Wurde die Bibel verändert?

27 Antworten

  • Wenn die Bibel unverändert erhalten wäre, dann könnten nicht so gravierende Abweichungen darin sein, vom selben GOTT? „Denn in 6 Tagen machte GOTT Himmel und Erde, aber am 7. Tage ruhte ER und erquickte sich“ (2. Buch Mose 31:17, auch: 1. Buch Mose, 2) (engl.: „…rested and was refreshed“, King James Version), und: „Wache auf, oh HERR! Warum schläfst du? …“ (Psalm 44:24); dagegen steht:„… DER dich behütet schläft nicht, noch schlummert nicht“ (Psalm 121, 3-4).(der Koran bestätigt nur diese Version: "ALLAH, … al-Hayy, al-Qayyum, nicht ergreifen IHN Schlummer noch Schlaf …“ (Sure 2:255. Hayy: Lebender; Qayyum: Beständige). "Moses und Aaron, Nadab und Abihu, und die 70 Ältesten von Israel gingen hinauf und sahen den GOTT Israels …"(2. Buch Mose, also Exodus 24, 9-10). "So nannte Jakob den Platz Peniel und sagte: ‚Dies ist (so), weil ich GOTT von Angesicht zu Angesicht sah, und doch wurde mein Leben erhalten‘ „ (1. Buch Mose 32:30); dagegen: „Aber ER sagte: ‚Du kannst mein Angesicht nicht sehen, denn niemand kann MICH sehen und leben‘ “ (2. Buch Mose 33:10) und„Niemand hat jemals GOTT gesehen“ (NT: 1. Johannes 4:12)(Der Koran bestätigt: „Blicke können IHN nicht erreichen, ER aber erreicht die Blicke“, Sure 6:103. Nach der Sunna können nur die Paradiesbewohner sein Angesicht unverhüllt sehen, seine Verhüllung ist sonst immer das Licht).

  • War wirklich Isaak der "einzige" Sohn, der geopfert werden sollte (" ... Nimm Isaak, deinen einzigen Sohn, den du lieb hast, und gehe hin in das Land Morija ... ": „Und Hagar gebar Abram einen Sohn; und Abram hieß den Sohn, den Hagar ihm geboren hatte, Ismael ; und Abram war 86 Jahre alt, da ihm Hagar Ismael gebar“ (1. Mose 16, 15-16). „100 Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward“ (1. Mose 21, 5; von Sara). Somit war natürlich Ismael (Friede auf ihm) der Erstgeborene; Altersunterschied zu seinem zweitgeborenen Halbbruder Isaak (Friede auf ihm) also 14 Jahre! Somit war Ismael 14 Jahre lang der „einzige Sohn“! Aber "Und … Abraham machte ein großes Mahl, da Isaak entwöhnt ward (man kann dabei nach semitischer Weise zwischen ein paar Monaten bis höchstens 2 Jahre rechnen) Ismael war nun also ein pubertierender Jüngling im Alter von 14-16 Jahren! " ... und Sara … sprach zu Abraham: ‚Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn – denn dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak‘ . Das Wort gefiel Abraham sehr übel um seines Sohnes willen … da stand Abraham des Morgens früh auf, und nahm Brot und einen Schlauch mit Wasser, und legte es Hagar auf die Schulter, und den Knaben mit(hätte den mal lieber der Papa getragen!).… Da nun das Wasser in dem Schlauch aus war, warf sie den Knaben unter einen Strauch!. … steh auf, nimm den Knaben und führe ihn an deiner Hand, denn ICH will ihn zu einem großen Volk machen‘- und GOTT tat ihr die Augen auf, dass sie einen Wasserbrunnen sah. Da ging sie hin und füllte den Schlauch mit Wasser und tränkte den Knaben. Und GOTT war mit dem Knaben, der wuchs und wohnte in der Wüste Pharan (f-r-n),…nahm … ein Weib…“. (1. Mose 21, 8-21).

