Hallöchen,

meinst du so was wie das englische Pendant zur deutschen Regel "Zahlen bis zwölf schreibt man aus"?

Wenn ja... eine allgemeine Regel gibt es im englischen nicht wirklich. Die meisten Fachzeitschriften und wissenschaftliche Texte handhaben es oftmals so, dass sie alle einstellige Zahlen ausschreiben (0-9). Ab 10 wird die jeweilige Zahl durch Ziffern dargestellt.

Ausnahmen gibt es... so schreibt man beispielsweise Zahlen am Anfang eines Satzes immer aus (Twenty years ago...) und Zahlen vor einer Maßeinheit immer als Ziffern (1 cm).

So streng wie im Deutschen wird das aber nicht gehandhabt. Die meisten nicht wissenschaftliche Texte schreiben alle Zahlen bis einschließlich 100 immer aus.

Dein Beispiel 121 würde man also in jedem Fall als "normale" Zahl schreiben.

Im Englischen bist du da wesentlich freier als im deutschen.

...zur Antwort

Hallöchen,

einen allgemein gültigen Plan wirst du hier kaum finden, da jeder auf andere Art und Weise am effizientesten arbeitet. Ich habe zum Beispiel nie einen gelesenen Text markiert sondern lieber gleich drauf los geschrieben. Die meisten anderen fanden das (vor allem die Lehrer) unmöglich. Trotzdem hatte ich immer sehr gute Noten :)

Also am besten einfach mal üben und dann wirst du schon feststellen, was dir am besten hilft.

Wenn du unbedingt einen Vorschlag möchtest, der in deinem Fall vielleicht hilft:

1) Text lesen und Wörter die dir fremd sind und deren Bedeutung du dir auch nicht sicher erschließen kannst sofort unterstreichen.

2) Unterstrichene Wörter im Duden nachschlagen. Nur so stellst du sicher, dass du alles verstanden hast.

3) Einen Pfeil an die Seite des Textes zeichnen, den Text nochmal lesen und Absätze in kurzen Stichpunkten zusammenfassen (Stichwort kurz! Wenn ein Wolf und ein Esel beispielsweise den ganzen Absatz über reden, dann schreib nur auf "Gespräch Esel und Wolf über X". Nicht mehr. Eventuell markierst du dir schwer zusammen fassbare Stellen in einer anderen Farbe als zuvor im Text)

4) Einleitung beginnen und alle W-Fragen beantworten.

5) Nacherzählung beginnen. Erinnere dich: Die Wortwahl des Autors darf nicht einfach wiederholt werden und du musst genau die Abfolge des Erzählten einhalten. 

Daher kommen jetzt deine Zusammenfassungen am Zeitrahl bzw. die Markierungen zum Einsatz. Orientiere dich bei deiner Nacherzählung an diesen Notizen. Dann schlägst du zwei Fliegen mit einer Klappe: Du hältst sicher die Erdzählfolge ein und verwendest eigene Formulierungen(da du den Großteil nicht direkt aus dem Text, sondern aus deinen Randbemerkungen liest)

6) Nacherzählung durchlesen  und offensichtliche Fehler dabei verbessern (Rechtschreibfehler etc.)

7) Text durchlesen

8) Du hast beides nochmal durchgelesen. Fehlt etwas? Benötigt der Leser deiner Nacherzählung noch besondere Infos? Alles vorhanden?

Wenn ja, dann füge das noch ein. Manche Lehrer wollen noch einen Schluss. Was hat dir dein Lehrer gesagt? Den dann eventuell jetzt noch einfügen.

9) Glückwunsch. Alles geschafft. Jetzt kannst du die Zeit noch nutzen um deine Arbeit zu kontrollieren. In der Regel übersiehst du immer ein paar Fehler, das ist nicht schlimm und wird bei keinem Lehrer gleich zu einer schlechten Note führen.

Wenn du aber beispielsweise irgendwo die Großschreibung nicht beachtet hast oder irgendwo einen Punkt nicht gesetzt hast, dann ist das ärgerlich. Das kannst du nun verbessern.

Fachbegriffe bzw. schwierige Wörter kannst du jetzt auch nachschlagen. Mach das nicht während des Schreibens. Das hält auf. Jetzt ist die Zeit dafür!

Achja, kontrollieren ob der Name drauf steht wäre nicht verkehrt :)

...zur Antwort

Hallöchen,

wenn du nach Klassiker suchst, dann versuche es doch mit "Der Fänger im Roggen" von J.D.Sallinger.

