https://www.gutefrage.net/frage/facharbeit-spannendes-thema#answer-229640486

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«Die Anwendung solcher Buchstaben, die für unser Schriftsystem völlig überflüssig sind, wie c statt k oder z, ch statt sch oder k, ph statt f, th statt t, v statt w, y statt i oder ü ist möglichst zu beschränken. Damit hängt zusammen die Forderung, daß unentbehrliche Fremdwörter, die sich vollkommen der Aussprache gemäß nach unserer Schreibweise wiedergeben lassen, in deutscher Weise geschrieben werden. […] Wir müssen dahin gelangen, daß wir, wie es das Althochdeutsche und das Mittelhochdeutsche thaten, Fremdlinge, denen wir Heimatsrecht geben wollen, in deutsches Gewand kleiden.» Konrad Duden, 1898.

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Das ist die frage:

Mich würde interessieren, wann welche Form des Absatz ihren Einsatz findet.[neue zeile]
[neue zeile]
Wann genügt[neue zeile]
dieser?[absatz]
wann muss es[absatz]
dieser sein?[absatz]
Und wann muss man[absatz]
[leer][leer][leer]diese Form benutzen? [absatz]

Hier steht einiges:

https://de.wikipedia.org/wiki/Absatz_(Text)

Diese erklärungen sind allerdings noch zu sehr der schreibmaschine verhaftet. «Leerzeile» ist so ein ausdruck aus einer grauen vorzeit, als es noch typenhebelsalat und durchgestanzte o gab. Für die textverarbeitung gilt: Ein absatz ist ein wichtiges element mit wichtigen funktionen (text/überschrift usw., form, beziehung zu den anderen absätzen). Deshalb kann es keine leeren absätze (d. h. zweimal enter hintereinander) geben. Zu den beziehung zu den anderen absätzen gehört der abstand zum vorhergehenden und zum nächsten absatz, also z. b. das, was früher die leerzeile war. Neue zeile (wie zu beginn deines beispiels; in word und hier bei gutefrage.net umschalt + enter) braucht man für gedichte und sonst für nichts. Zweimal neue zeile braucht man gar nie.

Einzüge, also auch ein erstzeileneinzug, sind eine eigenschaft des absatzes, die dort definiert werden muss. Leerschläge am anfang eines absatzes und zwei leerschläge hintereinander gibt es nicht.

Das gilt ebenso für texte, die durch einen internetbrauser dargestellt werden sollen; hier dienen die css (style sheets) der formatierung. Dass der brauser mehrere leerschläge hintereinander ignoriert, hast du ja selbst bei deinem letzten absatz gesehen.

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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Es ist es egal, ob man die alte oder die neue rechtschreibung nicht beherrscht. ;-) Wenn du die die alte beherrschen würdest, hättest du in deiner frage 2 zusätzliche kommas gesetzt. (Auch stilistisch könnte man noch daran arbeiten.) Oder willst du der alten rechtschreibreform von 1876/1901 einhalt gebieten? Da wäre ich dabei; ich schreibe gemäss der uralten rechtschreibreform von Jacob Grimm und früheren vorschlägen von Konrad Duden (http://www.kleinschreibung.ch).

Die antwort auf die frage: Man muss sich weder an eine neue noch eine alte rechtschreibung halten. Das kann man auch bei englischen reformern (http://spellingsociety.org) nachlesen: “While schoolchildren learn some new, improved spellings, most adults continue to write as before. It may therefore take a lifetime before everyone uses the new forms.”

Nachlesen könnte man noch so vieles, z. b. dass hier vor nur einer woche die gleiche frage gestellt wurde:

https://www.gutefrage.net/frage/muss-man-heutzutage-die-neue-rechtschreibung-verwendet-oder-kann-man-ruhig-mit-der-alten-rechtschreibung-weitermachen

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«Detailtypografie» von Friedrich Forssman und Ralf de Jong: «Innerhalb längerer fremdsprachiger Zitate werden die Anführungszeichen nach Art der zitierten Sprache gesetzt, aber nicht bei kurzen Zitaten.»

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Wir haben hier ja öfter [kein komma] die Situation, dass Frager die Groß- und Kleinschreibung ignorieren und für unwichtig halten.

Wenn viele leute etwas für unwichtig halten, könnte es ja sein, dass sie recht haben.

1. Eigentlich braucht es nur 1 sorte buchstaben:

https://www.gutefrage.net/frage/ist-es-sinnvoll-dass-es-kleine-und-grosse-buchstaben-gibt-wenn-ja-warum#answer-290392205

2. Wenn wir nun mal grossbuchstaben haben, ist die international übliche eigennamengrossschreibung besser als die substantivgrossschreibung:

https://www.gutefrage.net/frage/meinungsfrage-wie-steht-ihr-zur-einhaltung-der-rechtschreibregeln#answer-289282295

3. Die substantivgrossschreibung bringt dem leser nichts:

http://sprache.org/bvr/?s=disambiguierung&a=disamb

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Die rechtschreibung ist nicht verbindlich; die frage nach dem warum erübrigt sich also.

