Wird das Helfen den Schimmel zu beseitigen?

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5 Antworten

Der Putz sollte an stark befallenen Stellen erneuert werden. Dazu einen Kalk-Zement-Putz oder einen Kalkputz verwenden. Man kann den auch selbst mischen. Der Bindemittelanteil (Zement, Kalkhydrat) sollte etwa ein Viertel, der Zuschlagstoff (Sand, Kies) drei Viertel des Raumvolumens betragen. Über das Bindemittel kannst Du die Härte des Putzes bestimmen. Nur Zement als Bindemittel ergibt einen sehr harten Zementputz mit hohem Wasserdampfdiffusionswiderstand. Nur Kalk als Bindemittel ergibt einen relativ weichen Kalkputz mit geringen Wasserdampfdiffusionswiderstand. Besteht das Bindemittel je zur Hälfte aus Zement und Kalkhydrat (z.B. Weißkalkhydrat CL90) bekommst Du einen Kalk-Zement-Putz. Beim Kalkputz besteht das Bindemittel nur aus Kalk, bzw. Kalkhydrat, wobei etwas Zement zulässig ist (und ich persönlich dazu im Innenbereich rate). Der Vorspritz ist ein dünnflüssiger Zementputz und wird mit etwa 50% Deckung auf das entstaubte und vorgenässte Mauerwerk aufgetragen. Der Unterputz sollte als Zuschlagstoff Kies der Körnung 0-4mm oder 0-8mm enthalten. Man sagt, die Schichtdicke soll etwas die dreifache Korngröße des größten Kornes betragen. Der Oberputz wird weicher eingestellt als der Unterputz (weniger Zement verwenden) und bekommt ein feineres Korn als Zuschlagstoff. Wer eine glatte Oberfläche haben möchte, kann auf den abgeriebenen und noch feuchten Oberputz noch eine Mischung aus 50% Quarzsand und 50% Kalkhydrat dünn aufspachteln. Gipsspachtel sollte vermieden werden, da Gips selbst Kristallwasser besitzt und damit der Schimmelbildung nicht zwangsläufig entgegen wirkt. Der Handel bietet auch Kalkspachtel/Kalkglätte an (im Naturfarbenhaus, kein Baumarkt), die sich sehr gut verarbeiten lässt (besser als Gipsspachtel).

Spezielle Sanierputze und/oder Chemikalien gegen den Schimmel sind nicht nötig. Wichtig ist, dass die Wand austrocknen kann und die Trocknungsfähigkeit durch diffusionsoffene Anstriche (Kalk- oder Silikatfarben, keine baumarktübliche Dispersionsfarbe) beibehält.