In Amerika ist das Buch äußerst populär. Es handelt von Holden Caulfield, der vom Internat fliegt (zum wiederholten Male) und relativ zu Beginn des Buches die Rückreise antritt. Dabei entscheidet er sich jedoch nicht nach Hause zurück zu fahren, sondern "auszureißen".

Das er "nichts Wert ist und nichts verdient" wird nicht explizit erwähnt. Sobald du ihn jedoch etwas charakterisierst, wirst du merken, dass ihn genau das ausmacht...

Je nachdem wie gut dein englisch ist (in deiner letzten Frage hattest du gute Kenntnisse erwähnt), empfiehlt es sich vielleicht das original zu lesen: The catcher in the rye. 

Sowohl sehr gut für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. War das erste Buch, dass ich auf englisch lesen konnte.

...zur Antwort

Hallöchen (...nochmal )

Theorie:

Also... das ES des Menschen kündigt nach Freud Bedürfnisse und Wünsche beim Ich an, welche dann vom ÜBER-ICH bewertet werden. 

Je nach Bewertung gibt das ÜBER-ICH Anweisung ob die Wünsche zugelassen werden sollen, oder nicht. 

Aufgabe des ICHs ist es zwischen ES und ÜBER-ICH zu vermitteln. Es überprüft zudem ob in der Realität eine Befriedigung überhaupt möglich ist.

 Je nachdem, welche Wert- und Normvorstellungen im ÜBER-ICH vorhanden sind und je nach Stärke der zu erwartenden Gefühle (z.b. Schuldgefühle, Gewissensbisse etc.) entscheidet sich das ICH den Wunsch des ES zuzulassen und ihn in der Realität zu ermöglichen oder den Wunsch abzuwehren, ihn unbewusst zu machen oder zu verdrängen.

Beispiel:

Martha möchte 2 Euro haben, die Eltern geben ihr jedoch kein Geld. Das Es kündigt nun den Wunsch an eine Bank auszurauben, da Martha so an das Geld käme.

(ES kündigt Wunsch an

Martha hat gelernt, sich immer zu nehmen was sie will. So ein Bankraub wäre auf Grund Marthas Wertvorstellung in Ordnung 

(Über Ich sagt „ok“

Es gibt keine Diskrepanz zwischen der Forderung des Es und der Bewertung dieser durch das Über-Ich.

(Ich lässt Forderung des Es erst mal zu)

Das Ich sagt „F*ck, ich bin erst zwei Jahre alt und kann noch gar nicht allein aus dem Kinderwagen raus“ 

(Die Bedürfnisbefriedigung  ist in der Realität nicht möglich)

...zur Antwort

Hallihallo,

Freud hilft dir da herzlich wenig, weil er sich nicht mit der Entstehung einer spezifischen Angst befasst hat.

Modellernen kannst du nehmen. Klassisches und Operantes Konditionieren aber auch.

Wenn du die Wahl hast würde ich dir immer zum Klassischen Konditionieren raten. Das ist eigentlich am einfachsten...

---

Also: Das klassische Konditionieren ist der Prozess, der wiederholten Koppelung eines neutralen Reizes mit einem unbedingten Reiz. Dabei wird der ursprünglich neutrale Reiz zu einem bedingten Reiz, der eine bedingte Reaktion auslöst.

Beispiel: Martha lebt zur Zeit des zweiten Weltkriegs und hat, ohne dieses Verhalten erlernt zu haben, Angst vor Bombenangriffen (Unbedingter Reiz), bei denen sie regelmäßig um ihr Leben fürchtet (Unbedingte Reaktion).

Das Geräusch eines Fliegerlärms löst bei Martha vorerst keine bestimmte Reaktion aus, da sie dem Geräusch keine weitere Beachtung schenkt (Neutraler Reiz). Martha hört nun aber den Fliegerlärm immer unmittelbar bevor die Bomben fallen. Mit der Zeit wird schon alleine das Geräusch (Jetzt: bedingter Reiz) bei Martha Angst und Furcht (Jetzt: Bedingte Reaktion) auslösen. 

Da ein dem bedingten Reiz ähnlicher ebenfalls eine bedingte Reaktion auslösen kann, entwickelte Martha später in ihrem Leben auch Angst vor Polizei- oder Feuerwehrsirenen (Reizgeneralisierung).

