich jede Nuance der Fahrzeugbewegung, Reifenhaftung oder komplexe Streckenveränderungen hundertprozentig nachbilden.
- Keine echten äußeren Einflüsse: In der Realität spielen Temperatur, Wetterbedingungen, Streckenverschmutzung und mechanische Defekte eine große Rolle. Ein Rennspiel kann das nur begrenzt simulieren.
- Fehlende Teamarbeit: In der Formel 1 oder anderen Motorsportarten spielt das gesamte Team eine wichtige Rolle – Ingenieure, Mechaniker und Strategen. Im E-Sport Racing gibt es das nur in stark vereinfachter Form.
- Körperliche und mentale Belastung: Echte Rennfahrer müssen über extreme körperliche und mentale Ausdauer verfügen, um stundenlang auf höchstem Niveau zu performen. Sim-Racer haben zwar ihre eigenen Herausforderungen, aber sie müssen keine G-Kräfte oder extreme Temperaturen bewältigen.
https://www.youtube.com/watch?v=JVfnJkigESU
Ein Bekannter von mir war beim LKA und hat dort ein Sicherheitsfahrtraining absolviert. Auf dem Trainingsplatz der Polizei habe ich das Autofahren gelernt.
Ich kann solche Fahrmanöver wie im Video tatsächlich in der Realität umsetzen. Im öffentlichen Straßenverkehr empfinde ich das Fahren als vergleichsweise langsam. Ich bin in der Lage, anders zu fahren, ohne dabei jemanden in Gefahr zu bringen.
Kann ich dir definitiv zustimmen.