Woher stammt eigentlich der Ausdruck "Himmel, A.r.s.c.h. und Zwirn"?

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Zum einen einen deftigen Grobianismus (A.R.S.C.H) dazu die Anrufung einer hohen Macht (Himmel) und dann noch einen verniedlichenden Euphemismus (Zwirn), der hier an Stelle einer in der ursprünglichen Fassung beschworenen Naturmacht (Wolkenbruch) steht.

Solche Kombinationen befriedigen zum einen den Wunsch beim Fluchen drastisch und deutlich zu sein, zum andern aber auch den Wunsch, dennoch ein nicht ganz und gar kultur- und anstandsloser Mensch zu sein.

Dazu:

In den folgenden Fluch- und Ausrufeformeln dient Himmel als superlativische Verstärkung für Begriffe, die das Weite und Hohe, das Laute und Große, auch das Unflätige und elementar Eindrucksvolle bezeichnen: 'Himmel, A.R.S.C.H und Zwirn', auch in der 'verschönerten' Version 'Himmel, Gesäß und Nähgarn' bekannt, regte Gerh. Jung zu dem alemannischen Mundartstück 'Jumelage und Zwirn' an,

Heinz Erhardt brauchte eine Vorgabe für sein: "Firmament, Gesäß und Nähgarn".

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