---

Letzteren Punkt kannst du weglassen. Gibt nur meistens Pluspunkte bei den Lehrern. :)

Wenn du ihn nicht möchtest, musst du halt die Reize entsprechend an deine Bedingte Reaktion (Die Angst vor den Martinshörnern) anpassen. Aber das kannst du ja jetzt, wenn du alles verstanden hast, oder? :)

...zur Antwort

Hallihallo,

hast du das Drama gelesen?

Es treten unter anderem Figuren auf, die sich hauptsächlich durch ihre große Emotionalität auszeichnen und dadurch der Empfindsamkeit zugeordnet werden können, während andere als stets rationale und aufgeklärte Akteure beschrieben werden. Ebenso kann beispielsweise Karl von Moor, als Idealisierung und Verkörperung der Motive der Stürmer und Dränger gesehen werden.

Amalia lässt sich beispielsweise nur und ausschließlich durch ihre Gefühle leiten. So nimmt sie beispielsweise die Todesnachricht Karls mit merklicher Bestürzung auf, als sie dann erfährt, dass er doch noch lebt, bricht sie in Freude und Euphorie aus, kommt jedoch nicht auf die Idee einfach mal nach ihm zu suchen... Später, als sie ihn dann in seiner Verkleidung trifft, erkennt sie ihn nicht... dazu müsste sie ja denken. Das kriegt sie nicht hin. :)

Nee, im Ernst... die Figur der Amalia ist meiner Meinung nach die schlimmste fiktionale Figur überhaupt. 

Komplett Passiv, wandelt nur in ihrer eigenen Welt, ohne irgendetwas zu hinterfragen und lässt sich am Ende umbringen, nur um die Ereignisse nicht verarbeiten zu müssen.

Schiller ist ein super Autor. Aber die Räuber finde ich schrecklich. Das ganze ist Satire, aber meiner Meinung nach viel zu überspitzt.

Deswegen die Frage, ob du es gelesen hast.

Amalia verkörpert die Empfindsamkeit (Gefühle über Verstand) mit dem Holzhammer. Der alte Moor eigentlich auch. 

Franz verkörpert die Aufklärung (Verstand über Gefühle). Er zeigt keinerlei Gefühle, handelt rational (will regieren - Karl ist Erbe - Karl muss weg - Vater muss weg) und lässt sich auch sonst zu wirklich keiner Emotion hinreißen.

Karl verkörpert den Sturm und Drang (Verstand + Gefühle). Er schwankt zwischen Gefühlsduselei und Rationalität. 

Könnte dir jetzt mehr Beispiele bringen. Aber so als Denkanstoß reicht das, oder?

 

...zur Antwort

Hallöchen,

Die Regel bedeutet (gaaanz kurz gefasst), dass zwei Merkmale unabhängig voneinander vererbt.

Mal ein Beispiel, du hast eine rote Rose mit langen Stacheln und eine weiße Rose mit kleinen, kurzen Stacheln. 

Also: 

Rose Nummer 1 = roten Blütenfarbe + längere Stacheln

Rose Nummer 2 = weiße Blütenfarbe + kürzere Stacheln. =)

Wenn du die beiden jetzt kreuzt, muss du, um zu bestimmen wie die "Kinder" der beiden aussehen, die anderen Mendelsche Regeln verwenden.

Erstmal zur Blütenfarbe. Nehmen wir an das Gen für die Rote Farbe ist dominant (also stärker) das für die weiße Rezessiv (schwächer). Alle Kinder bekommen nun jeweils ein Gen für Rot und eines für Weiß. Das weiße Gen ist zu schwach um sich durchzusetzen, also werden alle "Kinder" rote Farbe haben. Es gibt also keine andersfarbige "Kinder" wenn du die beiden Blumen miteinander kreuzt. Alle sind rot

Somit hast du das erste Merkmal bestimmt!

Zu den Stacheln. Nehmen wir an die kurzen Stacheln sind die starken und die langen die schwachen. Daher haben alle Kinder kurze Stacheln

Somit hast du auch Merkmal Nummer 2.

Wie du siehst, werden diese beiden Merkmale unabhängig voneinander vererbt (die Blütenfarbe hat nichts mit den Stacheln zu tun und umgekehrt). 

In unserem Beispiel sind daher alle "Kinder" Rot und haben kurze Stacheln! 

