Wo liegt der Unterschied zwischen König und Kaiser?

5 Antworten

Der Kaisertitel im Mittelalter ist eine Anknüpfung an das römische Weltreich, daher auch die Bezeichnung "heiliges römisches Reich" (sacrum imperium romanum). Der Kaiser erhob damit einen universalen, übernationalen Anspruch und sah sich als weltliches Oberhaupt des Christentums. Der deutsche König bekam den Kaisertitel, indem er in Rom vom Papst dazu gekrönt wurde.

Die Rollen von Königen waren sehr unterschiedlich, abhängig von ihrem Land und ihrer Epoche. Eine wesentliche Frage war wie mächtig die Fürsten waren -- da konnte der König wenig mehr eine Marionette sein. Oder er konnte eben auch ein absoluter Herrscher wie im Märchen sein.

Kaiser bezieht sich auf die Oberhäupter im römischen Reich und später in Deutschland, als man sich in dessen Rechtsnachfolge sah. Vereinfachend kann man sagen dass der deutsche Kaiser halt der König von Deutschland war. Auch andere Könige wurden übrigens vom Pabst gesalbt. Wie alle Könige waren die Kaiser manchmal sehr mächtig, und manchmal impotent. Wobei das Deutsche Reich immer vergleichsweise groß und somit auch komplex war.

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