Das beispiel mit dem superlativ passt nicht zur frage, denn es betrifft die sprache. Die ist selbstverständlich auch nicht verbindlich.

Zum unterschied zwischen sprache und schreibung: http://www.sprache.org/bvr/?s=schichtenmodell

Zur schreibnorm: http://www.sprache.org/bvr/?s=norm

Zur amtlichen rechtschreibung: http://www.sprache.org/bvr/?s=amtlich

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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Hier wird kein bindestrich gesetzt, sondern ein (längerer) bis- oder streckenstrich, und zwar ohne leerschritt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Halbgeviertstrich#Bis-Strich

(Geschrieben gemäss http://www.kleinschreibung.ch)

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Ronald Lötzsch, Linguist, 1997 (rosalux.de):

Da keine Sprache, natürlich auch die deutsche nicht, unterschiedliche »kleine« und »große« Laute kennt, sind Großbuchstaben abzuschaffen. Von den Benutzern der zahlreichen Buchstabenschriften, die es gibt, leisten sich lediglich die von vier den Luxus besonderer Großbuchstaben. Es sind dies die griechische, die beiden von dieser abstammenden Alphabete, das lateinische und das kyrillische, und die armenische Schrift. […]

Irgendwelche rationalen Argumente für die Verwendung besonderer Großbuchstaben gibt es nicht. Wenn konsequente Kleinschreibung praktiziert wird, fällt dies dem Leser kaum auf. Auch für das Deutsche gibt es beachtliche Beispiele. So gab die Büchergilde Gutenberg Berlin 1931 den Titel sport und arbeitersport eines Autors helmut wagner heraus und stellte ihm das Motto voran: »dieses buch wurde mit zustimmung des autors in kleinbuchstaben gesetzt. es soll freunden und gegnern der vielfach umstrittenen kleinschreibung gelegenheit zur klärung ihres standpunktes geben.«

Auch wer jiddische Texte herausgibt, diese im Interesse an die Lateinschrift gewöhnter Leser transliteriert und dabei ausschließlich Kleinbuchstaben verwendet, weil die hebräische Schrift keine Großbuchstaben kennt, braucht nicht, wie ich aus eigener Erfahrung weiß, mit Protesten zu rechnen.

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Etymologie (herkunft) ist eine interessante sache, aber in einer buchstabenschrift hat sie nichts zu suchen.

http://sprache.org/bvr/?s=synchronie

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Wilhelm Bleich, 1900: Daß ohne irgend einen Nachtheil der Gebrauch, alle Dingwörter mit einem großen Anfangsbuchstaben zu schreiben, unterbleiben kann, erweist der Schriftgebrauch aller anderen europäischen Völker, welche, wie bis zu 16. Jahrhundert auch das deutsche Volk, außer den Eigennamen nur das erste Wort am Anfange eines Lesestückes und nach einem Punkte durch einen großen Anfangsbuchstaben zu dem Zwecke hervorheben, dem Lesenden den Ueberblick zu erleichtern.

Heinrich Böll, deutscher schriftsteller, 1973: Eine sprache verliert weder an informationswert noch poesie, wenn sie — wie die englische und die dänische — von der gross- zur kleinschreibung übergeht.

http://www.kleinschreibung.ch

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Warum ist die deutsche Silbentrennung so vergurkt?

Ich verstehe nicht, wie die deutsche Silbentrennung theoretisch funktionieren soll, d.h., wie man die Regeln (ab S. 101) anwenden soll.

Im Prinzip trennt man ja vor dem letzten Konsonanten einer Gruppe, wobei Di­graphen etc. beachtet werden müssen: lе·bеn·dіg, ѕсhnаr·сhеnd, Οr·nі·thο·lο·gе.

Bei Wortzusammensetzungen (oder Vorsilben, nicht aber Nachsilben) haben je­doch die Morphemgrenzen Priorität: bе·аn·trаgеn, vеr·ӓndеrn, еіn·аndеr, Εnt·ѕсhlеu­nі·gung. Dіе Rеgеl ѕοll nаtürlісh аuсh für Frеmd­wӧrtеr gеltеn, z.В. Τеlе·рѕусh·іаtеr, Кοn·ѕtruk·tіοn, Αn·ӓmіе, аutο·сhthοn, Αnt·аgοnіѕt, Ρӓd·аgοgе, Неlіkο·рtеr.

Aber dann kommt § 113, der alles auf den Kopf stellt:

§ 113 Wӧrtеr, dіе ѕрrасhhіѕtοrіѕсh […] gеѕеhеn Zu­ѕаm­mеn­ѕеtzungеn […] ѕіnd, аbеr nісht mеhr аlѕ ѕοlсhе еmр­fun­dеn οdеr еr­kаnnt wеrdеn, kаnn mаn [ent­weder so oder so trennen].