Da dein Schimmelproblem nur im Winter auftritt, liegt es an einer zu geringen Oberflächentemperatur der Wandoberfläche, an welcher sich durch Abkühlung der Luft oberflächennah hohe Luftfeuchten bilden. Eine generell zu hohe Luftfeuchte kann ausgeschlossen werden, wenn der Schimmel nur an der Aussenwand wächst und nicht an den Innenwänden, da alle Wandoberflächen von der gleichen Raumluft angestömt werden. Demzufolge sollte zur dauerhaften Schimmelvermeidung die Wandoberflächentemperatur durch eine bessere Wärmeverteilung im Raum erhöht werden. Dämmplatten helfen hier unter Umständen nicht, da zur Temperaturerhöhung an einer Oberfläche zwangsläufig Wärme nötig ist und zwar die Wärme der Heizung, welche offensichtlich in der Vergangenheit nur unzureichend die Wandoberfläche erreicht hat. Die Schimmelbildung zeigt deutlich, dass die Wand feucht ist. Dämmplatten auf der feuchten Wand übernehmen durch Feuchteausgleich die Feuchtigkeit aus der Wand und verlieren damit ihren Dämmwert. Generell sollten - wenn überhaupt - für die Innendämmung nur mineralische Dämmplatten Verwendung finden, denn diese besitzen eine kapillare Leitfähigkeit. Ab 70% rel. Luftfeuchte an einer Oberfläche, entsteht bereits in den Kapillaren und Poren des Baustoffes flüssiges Wasser, welches im Baustoff kapillar transportiert wird und Wände damit bis in die Tiefe auffeuchten lässt. Daher keimen auch bereits erste Schimmelsporenarten bei dauerhaften 70% rel. Luftfeuchte an einer Oberfläche aus. Dieser Wert ist an einer Aussenwandoberfläche schnell erreicht, wenn die zur Decke gestiegende warme Heizungsluft sich unter Wärmeübertragung an die Aussenwand vor dieser Wandoberfläche abkühlt und zu Boden sinkt. In sich abkühlender Luft sinkt die Wasserdampfaufnahmefähigkeit, die rel. Luftfeuchte steigt. Je tiefer die Luft vor der Wandoberfläche absinkt und je weiter sie dementsprechend auskühlt, um so höher ist die rel. Luftfeuchte in der Luft unmittelbar vor der Wandoberfläche. Kurz über der Scheuerleiste und bevorzugt auch in Raumecken und hinter Schränken (wegen schlechter Warmluftzirkulation) kann sich dann der Schimmel in Folge der Auffeuchtungen bilden. Da jedoch anfänglich die Feuchten von der Oberfläche in die Tiefe der Wand eingeleitet werden und damit die Oberfläche noch eine Zeit lang "trocken" gehalten werden, wächst der Schimmel erst auf der Oberfläche, wenn die Wand auch in der Teife bereits ordentlich feucht ist und damit die Oberflächenfeuchte auch langsam ansteigt. Eine aufgefeuchtete Wand hat bereits erheblich (!) an Dämmwert verloren. Bei nur 4% Feuchte am Vollziegelstein, ist der Dämmwert bereits um 50% gesunken (nach J.S. Cammerer). Daher ist auf Austrocknung zur Dämmwerterhöhung unbedingt wert zu legen und nicht auf das Aufbringen von Dämmstoffen!

Bei der Trocknung alter Vollziegelwände ist zu beachten, dass der Volumenanteil der Poren und Kapillaren im Ziegelstein ca. 23% beträgt, was bedeutet, dass ein Kubikmeter Ziegel weit über einhundert Liter Wasser kapillar einspeichern kann. Salzentfeuchter für die Raumluft dienen hier höchstens der Deko, auch mit elektrischen Raumluftentfeuchtern diese Menge an Wasser "aus den Wänden ziehen" dauert seine Zeit.

Zum Trocknen der Wandoberfläche (und damit wird im Laufe der Zeit auch der gesamte Wandquerschnitt trocken) ist es notwendig die Oberflächenfeuchte mit trockener, warmer Luft abzutrocknen. Hierzu muss die Heizungsanlage einen möglichst hohen Anteil von Wärmestrahlung liefern, denn die Wärmestrahlung erwärmt direkt Oberflächen und lässt die Luft kalt. Die Raumluft erwärmt sich zweitrangig an der wärmeren Oberfläche, wobei in der wärmer werdenen Luft die Wasserdampfaufnahmefähigkeit steigt und die rel. Luftfeuchte sinkt. Das passiert oberflächennah und die Wandoberfläche wird dadurch getrocknet und vor Befeuchtung aus der Raumluft geschützt. So wird dem Schimmel dauerhaft die Lebensgrundlage "Wasser" entzogen und die Wand bekommt durch Austrocknung den ursprünglich hohen Dämmwert zurück, was die Heizkosten sinken lässt. Dadurch dass die Wärmestrahlung die Wände vor Befeuchtung aus der Raumluft schützt, muss auch nicht x-mal am Tag gelüftet werden. Er reicht das morgendliche Lüften und die Stoßlüftung nach dem Kochen/Duschen. Leider gibt der Schimmelratgeber des Umweltbundesamtes keinen Hinweis auf diese Wirkung der Wärmestrahlung, die wir alle mal in der Schule in Physik gelernt haben und heutztage z.B. bei Wikipedia nachzulesen ist.