Also war Ismael nicht etwa inzwischen verstorben, denn die Bibel spricht von vielen Frauen ... „…Brunnen des LEBENDIGEN …“ (1. Mose 16, 14), erinnert jeden Muslim an den Brunnen Zamzam, ein paar Schritte von der Ka'ba entfernt, mit seinem besonderen Heilwasser.

Die Sunna erklärt in einem langen Hadith des Propheten Muhammad (Friede und Segen auf ihm) die Geschichte etwas anders und belegt, dass Ismael (Friede auf ihm) noch gestillt wurde, als sein Vater ihn der Mutter auf die Schulter legte, was viel logischer ist. Das heißt aber dann zugleich, dass hier verschiedene Berichte falsch zusammengesetzt hat. Oder auseinandergeschnitten und falsch zusammengesetzt hat, um den größeren Segen Isaak (Friede auf ihm) zuzuschieben. Der Koran macht keinen Unterschied zwischen ihnen, dort sind beide zugleich hochgeehrte Propheten! Dort geht die Geschichte so: Sara bat Ibrahim (Abraham, Friede auf ihm) Hadjar (Hagar) als zweite Frau zu heiraten, da sie alt geworden und kinderlos geblieben war. Doch als Hadjar dann wirklich schwanger wurde, stieg Eifersucht in ihr auf (sie wird in anderen Hadithen aber als sehr sehr gottesfürchtige Frau beschrieben, im Islam sieht man das als rein menschliche Reaktion), weiter wörtlich zitiert nach: „The noble qur’an“ im Taschenformat, übersetzt von Dr. Muhammad Taqi-du-din Hilali und Muhammad Muhsin Khan, Verlag Darussalaam, S. 510, Tafsir zu Sura 14:37: "Sie schwur, sie würde ihr 3 Stücke aus ihrem Körper schneiden; so band Hadjar einen Guertel um ihre Hüfte, und rannte fort – indem ihr Gewand hinter ihr herschleifte, um so ihre Spuren zu verwischen, falls Sara sie verfolgen sollte“. Weiter erzaehlt Ibn Abbas (r.) vom Propheten Muhammad, Friede und Segen auf ihm, dass erzählte (siehe "Fath-ul-Bari): "Die erste Frau, die einen Gürtel benutzte, war die Mutter von Isma’il – sie benutzte den Gürtel, um ihre Spuren vor Sara zu verbergen. Ibrahim brachte sie und ihren Sohn Isma’il, (im Alter) als sie ihn an ihrer Brust stillte, nahe der (damals verfallenen) Ka’ba, unter einen Baum, am Ort des Zamzam, an den höchsten Ort der (wohl ebenfalls verfallenen, gewöhnlich darum herumgebauten) Moschee. Während dieser Tage war niemand in Mekka, noch gab es dort Wasser. So ließ er sie dort niedersitzen, und stellte neben sie einen Lederbeutel mit etwas Datteln, und einen kleinen Lederschlauch mit etwas Datteln (hat also er getragen!) –und wandte sich heimwärts. Isma’ils Mutter folgte ihm und sagte: ‚Ya Ibrahim! Wohin gehst du, und lässt uns in diesem Tal, wo niemand ist, um uns Gesellschaft zu leisten, und wo nichts ist?‘. Sie wiederholte ihm dies oft, aber er schaute nicht zurück auf sie.Da sagte sie ihm: ‚Hat ALLAH dir dies befohlen?‘ – er sagte: ‚ Ja!‘ – sie sagte: ‚Dann wird ER uns auch nicht vernachlässigen!‘, und kehrte um,während Ibrahim weitereilte; und als er die Thaniyya (berühmter Bergpass von Mekka) erreichte - wo sie ihn nicht sehen konnten (also war ihm dieses Verhalten sehr schwergefallen!) – wandte er sich Richtung Ka’ba, hob beide Hände an und rief ALLAH mit dem folgenden Bittgebet an: (die 2 ersten Koranverse von Sure 14:35-36 - stehen nicht in diesem Hadith, aber natürlich im Koran, hier verollständigt): ‚Ya RABBi (Oh Mein HERR)! Mache diese Stadt (Mekka) einen Ort des Friedens (arabisch:araa-a salaam. Auch geschrieben Urshalom, auf deutsch Jerusalem) und der Sicherheit, und halte mich und meine Söhne fern von der Götzenanbetung. Ya RABBi, sie haben wahrlich viele Menschen irregeleitet! Aber wer auch immer mir folgt, der ist wahrlich von mir; und wer mir nicht gehorcht, so bist DU wahrlich Der Vergebende, Der Barmherzige). Ya ALLAH (Oh ALLAH), ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem saatloosen Tal(damals üblich, dass bei einem Angriff die Bewohner den Brunnen Zamzam mit Sand auffüllten und flohen, um später unbeschadet zurückkehren zu können, denn die feindlichen Angreifer kannten nicht die Lage des Brunnens. Ein übliches Vorgehen. Manchmal in der Geschichte ließ ALLAH auch die Quelle Zamzam austrocknen als Strafe für das gottlose Benehmen der zwischendurch mal wieder dem Götzendienst verfallenen Bevölkerung) bei Deinem Heiligen Haus siedeln lassen, damit sie das Gebet verrichten (fernab von den Wirren der Frevler); so fülle die Herzen einiger Menschen mit Liebe zu ihnen, und versorge sie mit Früchten, auf dass sie dankbar sein mögen‘ (Sure 14:37).

