Vater verbietet mir mit 20 Jahren einen Freund zu haben was tun?

Hi, also ich bin 19 und werde in paar Monaten 20. Ich betreibe seit fast 10 Jahren Leistungssport, mein Vater hat seinen Job aufgegeben und kümmert sich um meine Karriere.

Es kommt öfter mal zu Streitigkeiten, weil ich meinen Kopf nicht im Training beisammen hab, ich eine Luxus position hab und ich angeblich nichts zu schätzen weiß....wenn mein Vater lauter wird zieh ich den Kopf ein, werd leicht ängstlich und trau mich garnicht mehr ein Ton zu sagen, oftmals verbunden mit weinen. Es dreht sich bei mir nur um Sport (mein Vater selber Leistungssportler gewesen), mein Privatleben findet garnicht mehr statt (auch durch Corona), wenn ich mal gleich länger weg bin spazieren mit dem Hund werd ich sofort angerufen wo ich bleibe. Männer sind komplett tabu, es wird mir eingeredet nur sport und kein Freund in den nächsten Jahren. Bin jetzt in einer Beziehung und das ist was sehr ernstes mit ihm stelle ich mir vieles vor, sogar mein Freund kann das alles nicht verstehen und unterstützt mich wo es nur geht. Jetzt wollen wir nach HH ziehen und bin gezwungen mitzukommen aber überlege einfach zu verschwinden einen Brief zu hinterlassen und meine sport an den Nagel zu hängen, Hauptsache ich bekomme erstmal meine Freiheit, mein Freund würde mich aufnehmen. Es macht einfach kein spaß mehr, mir wird eingepaukt in den Kopf Opfer zu bringen, als Leistungssportler muss man auf seine Jugend verzichten, kein Freund, neben meinen Sport den ich liebe gut kann hab ich keine Freiheiten und ich komm an den Punkt wo mir der sport und das alles kein Spaß mehr macht. Ich komm nicht raus, kein Urlaub, ich sehe nichts, muss mich mit meinem Freund in seinem Auto treffen und da bleiben weil ständig mein Vater vllt anrufen könnte wo ich bleibe mit dem Hund(das ist die ausrede ständig)es auffliegen könnte..mit meinen Vater kann man nicht reden, weil ich davor angst hab weil ich weiß wie es endet, sie mich dann nach HH mitschleppen. Mit meinem Vater traut man sich nicht zu reden, ständig werd ich als kind hingestellt, bin unfähig alleine zu leben...Ich würde einfach meine Tasche packen nachts, einen brief hinterlassen, zu meinen freund gehen, und seine Eltern helfen mir auch und unterstützen mich, was haltet ihr davon, was kann ich tun?

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Ja, dein Vater hat halt alles auf die Karte "Kind" gesetzt und merkt jetzt, wie du ihm entgleitest. Er hat sich von dir abhängig gemacht. Eltern sollten sowas nicht tun, aber sie sind auch nur Menschen und machen Fehler.

Was das kommentarlose Verschwinden angeht - ich finde das keine gute Idee. Erwachsene Menschen reden offen und sachlich über die Dinge. Dazu gehört es aber erstmal, dass du mit dir selber im Reinen bist. Du musst deinem Vater eine ganz klare und unmissverständliche Ansage machen: Dass du nämlich nichts mehr mit dem Leistungssport zu tun haben willst. Denn alles, was du aufgezählt hast, gehört nunmal dazu. Wenn du das alles nicht willst, musst du konsequent einen Schlussstrich unter deine Karriere ziehen und dann auch ohne Widerrede dazu stehen. Also, dich einfach bei den Eltern deines Freundes "verstecken" wäre feige. Setz dich mit deinem Vater an einen Tisch und erkläre ihm deine Situation: Dass du bereit bist, deine Koffer zu packen und auszuziehen, wenn das so weitergeht. Ihr müsst gemeinsam eine Lösung finden; ich vermute jedoch, dass es auf das Ende deiner Karriere zulaufen wird. Und wenn das so wäre, müsstest du einen Plan B haben. Du kannst ja nicht einfach bei den Eltern deines Freundes wohnen und das Leben auf dich zukommen lassen. Hast du einen Plan B?