Ісh frаge mісh, wie dіеѕе Rеgеl angewendet werden ѕοll. Wοhеr ѕοll ісh wіѕѕеn, wаѕ еmрfundеn οdеr еrkаnnt wіrd (vοm wеm еіgеntlісh, bіn ісh аllеіn dа gut gе­nug)? Dа kӧnntе mаn ја glеісh ѕсhrеіbеn „Dаѕ Νӓhе­rе rеgеlt еіnе Vеr­οrd­nung dеѕ Μіnіѕ­tе­rі­umѕ für Ѕрrасh­рflеgе und Gе­ѕun­dеѕ Vοlkѕ­еmрfіn­dеn™“. Οdеr ѕοll ісh bеі јеdеr Τrеn­nung еіnе Vοlkѕ­bеfrа­gung durсhführеn?

Ісh kаnn аllеrdіngѕ bеі Dudеn Οnlіnе nасhѕеhеn, wаѕ dеn Νасhtеіl hаt, dаß еѕ nісht реr dеfіnіtіοnеm rісhtіg іѕt. Vοm Ρѕусh·іаtеr und dеm Неlіkο·рtеr rät der Duden zwar ab, er­laubt es aber (dеr аrmе Ur­vοgеl ѕοll zu Αrсhӓοр·tеrух trаn­сhіеrt wеr­dеn), und іn οffеn­ѕісht­lісhеr Vеr­lеtzung vοn § 113 ѕіnd Rhарѕ·οdіе und Εn·еrgіе und Ѕу·ѕtеm ѕοgаr vеr­bοtеn (Ѕу·ѕtοlе іѕt іn­kοnѕе­quеn­tеr­wеіѕе аbеr еrlаubt). Dаѕ bе­trіfft nісht nur Frеmd­wӧrtеr, bеі еmр­fοh­lе­nеn Τrеn­nun­gеn wіе еі·nаndеr οdеr dа·rum οdеr hі·nuntеr wurdе mіr ѕсhwіndlіg.

Auf die Frage, wer sich sowas ausdenkt, kriege ich bestimmt keine Antwort. Dеѕ­hаlb frаgе ісh lіеbеr wіе mаn dіеѕе Rеgеl еіgеntlісh nасh dеm Wіllеn іhrеr Ѕсhӧр­fеr аn­wеn­dеn ѕοll. Νасh wеlсhеm Кrі­tеrі­um ѕοll ісh vοr­gеhеn, um zu еnt­ѕсhеі­dеn, οb еіn bе­ѕtіmm­tеr Fаll, bеі dеm ісh vіеl­lеісht іm Zwеіfеl bіn, für § 113 quаlі­fіzіеrt οdеr nісht? Und іn wеlсhеn Fӓllеn dіе еtуmο­lοgіѕсh rісh­tіgе Τrеn­nung ѕοgаr vеr­bο­tеn іѕt? Und wеlсhеѕ Ρrο­blеm ѕοll dіе Rеgеl еі­gеnt­lісh lӧѕеn?

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Wοhеr ѕοll ісh wіѕѕеn, wаѕ еmрfundеn οdеr еrkаnnt wіrd (vοm wеm еіgеntlісh, bіn ісh аllеіn dа gut gеnug)?

Der sprachwissenschafter Peter Eisenberg stellt spöttisch fest: Als Indiz für vorhandenes oder nichtvorhandenes Bildungswissen ist die Silbentrennung ein Lieblingskind mancher Sprachfreunde.

Daraus kann man folgern, dass man die sache nicht zu ernst nehmen sollte. Trennungsregeln sind eigentlich ein problem der typografie, nicht der ortografie. Der normale schreiber kann trennungen fast immer vermeiden.

Die neuregelung von 1996 hatte nicht zuletzt das ziel, die ortografie von typografischem spezialwissen zu befreien. Dazu gehörten die dreikonsonantenregel mit ihrer speziellen trennregel (http://sprache.org/bvr/?s=3kons ), die trennregeln für st, ck und einzelbuchstaben (https://www.gutefrage.net/frage/einsilbentrennung---warum-wieder-abgeschafft ) sowie auch die ß-schreibung. Dazu gehört aber eben auch § 113, den es ja schon immer gegeben hat. Und schliesslich gehört auch die schreibung der fremdwörter (http://sprache.org/bvr/?s=fremdwort ) dazu.

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Zu «sch»: https://www.gutefrage.net/frage/warum-spiel-und-nicht-schpiel-wortregeln#answer-250461862

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Es gibt 4 möglichkeiten (die in den bisherigen antworten leider nicht vorkommen):

  • Florasan-Premium-Bio-Ansaaterde
  • Florasan-Premiumbioansaaterde
  • Premium-Bio-Ansaaterde Florasan
  • Premiumbioansaaterde Florasan

Ein leerzeichen kann es bei den varianten 1 und 2 nicht geben, weil das ganze eine zusammensetzung ist, und zusammensetzungen schreibt man zusammen oder mindestens mit bindestrich.

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Ein berliner linguist, Ronald Lötzsch, hat sich mal überlegt, wie eine ideale rechtschreibung aussehen müsste:

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Ein anlauf in England: https://de.wikipedia.org/wiki/Shaw-Alphabet

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