die verzogenen Worte im Text heißen: "erzählte/ Die erste Frau die einen Gürte benutzte war die Mutter von Isma'il/ nahe Ka'ba/ höchsten Ort/ gewöhnlich/ während dieser Tage/ ließ er/ heimwärts/ Isma'ils Mutter/ zurück/ er sagte: 'ja'/ vernachlässigen/ während/ berühmter Bergpass/ während/ wandte er sich Richtung Ka'ba/ natürlich/ vervollständigt/ hob beide Hände: 'Ya RABB ... '

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ich würde sagen ja. Nur leider habe ich dafür keinen Beweis.

In der Bibel steht viel gutes. Ich selbst glaube an Jesu Auferstehung an Gott und den Heiligen Geist. Ich möchte mein Leben gottgefällig leben und ich erfahre durch den christlichen Glauben einen großen Segen.

Nur leider bin ich auch seit vielen Jahren von der Reinkarnation (wiederinkarnation der Seele in einen anderen Körper) überzeugt. Und dann sind da noch so Bibelstellen wie "Die Frau schweige in der Kirche", oder "Kein Mann darf sich zu einen anderen Mann legen wie zu einer Frau" Ich kann einfach nicht alles glauben, was in der Bibel steht. Außerdem ist die Bibel mir etwas zu männlich-lastig. Gott hat Mann und Frau als gleichwertig erschaffen damit sie sich gegenseitig ergänzen. Er selbst ist meiner Meinung nach männlich und weiblich zugleich. Nur die Bibel und auch große Teile des Christentums scheinen das nicht so anzuerkennen...