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Vielleicht hattest du possessive Bezugspersonen (Eltern, Erzieher, beste Freunde), von denen du dich nicht lösen kannst.

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Da stimmt wohl etwas in der Familie nicht und der Mensch flüchtet sich in eine perfekte Scheinwelt, um die Probleme nicht wahrzunehmen. Ich kenne selbst so einen Mann, der ein Fleischgeschäft hatte und inzwischen pensioniert ist. Er spricht ständig von seinem Sohn, dass der ein hohes Tier bei Roche sei und Ferienhäuser an verschiedenen Luxusorten habe. Den Sohn habe ich aber noch nie gesehen und der Vater spaziert auch an Feiertagen immer alleine auf der Strasse herum.

Es könnte sich um Kompensation handeln. Vielleicht hat der Vater Schuldgefühle seinen Kindern gegenüber und versucht seine erzieherischen Mängel dadurch wettzumachen, dass er sie öffentlich in den höchsten Tönen lobt. Ein bisschen so wie der Ehemann, der seine Frau betrügt, ihr aber jeden Tag einen teuren Blumenstrauss schenkt.

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Nein, krankhaft ist das nicht. Du solltest dir nur klarmachen, dass das, wofür du diese Frau bewunderst, selbst schon besitzt. Du brauchst sie nicht, um deine Werte auszuleben. Integriere das, was du an ihr magst, in dein eigenes Leben. Mache dir ihre Eigenschaften zu eigen. Wie du weisst, beruhen Freundschaft und Liebe auf Freiheit und nur wer mit sich selbst zufrieden ist, kann auch für andere ein guter Freund und Partner sein.

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War es die richtige Entscheidung Schluss zu machen?

Meine Freundin hat sich vor 3 Monaten von mir getrennt es war eigentlich alles harmonisch, wir hatten kaum gestritten, uns aber nur einmal die Woche gesehen, sprich am Wochenende weil unter der Woche war es schwierig da sie mit Abi beschäftigt war und ich mit Arbeiten.. Es war für uns beide die erste Beziehung, sie hatte auf einmal keine Gefühle mehr und wollte auch direkt Kontaktabbruch weil sie mir niemanden befreundet sein kann mit dem sie zusammen war.. Das Problem ist ich hab ihr eigentlich alles gegeben und ihre Entscheidung kam so plötzlich ich habe aus vollem Herzen geliebt und so sehr gekämpft um ihre Entscheidung zu überdenken aber alles zwecklos..

Ich hab sie und ihre Familie so sehr ins Herz geschlossen und sie zu vergessen ist für mich unmöglich bis schwierig.. Ich habe wirklich gedacht sie wär meine große Liebe aber dann wäre wir ja noch zusammen oder.. Den genauen Grund konnte sie mir nicht sagen sie hatte nur keine Gefühle mehr.. Wie haben auch eigentlich über alles gesprochen aber wahrscheinlich lag es doch an der Kommunikation und dass sie zu wenig mit mir geredet hat..

Wäre es eh besser wenn jetzt schluss ist weil im Herbst wär sie beruflich weggezogen in eine andere Stadt.. Ein paar 100km von mir entfernt und da würde sie sich nur auf ihre Ausbildung bzw Studium für Polizei konzentrieren.. Vielleicht wäre es besser wir hätten uns ein paar Jahren später kennengelernt vielleicht wären wir dann noch zusammen aber sie war so perfekt Und wir waren uns so ähnlich wieso hat es dann doch nicht funktioniert.. Ich habe wirklich gedacht sie wär die große Liebe aber sie war es wohl doch nicht..

Was haltet ihr davon, war es richtig Schluss zu machen und Kontakt abzubrechen oder würde es später ein Liebescomeback geben sozusagen?.. Ich mein ich habe wahrscheinlich zu viel investiert in die Beziehung und wollte sie glücklich sehen aber trotzdem ist es gescheitert... Wir sind im guten auseinander und ihre Gefühle sind bis heute auch nicht zurück gekommen und einen anderen hat sie auch nicht wär ja sinnlos wenn sie jetzt nen anderen hätte obwohl sie wegzieht..