Habe versucht das ganz einfach zu erklären, hast du alles verstanden? =)

...zur Antwort

Wie paraphrasieren, ohne zu plagiieren?

Hallo Community!

Ich habe ein Problem - während ich bisher davon ausging, dass umformulieren einer Textstelle aus der Fachliteratur genüge, dass es kein Zitat ist, sondern eine Paraphrase, habe ich vor kurzem erfahren, dass dem eben genau nicht ist.

Um mal ein paar fiktive Beispiele zu geben, was ich meine...

Zitat: "Um ein Rührei zu machen, gebe man zwei Eier und etwas Milch in eine Schüssel, würze es mit Salz und Pfeffer, verquirle die Masse und brate es kurz in zerlassener Butter in einer Pfanne." (Müller 2003, S. 28)

KEINE Paraphrase (offenbar), wie ich es aber bislang getan hätte: Zur Zubereitung eines Rühreis verquirle man Milch und Eier in einer Schüssel, würze die Masse mit Salz und Pfeffer und brate sie in einer Pfanne. (Müller 2003, S. 28)

Weil obwohl umformuliert, gibt das offenbar den genau gleichen Gedankengang des Autors wieder und ist quasi geklaut.

Paraphrase, wie sie offenbar sein soll: Beim Rührei handelt es sich um ein einfaches Gericht, dass sich aus wenigen Zutaten zubereiten lässt. (Müller 2003, S. 28)

SO wie oben hab ich es aber mein GANZES Studium über gemacht und es hat keine Sau beanstandet, ich war mir nicht klar, dass es nicht korrekt war und entsprechend hat sich das jetzt eingeschliffen, daher fühle ich mich jetzt wie ein furchtbarer Betrüger.

Wie kann ich jetzt lernen, es richtiger zu machen? War schon in diversen Schreibgruppen, -beratungen etc. aber so wirklich weitergeholfen hat es nicht und breche mir an meiner Doktorarbeit einen ab, aber wenn ich jetzt z. B. den historischen Kontext von irgendetwas referieren will, wenn im Jahre X der Akteur Y das Z getan hat, woraus Q resultierte, wie soll man das immer wieder neu formulieren?

Die Frage ist vermutlich etwas unspezifisch gestellt, fürchte ich...:-/




...zur Frage

Hallöchen,

Dein zweites Beispiel ist definitiv eine Paraphrase! 

Bei einem Zitat gibst du Wort für Wort bereits gesagtes wieder. Entweder als Fließtext, oder in Teile zerlegt. 

Das einzig richtige Zitat in deinem Beispiel wäre also: 

"Um ein Rührei zu machen, gebe man zwei Eier und etwas Milch in eine Schüssel, würze es mit Salz und Pfeffer, verquirle die Masse und brate es kurz in zerlassener Butter in einer Pfanne." (Müller 2003, S. 28) 

Weil genau so wurde es geschrieben... :)

Alles was in Anführungszeichen steht wurde also genau so von einem Dritten gesagt.

Alles andere sind wie gesagt Paraphrasen. Du pharaphrasierst nämlich immer dann, wenn du nicht wortwörtlich genau das gesagte wiedergibst.

Das ist auch erlaubt.

Ein Beispiel:

Beim Rührei handelt es sich um ein einfaches Gericht, dass sich aus wenigen Zutaten zubereiten lässt. (Müller 2003, S. 28)

Aber auch:

Um Rührei herzustellen, müssen Gewürze, Eier und Milch verrührt und im Anschluss in Butter gebraten werden (Müller 2003, S. 28)

Beide Paraphrasen sind korrekt.Aber: Es gibt sogenannte plagiierende Paraphrasen. Das wäre dein Beispiel: 

Zur Zubereitung eines Rühreis verquirle man Milch und Eier in einer Schüssel, würze die Masse mit Salz und Pfeffer und brate sie in einer Pfanne. (Müller 2003, S. 28)

Du zitierst hier nicht! Ein klassisches Plagiat ist es auch nicht, da du ja eine Quelle nennst. Aber du verwendest eine plagiierende Paraphrase

Und warum...?