(dies ist der dritte Teil): Ismai’ils Mutter fuhr fort, Isma’il zu stillen, und von dem Wasser zu trinken. Als das Wasser in dem Wasserschlauch ganz aufgebraucht war, wurde sie durstig, und auch ihr Kind wurde durstig. Sie begann ihn zu betrachten, wie er sich in Qual hin- und herwälzte; da sie es (irgendwann) nicht (mehr) ertragen konnte, ihn so zu sehen, ließ sie ihn, bis sie den Berg(hügel) Safa fand – der ihr näheste Berg(hügel) in dieser Landschaft. Sie stand auf ihm, und begann aufmerksam das Tal zu beobachten, ob sich nicht irgend jemanden entdecken könnte. Aber sie konnte niemanden sehen;so stieg sie von Safa herab; und als sie die Talsohle erreichte, raffte sie ihr Gewand und rannte ins Tal (hinein), wie jemand in Not und Sorge, bis sie das Tal durchquert hatte, underreichte Marwa. Dort stand sie wieder oben und beobachtete – in der Hoffnung, jemanden zu sehen. Doch konnte sie niemanden sehen. Sie wiederholte dies (den Lauf zwischen Safa und Marwa) siebenmal (jede Strecke zählt als 1mal).‘ Der Prophet fügte hinzu:‚Daher kommt der (Hadj-)Ritus des Sa’y der Leute zwischen ihnen (Safa und Marwa)! Als sie (also als letzten Lauf) Marwa erreichte, hörte sie eine Stimme, und ermahnte sich selbst, ruhig zu sein und aufmerksam zu lauschen. Sie hörte wieder die Stimme, und sagte: 'Oh wer du auch bist – du hast mich deine Stimme hören lassen; hast du etwas, um mir zu helfen?' Und siehe, Sie sah einen Engel am Ort des Zamzamder mit seiner Ferse (oder seinem Flügel grub, dort Wasser hervorströmte. Sie formte etwa wie einen Beckenrand darum, und sie benutzte ihre Hände so und füllte mit ihren Händen Wasser in den Lederschlauch. Der Prorophet (Friede und Ssegen auf ihm) fügte hinzu: Friede sei auf der Mutter von Ibrahim! Hätt sie Zamzam (so) gelassen (d.h.: ohne einen Beckenrand zu formen), dannwäre es ein Wasserstrom geworden, eer über die Erde fließt'. Der Prophet fügte hinzu: Dann trank sie Wasser, und stillte ihr Kind. Der Engel sagte zu ihr: 'Fürchte nicht, vernachlässigt zu werden, denn dies ist das bait-u-LLAH (Haus ALLAHs), das von diesem Junge und seinem Vater (wieder) aufgebaut werden wird. Und ALLAH vernachlässigt niemals sein Volk!‘ (d.h.: die an den Worten seiner wahrhaften Propheten festhalten). Das Haus war damals auf einem hohen Platz, einem Hügel ähnlich, und wenn Regenströme niederkamen, flossen sie zu seinen Rechten und Linken ab. So lebten sie, bis einige Leute vom Stamm der Djurhuum (die früher einmal in den Jemen geflohen waren) bei ihr und ihrem Kind vorbeikamen, als sie vom Weg von Kadaa-a herkamen. Sie kamen im tieferen Teil von Mekka anwo sie einen Vogel sahen, der die Eigenschaft hat, um Wasser herum zu fliegen, und (immer) dort (in der Nähe) zu bleiben.Sie sagten: ‚Dieser Vogel muss um Wasser herumfliegen – doch wir wissen, dass in diesem Tal kein Wasser ist!‘; sie sandten ein oder zwei Botschafter, die den Wasserquell entdeckten, und zurückkehrten um sie (die anderen von ihrem Stamm) über das Wasser zu informieren.So kamen (sie) alle‘; der Prophet (salla-LLAHu alaihi wa sallam) fuegte hinzu: Isma’ils (a.s.) Mutter saß nahe dem Wasser. Sie fragten sie: ‚Erlaubst du uns, mit dir zu bleiben?; sie antwortete: Ja, aber ihr werdet kein Recht auf den Besitz des Wassers haben!; sie waren damit einverstanden. Der Prophet (salla-LLAHualaihi wa sallam) sagte weiter: ‚Isma’ils (a.s.) Mutter war mit der ganze Situation zufrieden – denn sie liebte die Gesellschaft von Menschen. So siedelten sie dort, und ließen später ihre Familien nachholen, die mit ihnen siedelten, so dass einige Familien dauerhafte Anwohner wurden. Das Kind (Isma’il) wuchs auf und lernte von ihnen Arbisch; und sie liebten und bewunderten ihn als er aufwuchs (aufgrund seiner Tugenden). Als er seine Geschlechtsreife erreichte verheirateten sie ihn mit einer Frau von ihnen … „ (Sahih Buchari, arabische Version Nr. 4/ 3364). Die Geschichte vom späteren Wiederaufbau der Ka'ba ist auch sehr schön, wird aber hier zu lang und gehört ja auch nicht zur Frage.