Hätte man noch was machen können oder war es besser so wie es jetzt ist?

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Hallo

Eine Liebesbeziehung ist eine komplexe Angelegenheit. Es reicht nicht, verliebt zu sein, sondern da gehört mehr dazu: ähnliche Lebenseinstellung, gemeinsame Ziele; man muss gemeinsam in dieselbe Richtung schauen.

Dass deine Freundin sich für die Trennung entschieden hat, hat wohl weniger mit dir zu tun, als mit ihr selbst. Sie hat einen anderen Weg eingeschlagen. Ihre Gefühle haben sich verändert; sie hat neue Seiten an sich entdeckt, vielleicht neue Interessen oder Vorlieben. Etwas hat sich bei ihr verändert. Das ist in etwa so, wie wenn du im Kino sitzt und plötzlich fällt dir ein, dass du daheim den Kochherd angelassen hast. Der Film ist vielleicht sehr gut, aber der Kochherd hat jetzt Priorität. Also läufst du während der Vorstellung aus dem Saal raus, um dich darum zu kümmern. So ähnlich kann das auch in Beziehungen gehen; plötzlich taucht was anderes auf, was es einem verunmöglicht, den bisherigen Weg weiterzugehen. Ja, vielleicht kommt sie eines Tages zu dir zurück, aber vielleicht bist du dann glücklich gebunden, lebst in einem anderen Kontinent oder hast ein ganz anderes Leben als jetzt, wo kein Platz für sie wäre. Auch du bist ja weiterhin am Leben und entwickelst und veränderst dich. Das ist richtig und soll so sein.

Insofern war es sicher richtig, dass ihr euch getrennt habt. Und den kompletten Schlussstrich hätte ich an ihrer Stelle auch gezogen, denn eine Freundschaft hätte nur zu Missverständnissen zwischen euch geführt und dazu, dass ihr euch falsche Hoffnungen macht. So herrschen klare Verhältnisse und auch du kannst dein Leben weiterleben.

LG

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Nun, die Autobahn führt dich direkt ins Meer, vor dem du Angst hast. Und du landest dort ungeschützt, also ohne Fahrzeug und ohne Begleitung. Es geht um dein Leben mit den Ängsten, das, wie das Leben jedes Menschen, unvermeidlich in den Tod führt. Nur dass du zu einem Unmenschen (einem Riesen) wurdest und ganz alleine im Meer gelandet bist, währenddem deine Begleiter vermutlich frischfröhlich weiter geradeaus auf der Autobahn fuhren. Der Traum zeigt dir, dass die Ängste dich aus dem Leben katapultieren und du von deinen Mitmenschen entfremdet bist. Auch scheinst du die Kontrolle über dein Leben verloren zu haben, da alles "automatisch", also ohne dein Zutun, passiert ist.

Der Traum zeigt dir gleichzeitig die Ursache deiner Ängste: der Tod, der andererseits unvermeidlich ist, da du ja letztlich doch dort gelandet bist. Damit liefert der Traum dir gleichzeitig die Lösung für deine Ängste: Halte dich nicht am Metallrand fest, sondern löse dich von deiner krampfhaften Suche nach Sicherheit.

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Du hast das Problem selbst schon benannt: Du fühlst dich ungeliebt. Das Problem bei Trennungen ist nämlich, dass manche Leute die Liebe ganz abschreiben. Daraus entstehen dann fehlende Selbstachtung und ein geringes Selbstwertgefühl. Aber die Tatsache, dass man sich getrennt hat ist nicht gleichbedeutend mit dem Verlust der Liebe. Der Partner ist gegangen, aber die Liebe ist geblieben und richtet sich jetzt halt auf andere Dinge, wie Hobbys, den Beruf, die Wohnung, den eigenen Körper oder ein Haustier oder am besten all das zusammen.

