Hat einiges verbessert

«Um aber nicht ungerecht zu sein, darf ich einen grossen Nutzen nicht unerwähnt lassen, den diese Neuregelung der Rechtschreibung gestiftet hat: Sie hat der sakrosankten „historischen Orthographie“ den Glorienschein der Unveränderlichkeit und Unverletzlichkeit vom Haupte gerissen und dadurch einer künftigen Reform die Wege geebnet. Das Werk der Männer, welche vor 25 Jahren die deutsche Rechtschreibung regeln sollten, hat kein Uebermass von Beifall und Anerkennung gefunden.» Th. Sprater: «Das Problem einer internationalen Orthographie-Reform», s. IV, 1901

ortografie.ch/stichwort/reform1996.php

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Eine rechtschreibreform ändert die schreibweisen, aber nicht die grammatik. Eine grammatikreform kann jeder für sich machen (z. b. gendern), aber eine staatliche grammatikreform gibt es nicht.

Für die rechtschreibung braucht es keine kreativität; es reicht, ein paar fehlentwicklungen rückgängig zu machen. Dazu gehören die substantivgrossschreibung, ph/th/rh, v, inkonsequente bezeichnung der vokaldauer usw.

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Ich bin dafür

Konrad Duden: Unsre rechtschreibung ist um so besser, je leichter sie von jedem nur der deutschen sprache kundigen richtig gehandhabt werden kann.

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Normalerweise wird kein bindestrich gesetzt. Grammatikalisch ist der stadtteil eine nachgestellte apposition (nähere bestimmung). In mein bruder Klaus ist Klaus eine nähere bestimmung zu bruder. Ebenso: flughafen London Gatwick, London Heathrow, Zürich Kloten; aber flughafen Köln-Bonn, weil Köln und Bonn gleichgeordnet sind. Also stadtteil Zürich Altstetten, weil Altstetten untergeordnet ist. Aus unerfindlichen gründen ist in einigen städten die liebe zum bindestrich grösser als die liebe zur grammatik; so liest man immer Berlin-Mitte.

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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Klein. Wenn du internet hättest, könntest du hier nachschauen: :-(

https://www.duden.de/rechtschreibung/drei

Hier daraus ein passendes beispiel: «die drei sagten übereinstimmend, dass …»

Die duden-regel: D 78, «Grundzahlen unter einer Million [werden] kleingeschrieben.»

Dagegen gross: «Die Drei» = die ziffer 3.

(Geschrieben gemäss kleinschreibung.ch)

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Neben dem trick mit der formatierung gibt noch eine weitere, eigentlich bessere möglichkeit. Einige wenige schriften (z. b. times new roman) enthalten tiefgestellte ziffern: s₂, CO₂. Zu finden sind sie und andere sonderzeichen in den Microsoft-programmen mit einfügen, symbole; in windows mit windows-zubehör, zeichentabelle.

(Geschrieben gemäss kleinschreibung.ch.)

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Könnte das ein Thema in einer möglichen neuen Rechtschreibreform werden?

Es war schon das tema einer möglichen alten reform!

Vorschlag des leipziger lehrervereins von 1931: keinerlei stammsilbenschreibung mehr: statt ä nur noch e, statt äu nur noch oi — auch eu wird zu oi — ei wird zu ai.

https://ortografie.ch/stichwort/a-umlaut.php

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Newsletter von http://www.451.ch/

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Wir haben hier ja öfter [kein komma] die Situation, dass Frager die Groß- und Kleinschreibung ignorieren und für unwichtig halten.

Wenn viele leute etwas für unwichtig halten, könnte es ja sein, dass sie recht haben.

1. Eigentlich braucht es nur 1 sorte buchstaben:

https://www.gutefrage.net/frage/ist-es-sinnvoll-dass-es-kleine-und-grosse-buchstaben-gibt-wenn-ja-warum#answer-290392205

2. Wenn wir nun mal grossbuchstaben haben, ist die international übliche eigennamengrossschreibung besser als die substantivgrossschreibung:

https://www.gutefrage.net/frage/meinungsfrage-wie-steht-ihr-zur-einhaltung-der-rechtschreibregeln#answer-289282295

3. Die substantivgrossschreibung bringt dem leser nichts:

http://sprache.org/bvr/?s=disambiguierung&a=disamb

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Zu «sch»: https://www.gutefrage.net/frage/warum-spiel-und-nicht-schpiel-wortregeln#answer-250461862

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Wie schon Niela80 festgestellt hat, kam der fussball nicht über Deutschland in die Schweiz. Als dann die deutschen in einem anflug von nationalismus eigene ausdrücke erfanden, hatte das keinen einfluss auf die Schweiz.

Auch die eisenbahn wurde in England erfunden, kam dann allerdings via Deutschland in die Schweiz. Das änderte aber nichts daran, dass die züge in der Schweiz links fahren und die deutschen bemühungen um sprachreinheit ebenfalls ignoriert wurden. Wir sagen hier deshalb nicht bahnsteig, sondern perron, nicht fahrkarte, sondern billett und retourbillett, nicht schaffner, sondern kondukteur, nicht strassenbahn, sondern tram usw.