es sollte heißen "Ismails Mutter saß neben dem Wasser". Manchmal, wenn man Texte mit Buchstaben wie "ä" etc. hineinkopiert wird der Text so verzogen, tut mir leid. Ich hoffe man kann es trotzdem lesen. Zum Neuen Testament muss verschieben, das wird für heute zuviel)

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aus "Ausgewählte Themen im Dialog mit dem Islam" von Süleyman Romain (ISBN 3-9811190-1-0): (ich habe das Alles gerade eigenhändig aus dem Buch abgetippt und nicht nochmal duchgelesen, was bedeutet, daß evtl. geringfügige Fehler drinnen sind ; da maximale Zeichenzahl überschritten, werde ich meine Antwort auf mehrere Antworten aufteilen müssen)

Kapitel 2 (S.17-25)

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"Die heiligen Bücher offenbaren Allah als den Schöpfer des Universum. Duch Seine mächtige Hand lenkt Er alles im Himmel und auf Erden. Gelobt sei Er dafür! Den Menschen hat Er die Freiheit geschenkt. Aber durch Seine Propheten und Gesandten hat Allah zu uns Erdenbewohnern gesprochen, um uns den rechten Weg zu zeigen. Sein Wort ist wie eine Straßenkarte zum ewigen Leben! Schade, dass viele Muslime fragen, ob dieses Wort heute noch gültig ist! Einige behaupten sogar, die Christen hätten die heilige Bibel (Taurat, Zabur und Injil in einem Buch veröffentlicht) veränder. Diese Anklage ist sehr schwer: Gibt es eine größere Sünde, als Allahs Worte zu verfälschen? Es ist unsere heilige Pflicht, diese Frage sorgfältig zu prüfen: Wenn die Bibel, das heilige Buch Allahs, verfälscht wurde, dann sind Millionen von Menschen im Irrtum (man bedenke: die Bibel ist das meistverbreiteste Buch der Welt, sie ist heute in über 2000 Sprachen übersetzt!). Sie besitzen sozusagen eine verfälschte "Straßenkarte". Deshalb müssen wir diesen Millionen Betrogenen die Verfälschung aufzeigen und begründen. Sonst wird keiner von ihnen auf uns hören wollen! Andererseits: Wenn die Bibel nicht verfälscht worden ist, müssen wir unsere Vorurteile und Anklagen bei diesem Punkt ein für alle Mal wegwerfen, und den Qur'an befolgen, wenn er sagt: 4(Al-Nisa'): 137 "Wer nicht an Allah und seine Engel glaubt, an die Bücher und seine Gesandten und an den jüngsten Tag, der ist einem großen Irrtum verfallen."

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Was sagt der erhabene Qur'an über eine eventuelle Verfäl-schung der Bibel? In sechs verschiedenen Suren werden die Juden - und in geringe-rem Maße die Christen - angeklagt, dass sie ihre heiligen Bücher nicht befolgen: 2 (Al-Baqara): 41-42, 59, 79, 140-143, 146, 159, 174; 3 (Al-Im-ran): 71, 78, 187; 4 (Al-Nisa'): 46; 5 (Al-Ma'ida): 13-15, 41; 6 (Al-'An-am): 91 und 7 (Al-`Ar'af): 162, 165.