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Es muss nicht bedeuten, dass du noch verliebt bist, sondern einfach, dass es dir schwerfällt zu akzeptieren, dass du dich in ein solches A..., wie du schreibst, verliebt hast. Dein Unbewusstes scheint daran festzuhalten, dass ihr euch doch mögt. Und vermutlich hat es sogar recht. Aber aus irgend einem Grund war es dem Jungen nicht möglich, dich gut zu behandeln. Trotzdem glaubst du an das Gute in ihm. Das muss nichts mit Liebe zu tun haben, sondern ist schlicht und einfach menschlich.

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Na ja, wenn man den Egoismus sehr weit definiert, ist natürlich auch eine egoistische Komponente dabei, dass meinen Kindern nichts passiert, weil ich mir als Elternteil dann keine Vorwürfe machen müsste. Aber erstmal möchte ich doch, dass die Kinder sich frei entfalten dürfen. Ich habe keine Kinder, aber ich denke, wenn ich welche hätte, würde ich nicht von ihnen erwarten, dass sie mich im Alter pflegen oder dass sie mir sonst etwas zurückgeben. Sonst wäre es Berechnung und keine Liebe. Von daher würde ich sagen: Ja, echte Liebe ist selbstlos.

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Je mehr man über die Leere nachgrübelt, desto leerer fühlt man sich. Denk also nicht an dich, sondern an die anderen, die dich brauchen.

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Nein, ohne ärztlichen Rat solltest du keine Nahrungsergänzungsmittel nehmen. Sprich mit deinem Hausarzt darüber. Ich vermute, du gehst noch zum Kinderarzt? Auch Erwachsene sollten diese Präparate nicht einfach so nehmen.

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Ja, die Farbe ist eine sehr oberflächliche Gemeinsamkeit. Offenbar haben die beiden nicht mehr als das gemeinsam.

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Der Traum geht meiner Meinung nach tiefer. Der Crush steht ja hinter ihr, ohne dass sie's merkt. Vermutlich glaubt sie nur, in diesen Jungen verliebt zu sein und merkt nicht, dass sie im Grunde einen anderen meint.

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Ich habe neulich von einem jungen Mann gelesen, der in Isolationshaft lebt seit er 13 ist. Insgesamt 18 Jahre. Er schreibt wunderbare Texte und Gedichte. Ich frage mich immer, wie jemand, der so stark leidet, eine derartige Schönheit produzieren kann.

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Sie wussten ja jahrelang, was auf sie zukommt und haben sich innerlich wohl mit der Strafe einverstanden erklärt. Ausserdem gibt es wohl nichts Schlimmeres als eine lebenslange Isolationshaft. Vielleicht sehen sie den Tod als Erlösung. Traurig ist es, wenn Unschuldige hingerichtet werden. In den USA ist das immer noch gang und gäbe und niemand kümmert sich um die Fälle, weil es sich um mittellose Menschen handelt und die Fälle somit für die Anwälte nicht lukrativ sind. Das ist der eigentliche Skandal. Interessant ist auch, dass die meisten, die die Todesstrafe vollstrecken, kurz darauf kündigen und mit sowas nichts mehr zu tun haben wollen.

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Das fällt den meisten Menschen schwer, würde ich behaupten. Sie fühlen sich dadurch entmachtet.

Man kann die Einstellung dazu aber ändern - das ist das Schöne an der Sache. Wer dir hilft, bereichert dein Leben. Sag ja, auch wenn du es alleine machen könntest. Ich fühlte mich früher auch beleidigt, wenn Kinder mir im Bus einen Sitz anboten. Jetzt sage ich immer Ja, auch wenn ich lieber stehen würde. Hilfe annehmen hat mit Grosszügigkeit zu tun. Das Kochen ist auch so eine Sache. Meine Mutter will mir immer beim Kochen helfen. Das heisst nicht, dass sie es mir nicht zutraut oder ich es nicht alleine könnte. Sie möchte eine Rolle in meinem Leben spielen. Und die gewähre ich ihr gerne. Ausserdem musst du bedenken, dass das Allermeiste, was du hast, nicht deiner Eigenleistung entstammt: Gesundheit, glückliche Zufälle, Wohlstand - das ist alles hilfreich für ein zufriedenes Leben, wenn man es dankbar annehmen kann.

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