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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Eigentlich ist die worttrennung am zeilenende kein problem der ortografie, sondern der typografie und damit ein tema für spezialisten. Typografische regeln gibt es jede menge, z. b. eine höchste zahl von trennungen bei aufeinander folgenden zeilen. Nur wird man natürlich bei einem bibliofilen buch strenger darauf achten als in einem sportbericht einer zeitung, mit der man am folgenden tag die einkäufe einwickelt. Je nachdem vermeidet man z. b.«zeilenen-de» und trennt nur «zeilen-ende» oder gar nicht – oder man nimmt es nicht so genau. Dasselbe gilt ursprünglich für die frage, ob man einzelne buchstaben abtrennen soll. Der «normale» schreiber kann das auch so halten, wenn er will. Er hat aber auch die möglichkeit, trennungen ganz zu vermeiden!

Da man in der schule möglichst nur sinnvolle dinge lernen soll, haben die linguisten 1996 typografisches spezialistenwissen aus der ortografie entfernt. Solche auswüchse waren die trennregeln mit st, ck, den drei konsonanten und eben auch mit den einzelbuchstaben.

Leider gibt es in Deutschland viele obrigkeitshörige leute. Ihnen kann man nicht eine schreibweise empfehlen oder davon abraten. Für sie muss alles entweder vorgeschrieben oder verboten sein. Diesem drängen hat das laiengremium «rat für deutsche rechtschreibung» 2006 nachgegeben und betreffende regel wieder eingeführt. Wie sinnlos das ist, sieht man, wenn man ein gesangbuch aufschlägt. Wie sonst soll man die silben unter die noten platzieren («in E-wig-keit»)?

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch.)

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Meine antwort auf die gleiche frage: https://www.gutefrage.net/frage/korrekte-schreibweise-von-eiscremeeiskrem-verschiedene-internetfunde-machen-mich-nur-zunehmend-verwirrt-wie-ist-es-tatsaechlich-richtig#answer-184825730

Eine übersicht über die schreibung von krem/creme: http://sprache.org/bvr/?s=krem

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Dialekte und auch sprachen entstehen dadurch, dass sich eine sprache ändert und sich die neuen formen nicht auf dem ganzen gebiet ausbreiten. Beispiel: Das wort tid wandelte sich ab dem 5./6. jahrhundert zu zeit. Z statt t setzte sich in grossen teilen des sprachgebiets durch, auch in der Schweiz, aber eben nicht überall: Die niederdeutschen, die niederländer und die angelsachsen (engländer) blieben beim t. Auch das ei erreichte nicht alle: die niederdeutschen und die hochalemannen blieben beim i. So kommt es, dass es in platt wie ursprünglich tied heisst, in der Schweiz ziit, in den Niederlanden tijd, ausgesprochen [teid], im englischen tide ([teid] für gezeiten) und im deutschen zeit.

Weiteres beispiel: Ursprünglich (und platt und niederländisch immer noch) peper, englisch pepper, deutsch pfeffer, schweizerdeutsch pfäffer. Wir schweizer in unserer randlage sind also manchmal progressiv, aber eher häufiger nicht, weshalb es einige ähnlichkeiten von schwiizertüütsch einerseits und plattdüütsch (!) und niederländisch anderseits gibt.

Kompliziert wird es, wenn die schreibung den sprachwandel nicht oder nur halb mitmacht. Ein beispiel von unzähligen: der wandel von s zu sch. So schreiben wir inkonsequenterweise modern schnell, aber altmodisch spitz. (Hier waren wir schweizer ausnahmsweise an der spitze: Wir sagen auch wurscht.) Die engländer lieben es besonders altmodisch: Sie sagen wie die deutschen haus, schreiben aber wie die schweizer hus – und das auf französisch: house.

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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> verschlechtert sich ... so drastisch
Bist du sicher? Hast du das wissenschaftlich untersucht? Womit vergleichst du? War es früher besser?

«Im Jahr 1912 verursachte der Breslauer Lehrer Oskar Kosog mit dem Rechtschreibdiktat ‹Aus dem Testamente einer Mutter›, seither Kosogsches Diktat genannt, keine geringe nationale Aufregung. Es beteiligten sich daran 30 Lehrer, 2 Subalternbeamte, 8 Frauen mit höherer Mädchenschule, 10 Akademiker sowie 22 StudentInnen. Man kann es nicht anders sagen, als dass das Ergebnis betrüblich war: Je nach Gruppe kamen zwischen 13 und 24 Fehler heraus; der einzige Oberlehrer, der sich an der Prüfung beteiligte, lag mit 18 Fehlern im Mittelfeld.» (Süddeutsche Zeitung, 19. 8. 2000.)

ortografie.ch/stichwort/schreiben.php

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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Auf dem bild steht ‚interkultureller kompetenz‘. Mit kommas hat das ganze nichts zu tun; auch das linke zeichen ist kein komma. Es handelt sich um halbe oder einfache anführungszeichen, die normalerweise für eine unteranführung verwendet werden, also innerhalb normaler anführungszeichen. Ein beispiel:

  • Er sagte: „Das ist ein beispiel ‚interkultureller kompetenz‘.“

In der textverarbeitung word gibt es eine autokorrektur, die u. a. die anführungszeichen typografisch richtig setzt, wenn man " für die normale anführung und ' (apostrof) für die unteranführung tippt. Diese und andere zeichen findet man auch unter einfügen, symbole, sonderzeichen.

Alles dazu findet man hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Anführungszeichen

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch.)

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In der neuesten version (aber evtl. nicht in der version 2010) hat word bei den typografischen anführungszeichen auch den unterschied zwischen Deutschland und der Schweiz im griff:

  • „Deutschland“
  • «Schweiz»
  • « Frankreich »
  • “England”

Getippt wird jeweils " (über der 2).

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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