Wenn du Probleme hast, zu verstehen, wann du plagiierend paraphrasierst, dann denke einfach an folgendes: Unsere beiden oben stehenden Paraphrasen sind sehr unterschiedlich. Theoretisch könnten sie aus dieser Quelle stammen:

"Um ein Rührei zu machen, gebe man zwei Eier und etwas Milch in eine Schüssel, würze es mit Salz und Pfeffer, verquirle die Masse und brate es kurz in zerlassener Butter in einer Pfanne." (Müller 2003, S. 28) 

Oder aus dieser:

Rezept für Rührei:

Zutaten:

1 EL Butter

2 Eier

50 ml Milch

Salz

Pfeffer

Paprika

Butter in einer Pfanne langsam schmelzen lassen. Alle restliche Zutaten vermischen und in das heiße Fett geben. Die Mischung stocken lassen und  dabei oftmals umrühren. (Ichchens voll total cooles  Kochbuch, 2017, S7)

Sag mir... woher stammt denn nun welche Paraphrase? Das wäre kaum zu beantworten. Du hast nämlich einfach nur ein Fakt wiedergegeben, für das du wahrscheinlich dutzende Quellen finden wirst. Für eine hast du dich entschieden. Das musst du auch. Aber für welche ist (i.d.R.) egal.

Wenn du aber wieder an das Beispiel denkst: 

Zur Zubereitung eines Rühreis verquirle man Milch und Eier in einer Schüssel, würze die Masse mit Salz und Pfeffer und brate sie in einer Pfanne. (Müller 2003, S. 28)

...und dir die selbe Frage wie eben stellst: Aus welcher Quelle stammt diese Paraphrase? Dann wirst du einfach nur eine Antwort finden:

"Um ein Rührei zu machen, gebe man zwei Eier und etwas Milch in eine Schüssel, würze es mit Salz und Pfeffer, verquirle die Masse und brate es kurz in zerlassener Butter in einer Pfanne." (Müller 2003, S. 28) 

Die Ähnlichkeit ist nicht von der Hand zu weisen. Du sprichst von "verquirle", verwendest die Wendung "in einer Schüssel" und "in einer Pfanne" etc. pp.

Du hast also definitiv von der Quelle abgeschrieben oder hättest ohne die Quelle dein Beispiel niemals genau so formuliert.

Als Tipp... damit du nicht stolperst... Lies dir das, was du paraphrasieren möchtest durch, verstehe es und warte 5 Minuten. Dann schreib das auf was du verstanden hast.

Jetzt hast du Paraphrasiert...

...zur Antwort

Hi,


falsch ist das nicht... aber Bindestriche sind so eine Sache... 

Es gibt diverse Regeln, wann man einen setzen muss. Zum Beispiel bei Zusammensetzungen aus Ziffern und Wörtern. Hättest du also 6-strophig geschrieben, dann wäre der Bindestrich Pflicht.


Generell greift in deinem Fall erst mal keine der Regeln. Du könntest aber durchaus argumentieren, dass bei zusammengesetzten Wörtern dann ein Bindestrich genutzt werden darf, wenn die Lesbarkeit durch die Zusammenschreibung erschwert wird.


Sechsstrophig (als einzelnes Wort) liest sich aus meiner Sicht definitiv holpriger als Sechs-Strophig. Aber die Grenze, was "erschwert" hier bedeutet ist leider nicht gemeingültig festgelegt. 

Auch wenn ich es visuell ansprechender finde hätte ich den Bindestrich nämlich in einem Fließtext trotzdem weggelassen, da du ansonsten ja alle zusammengesetzten Wörter aufteilen könntest.


Die Betonung liegt hier auf könntest. Und das kannst du auch. Stilistisch ist das ziemlicher Blödsinn - aber aus grammatischer Sicht nicht falsch.


Also kurz gefasst... schwer lesbare Zusammensetzungen darf man immer mit Bindestrich trennen. Was "schwer" ist, ist leider nicht fest vorgeschrieben. Wenn du also einen Punkt zur besseren Note brauchst, würde ich die/den LehrerIn nochmal fragen und ihr/ihm deine Sichtweise erklären. Wenn es nichts ändert, dann würde ich es einfach vergessen. :)


PS. Bei meinem Augenarzt steht das Wort "Seh-Test" auch mit Bindestrich auf den Tafeln. Stilistischer Schrott... aber ein Fehler ist das nicht.

