Woran erkennt man Formschinken?

4 Antworten

ja, die konsistenz ist völlig anders: das formzeug läßt sich ohne kraftanstrengung leicht in kleine stückchen zupfen und die geschnittene nicht erhitzte scheibe lässt gelatine-felder erkennen.

Als Laie erkennst du das so gut wie gar nicht. Es ist kein Unterschied zwischen Geschmack und Konsistenz für den Gaumen erkennbar. Experten könnten es herausschmecken und fühlen, aber um Gewissheit zu erlangen was man da ißt, muss man schon im Labor eine Analyse durchführen lassen.

Es steht auf der Verpackung. Es muss irgendwo eine Zutatenliste stehen und bei der steht auch die Verkehrsbezeichnung, zusammen auf einem Etikett. Meist auf der Rückseite, auf der Vorderseite stehen oft Phantasiebezeichnungen die nichts aussagen. Da muss dann z.B. stehen, daß es sich um Formfleisch oder Formschinken handelt. Herta umgeht das etwas und schreibt z.B. drauf: Aus ganzen Stücken, zerkleinert und wieder zusammengefügt oder so ähnlich. Qualitativ muss der Schinken aus ganzen Muskelstücken bestehen, der Formschinken hingegen darf aus kleinen Fleischstücken zusammengesetzt werden. Die Technologie dahinter ist dieselbe, schließlich müssen auch die einzelnen ganzen Muskelstücke irgendwie zu einem ganzen Stück zusammengefügt werden. Deswegen kann man auch nicht zwangsläufig davon ausgehen, daß Formfleisch schlechter ist. Schliesslich macht es ja keinen Unterschied, ob ich ein und dasselbe Stück nun ganz verwende oder vorher klein schneide und dann wieder zusammensetze. Vorteile der Formschinkenherstellung sind: Die Möglichkeit maschineller Befüllung, der echte Schinken muss hingegen meist handgelegt werden. Außerdem natürlich die Verwendung von Abschnitten, was aber nicht zwangsläufig eine Wertminderung darstellt. Es besteht nur die Möglichkeit dazu. In Deutschland sind aber auch Formschinken meist sehr hochwertig.

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