Gedicht aus dem 30 jährigen Krieg?

2 Antworten

Hallöchen,

das mit Abstand bekannteste ist wohl "Tränen des Vaterlandes":

Wir sind doch nunmehr ganz, ja mehr den ganz verheeret! Der frechen Völker Schar, die rasende Posaun Das vom Blut fette Schwert, die donnernde Karthaun Hat aller Schweiß, und Fleiß, und Vorrat auf gezehret. Die Türme stehn in Glut, die Kirch’ ist umgekehret. Das Rathaus liegt im Graus, die Starken sind zerhaun, Die Jungfern sind geschänd’t, und wo wir hin nur schaun, Ist Feuer, Pest, und Tod, der Herz und Geist durchfähret. Hier durch die Schanz und Stadt, rinnt allzeit frisches Blut. Dreimal sind schon sechs Jahr, als unser Ströme Flut, Von Leichen fast verstopft, sich langsam fort gedrungen, Doch schweig ich noch von dem, was ärger als der Tod, Was grimmer denn die Pest, und Glut und Hungersnot, Dass nun der Seelen Schatz so vielen abgezwungen.

Von Andreas Gryphius... mit dem muss sich jeder Germanist im Studium beschäftigen. Wenn ihr einen netten Lehrer habt, dann wird es wohl dieses Werk werden. Ich denke die meisten verbinden die Zeit mit diesem Antikriegsgedicht.:)

Von hier: https://www.dreissigjähriger-krieg.de/gedichte.html  Dort findest du auch noch andere Gedichte sowie Wissenswertes über den Krieg.

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