...zur Antwort

Hallöchen,

das mit Abstand bekannteste ist wohl "Tränen des Vaterlandes":

Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr den ganz verheeret! Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Karthaun Hat aller Schweiß, und Fleiß, und Vorrat auf gezehret. Die Türme stehn in Glut, die Kirch’ ist umgekehret. Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun, Die Jungfern sind geschänd’t, und wo wir hin nur schaun, Ist Feuer, Pest, und Tod, der Herz und Geist durchfähret. Hier durch die Schanz und Stadt, rinnt allzeit frisches Blut. Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut, Von Leichen fast verstopft, sich langsam fort gedrungen, Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod, Was grimmer denn die Pest, und Glut und Hungersnot, Dass nun der Seelen Schatz so vielen abgezwungen.

Von Andreas Gryphius... mit dem muss sich jeder Germanist im Studium beschäftigen. Wenn ihr einen netten Lehrer habt, dann wird es wohl dieses Werk werden. Ich denke die meisten verbinden die Zeit mit diesem Antikriegsgedicht.:)

Von hier: https://www.dreissigjähriger-krieg.de/gedichte.html  Dort findest du auch noch andere Gedichte sowie Wissenswertes über den Krieg.
...zur Antwort

Hallöchen,

in jeder Gelatine ist immer Bindegewebe etc. aus Knochen von Rind und/oder Schwein enthalten! Genau zu sagen, welches Tier dafür herhalten musste ist schwer. Meist wird nämlich das Gewebe verschiedener Tierarten vermischt, da quasi die übrig gebliebenen Reste an "Gelatine-Unternehmen" :-) geschickt werden.

Wenn du ein vegetarisches/schweinefleischfreies Geliermittelchen brauchst, dann solltest du Agar Agar benutzen. Das gibt es in den meisten Supermärkten! Es besteht zu hundert Prozent aus Pflanzen bzw. Algen und kann daher auch von dir gegessen werden. Pektin geht auch, findest du aber seltener.

...zur Antwort

Hallöchen,

gemeinhin gelten wir Menschen doch als selbstständig handelnde und denkende Wesen (es mag Ausnahmen geben...). Aber wir handeln und denken nunmal nicht alle gleich. Der Grund warum wir unterschiedlich sind ist der, dass wir alle unterschiedliche Erfahrungen in unserem Leben gemacht haben, die uns noch immer beeinflussen.

Daher ist die Realität des Individuums einzigartig und kann von niemanden zur Gänze verstanden werden. Verstehst du diesen Satz jetzt?

Vielleicht wird es mit einem Beispiel etwas leichter verständlich:

Wenn James Bond einen durchtrainierten, großgewachsenen, russischen Mann sieht und sich etwas mit ihm unterhält, wird er sofort wachsam. Seine Feinde entsprechen doch stets genau diesem Stereotyp: Die Situation, also das Treffen an sich, nimmt er also bedrohlich war.

...naja, wenn ICH hingegen einen durchtrainierten, großgewachsenen, russischen Mann treffe, schmeiße ich meine eigentlich ablehnende Haltung zur Ehe sofort über den Haufen und hoffe auf einen baldigen Antrag. Ich habe nämlich mal irgendwo gehört, dass Russen sehr sehr reich sind (und in diesem Fall auch noch gut aussehen) a Also freue ich mich unheimlich in einer solchen Situation zu sein.


Wurde es jetzt klarer? Theoretisch könnten James Bond und ich dem Russen gleichzeitig, im selben Raum, zur selben Zeit begegnen. Die Realität nehmen wir aber beide ziemlich unterschiedlich war. :-)

Laut Rogers bewerten wir jetzt beide diese Begegnung: Wichtig dafür ist zum einen die Aktualisierungstendenz:

Das Streben nach Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sowie Ausschöpfung seiner eigenen Möglichkeiten. Sie dient der Erhaltung und Entfaltung des Organismus.

Und zum Anderen das Selbstkonzept:

Die durch Erfahrung erworbene Gesamtheit aller Meinungen, Urteilsbildungen, Wahrnehmungen und Bewertungen des Individuums über sich selbst und über seine Umwelt

Diese beiden Faktoren fliessen in das Organismische Bewerten ein.
Sprich: Irgendetwas passiert. Zunächst frägt sich das Indiviuum (unbewusst), „Hey, ist das, was geschehen ist in irgeneiner Form gut für meine Unabhängigkeit und Selbstbestimmung? Kann ich mit der Situation irgendetwas anfangen?“ Entweder die Antwort ist ja, oder nein... eigentlich logisch.

Dann frägt sich das Individuum: „Ist das was geschehen ist auch mit meiner Moral vereinbar? Darf man so handeln oder nicht?