Ich lade Sie ein, diese Texte im Qur'an nachzulesen. In der arabischen Sprache werden hier acht verschiedene Verben gebraucht:

  1. `ahfa, versiegeln, nicht vorlesen wollen: 5 (Al-Ma'ida): 5; 6 (Al-'An`am): 91,
  2. ,ischtara, billig verkaufen, vertauschen: 2 (Al-Baquara): 79,
  2. ,albasa, die Wahrheit mit Lüge verkleiden: 2 (Al-Baqara): 42; 3 (Al-`Imran): 71, 
  4.  baddala, ersetzen: 2 (Al-Baqara): 58; 7 (Al-`Ar-'af): 162,
  5.  karama, verstecken. Dieses Verb kommt am häufigsten vor: 2 (Al-Baqara): 42, 140, 146, 159 und 174; 3 (Al-`Imran): 71 und 187,
  6.  lawa, die Zunge rollen: 3 (Al-`Imran): 78; 4 (Al-Nisa'): 46
  7.  nasa, vergessen: 5(Al-Ma'ida): 3; 7 (Al-`Ar'af): 165.

In einigen dieser Verse wird erklärt, was die Juden getan haben, nämlich:

  • Sie haben die Tatsache verschwiegen, dass Ibrahim (Abraham) ein Muslim war,
  • Sie waren mit der Quibla (Gebetsrichtung) nicht einverstanden,
  • Sie haben die Taurat verfälscht vorgelesen,
  • Sie haben die Taurat verfälscht interpretiert,
  • Sie haben eine Schriftrolle versiegelt,
  • Sie haben ein Buch geschrieben und behauptet, dieses Buch sei das "Wort Allahs",
  • Sie haben andere Bücher der Bibel gleichgestellt.

Also: Diese Verben sagen nicht, dass die Juden die Taurat verändert, sondern nur dass sie den Inhalt falsch gepredigt haben!

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  8. Allerdings wird an vier Stellen das Verb harrafa, verfälschen, verdrehen, benutzt: 2 (Al-Baqara): 75; 4 (Al-Nisa'): 46; 5 (Al-Ma'ida): 13 und 41.

Die Frage ist, ob sich diese Verdrehung (Tahrif) auf den Text bezieht, oder auf seine Bedeutung: Wurde der Text verändert, oder dessen Interpretation? Die großen Gelehrten des Islams antworten: Der Qur'an spricht zwar von einer Verdrehung der Interpretation, aber nicht von einer Verdrehung des Textes selbst! Al-Razi (gest. 606/1209): "Man muss das Wort Tahrif auf die willkürliche Inter-pretation des Textes beziehen." (Fahr Al-Dîn Al-Râzî, Abû Bakr Muhammad 'Abd-Allah b. 'Umar b. Zakâriyyâ, Mafâtih al-^Gayb aw al Tafsîr al-Kabîr, Teheran, Bd.10, S.118) "Denn wenn die Juden den Text verdreht hätten, hätte Allah nicht zugelassen, dass diese Änderungen die Bedeutung des Textes in Frage stellen. Deshalb sind solche 'Verdrehungen' eigentlich gar keine." (Id. S. 135)

Viele Muslime glauben, dass die Texte über die Ankunft Muhammads ausradiert wurden. Aber der Dozent der der Al-Azhar Universität in Kairo, Muhammad, Abduhl, (1265-1323/1849-1905), antwortet:

"Dies ist unwahrscheinlich. Denn es ist unmöglich, dass die Besitzer der Schrift aus allen Ländern zusammen-kommen und sich bei solch einer Aufgabe einig werden." (Muhammad 'Abduh, Tafsîr al-Manar, Kairo, Bd.2, S.77) Im gleichen Abschnitt beantortet Muhammad ,Abduhl die Frage, ob sich die Juden und Christen vielleicht geeinigt hätten, um die Texte über Isa Ibn Marjam zu verfälschen: "Dies hätte niemals passieren können: Denn die Juden wären dagegen gewesen, zumal gerade sie Isa als den Sohn Allahs verwerfen!" Und später im gleichen Buch (s. 160): "Wir glauben fest daran, dass Injil das echte Evangelium ist."