An einem Beispiel wird das wieder klarer:

Meine Aktualisierungstendenz: Ich habe den Russen getroffen und dabei sofort ans heiraten gedacht. Nach der Hochzeit wäre ich finanziell unabhängig und hätte Zugang zur High-Society.
Also meine Antwort: JA, das ist alles sehr positiv.

Mein Selbstkonzept: Bereits meine Mutter hat den dummen Vater nur wegen des Geldes geheiratet und mir geraten dies auch zu tun.

= Mir sagt also mein Moralverständniss: Ja, man darf nur wegen Geld heiraten. Meine Aktualisierungstendenz sagt außerdem ebenfalls. „Ja, du darfst heiraten, weil dann nur positive Dinge auf dich zu kommen werden“
Also habe ich, nach dem organismischen Bewerten keinerlei Problem damit nach dem kurzen Treffen bereits ans heiraten zu denken.

---

Interessant wird es jetzt, wenn James Bond bewertet. Da stimmen nämlich beide Faktoren nicht überein.

James Aktualisierungstendenz:
Der Russe scheint doch ganz nett und zudem besteht eine stark homoerotische Anziehungskraft zwischen uns. Er könnte meine große Liebe sein... ich will ihn besser kennen lernen und mit ihm zusammen sein“ James Antwort: „Ja, alles positiv“

James Selbstkonzept: Ich habe durch meine Erziehung und Amerikanische/Britische Medien verinnerlicht, das Russen immer böse sind und man sie eiskalt um die Ecke bringen soll. Außerdem ist ein echter Spion ein „richtiger Mann“ ohne homosexuelle Neigungen.


Wie du siehst... James steht vor einem Problem. Anders als bei mir, ist der Drang sich zu aktualisieren (=selbstbestimmt zu handeln, mit dem Russen zusammen zu kommen) mit seinem Selbstkonzept also seinem Moralverständniss und seinem Bild von sich selbst nicht vereinbar.

Man spricht von Inkongruenz.

Man entspricht nicht seinem Selbst. Das eigene Bild von sich stimmt also nicht mit dem unmittelbaren Erleben überein. Wenn die Inkongruenz bestehen bleibt, da die neue Erfahrung auch nicht aufgenommen und verarbeitet wird, entsteht so ein innerer Konflikt

Dies ist dann der Fall, wenn die Selbstachtung nur gering ausgeprägt ist und das Selbstkonzept in Folge daraus starr und unveränderlich ist. (James ist ein „echter Kerl“ er mag keine Homosexuellen und Russen schon gleich gar nicht = Er wird seine Ansichten nicht ändern)

Falls die Sebstachtung hoch ist, ist auch das Selbstkonzept flexibler und das Selbstkonzept ind Folge daraus veränderlich, sodass die neue Erfahrung integriert werden kann. (James erkennt: Homosexualität ist nichts schlimmes und die Vorurteile gegenüber Russen eben genau das... Vorurteile)

Wenn er seine Ansichten nicht verändern kann, dann hat James nach Rogers zwei Möglichkeiten. Einmal die Verzerrung oder die Verdrängung.

Entweder sagt James also... „Ok, das war gar kein Russe, sondern Finne! Außerdem hat er ja schon stark feminine Züge, da wäre eine Liebschaft wohl in Ordnung“

Oder er argumentiert... „Was? Einen Russen getroffen? Ich? Neee, noch nie...“

Rogers Theorie ist wirklich nicht kompliziert... Die einzige Frage die bleibt ist: „Wen heirate ich, wenn mir James Bond den Russen wegschnappt?

Liebe Grüße

...zur Antwort

Hallöchen,

ich nehme an, dass du dann ganz gut englisch sprechen und verstehen kannst, oder?

Auf den folgenden Seiten findest du nämlich eine rießen Auswahl an verwendeten Wörtern und Redewendungen. Die Bedeutung ist jedoch nur auf englisch angegeben:

http://mentalfloss.com/article/53529/56-delightful-victorian-slang-terms-you-should-be-using<br/>
Dort findest du wohl alle wichtigen, bekannten Ausdrücke. Wenn du nur deutsche Quellen nutzt, dann wird es hingegen sehr schwer etwas zu finden. Wenn überhaupt müsstest du dann wahrscheinlich auf Bücher ausweichen, aber selbst da ist das Angebot gering.

Hoffe, dass die Links dir etwas helfen.

Liebe Grüße! :-)

...zur Antwort