Dieses Problem hate schon Al-Baqillani (gest.403/1013) angesprochen. Für ihn waren die Unterschiede zwischen der muslimischen und christlichen Lehre über Isa kein Grund, die Echtheit vom Injil in Frage zu stellen. Deshalb sagte er, die Gläubigen sollten die Bibel studieren, um Argumente im Text selber zu finden. Uns so würden sie die Scheinwidersprüche lösen. (Al-Baqîllânî, Abû Bakr Muhammad Ibn Al-Tayyib, Kitâb al-Tamhid, Beirut, 1957, S.101)

Den gleichen Gedanken vertrat auch schon der Vater der islamischen Theologie Al-Gazali (450-505/1057-1111)(Al-Gazâlî, Abû Hamhid, Al-Radd al-Rjamîl, Paris, 1939, S.7, 8 u.25).

So wird die Theorie der Verfälschung von Taurat und Injil weder im erhabenen Qur'an noch bei den großen Denkern der islamischen `Umma gelehrt.

Aber wie steht es mit den Hadiths (Traditionen)?

Die Hadiths zeugen von den Kontakten zwischen Muhammad und den Juden. Deshalb könnten wir erwarten, dass sie sehr viel über dieses Thema sagen, Aber es ist nicht der Fall:

  - Nur zwei Hadiths sagen etwas dazu (Al-Tabarî, Abû Djâ'far Muhammad b. Djarîr, Al-Tafsîr, Kairo, 1388/1968, Bd.6, S.310, und : Al-Darimi, Abû Muhammad, Al-Sunan, Medina, 1386/ 1966, Muqqadima 56, S.129). Beide werfen den Juden und den Christen vor, sie hätten den Inhalt der Schrift verschwiegen.

  -  Aber auch hier keine Spur von einer eventuellen Verfälschung des Textes!

Wir wollen also festhalten: Wder der Qur'an, noch die Hadiths, noch die Gelehrten des Islams formulierten die geringste Kritik an Taurat und Injil.
Deshalb ist es unverständlich, warum so viele Gläubige behaupten, die Bibel sei verfälscht worden!

Gerade der erhabene Qur'an wurde gegeben, um die Bibel zu bestätigen, das heißt: bekräftigen, für gültig erklären oder zum Studium empfehlen.

Zahlreiche Qur'anischen Verse drücken dies aus: 2 (Al-Baqa-ra): 41, 89, 91, 97 und 101; 4 (Al-Nisa'): 47; 5 (Al-Ma'ida): 48; 6(Al-'An`am): 92; 35 (Fatir): 31 etc.

Einige behaupten, Taurat und Injil wurden nach dem Tod Muhammads verfälscht. Aber auch hier stellen wir die gleichen Fragen wie die islamischen Gelehrten:

 - Wann in der Geschichte haben sich die Christen aus aller Welt geeinigt, um den heiligen Text zu verfälschen?
 - Wie hätten sie die Tausende von Manuskripten ausnahmslos verschwinden lassen können, die schon damals im Umlauf waren ?
 - Warum haben die gläubigen Muslime kein einziges Exemplar der echten Bibel gerettet ?
 - Wie hätten sich die Juden und Christen einigen können, um die Texte über Isa zu verfälschen, wenn soch die Juden Isa bis heute ablehnen ?

Heute besitzen die Museen etwa 5000 Manuskripte von Taurat und Injil. Vollständige Texte der Bibel, wie z.B. Codex Sinaiticus, sind älter als die Hidschra (die Zeit Muhammads).

Jeder kann sie nachlesen und feststellen: Die verschiedenen Manuskripte widersprechen sich nicht.

Deshalb ist es unsere Pflicht, die schwere Anklage der Verfälschung der Bibel ein für alle Mal aus der Welt zu schaffen. Whe dem, der solche Lügen glaubt und verbreitet! Damit lästert er Allah, den Allwissenden, der über Jahrhunderte hindurch über Sein heiliges Wort gewacht hat.

... ...

Die das sagen, denen fällt halt nichts anderes ein, wie sie schlecht über die Kirche reden können.

Wenn sie das sagen, müssen sie es erst mal beweisen, nicht umgekehrt. Alle Funde deuten darauf hin, dass die Bibel das am besten tradierte Schriftstück ist, das die Welt je gesehen hat.

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