Über den Anteil Warmluft zu Wärmestrahlung, den die Heizanlage über die Heizflächen in den Raum bringt, bestimmt die Bauart der Heizfläche/des Heizkörpers. Je mehr Heizfläche auf kleinem Raumvolumen und je heißer und heller die Heizfläche ist, um so höher ist der Anteil an Warmluft. So hat der Kompaktheitzörper Typ 22 ca. 75% Warmluftanteil und der Heizkörper Typ 33 sogar ca. 80% Warmluftanteil (der Rest ist Wärmestrahlung). Besteht die Heizfläche aus einer großen ebenen (und dunklen) Oberfläche, so wird hier besonders viel Wärmestrahlung abgegeben. Der Heizkörper Typ 10 hat hier beispielsweise nur noch einen Warmluftanteil von ca. 45% und bereits etwa 55% Wärmestrahlung. Sämtliche Flächenheizungen (Fußboden-, bzw- Wandheizungen) liefern einen hohen Antel von Wärmestrahlung, aber auch der gute alte Kachelofen, der nicht durch Luftschächte und Klappen auf Lufterhitzung getrimmt ist.

Für den Altbau hat Alfred Eisenschink vor Jahrzehnten die hydraulische Heizleiste entwickelt, die inzwischen von verschiedenen Herstellern angeboten wird. In den USA ist die Heizleiste Standard (hot water baseboard heaters) in den Holzhäusern und sorgt dort für Trockenheit und Schimmelfreiheit.
EPS (Styropor) ist dort als Wärmedämmung verboten, weil die oft aus Holz bestehenden Häuser dahinter weggegammelt sind. Das liegt auf der Hand, denn die Raumluftfeuchte wandert in der Regel von innen nach aussen durch die Wand und staut sich am Styropor. So feuchtet auch das Bestandsmauerwerk (unter Dämmwertverlust) auf und die Entfeuchtung kann nur noch durch Fensterlüftung über die Raumluft geschehen. Deshalb wird so oft auf das mehrmalige Lüften am Tage hingewiesen, nachdem die Fassade mit Styropor beklebt wurde. Durch den Feuchtestau im Mauerwerk erhöht sich letzendlich auch innen die Oberflächenfeuchte, was trotz angestrebter höherer Oberflächentemperatur (zur Kondensatvermeidung) zu Schimmelproblemen führen kann. Also, Dämmung hilft nicht zwangsläufig gegen Schimmel. Wärme hilft gegen Schimmel und zwar nur die Wärme direkt auf der Oberfläche!

Die hydraulische Heizleiste wird vor allen Aussenwandflächen unten montiert und legt vor die Aussenwand einen leichten aufsteigenden Warmluftschleier. Dieser Warmluftschleier erwärmt und trocknet die Wandoberfläche, die in der Folge Wärmestrahlung abstrahlt, wenn ihre Temperatur höher ist, als die Umgebungstemperatur. Durch Strahlungsausgleich werden alle Oberflächen annähernd gleich hoch temperiert. So wird auch der Fußboden erwärmt und es gibt keine kalten Füße mehr. Die Temperaturdifferenz im Raum (Zimmerdecke/Fußboden) ist in der Praxis kleiner als drei Kelvin. Bei der herkömmlichen Heizkörperheizung mit viel Warmluft beträgt der Unterschied oftmals 10-15°C zwischen Zimmerdecke und Fußboden. Temperaturdifferenzen führen zu Luftbewegungen und Zuglufterscheinungen. Dadurch wird auch Staub und Dreck immer wieder durch die Luft gewirbelt, was Allergien Vorschub leistet.

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@Onki73

Mein Vorschlag zur Sanierung sieht demnach wie folgt aus:

Putzerneuerung an den notwendigen Stellen mit Kalk-Zement-Putz, bzw. Kalkputz mit geringem Zementanteil. Möglichst mit Kalkfarben streichen (Achtung: Kalkfarbe haftet nur auf mineralischen Untergründen, nicht auf Dispersionsfarbe!). Auf zusätzliche Dämmung komplett verzichten, dafür die Heizungsanlage auf deutlich mehr Wärmestrahlung trimmen (Heizkörper Typ 10 - Wärmeabgabeleistung beachten!) oder (die bessere Variante) gleich hydraulische Heizleisten (Leistung berechnen lassen!) mit einer schönen Holzverkleidung unten vor den den Aussenwänden installieren und damit die Wände für einen hohen Dämmwert und geringe Heizkosten trocknen. Eine professionelle Trocknung ist dann nicht nötig! So kommt der Schimmel wegen Raumluftkondensatbildung garantiert nie wieder.

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Das ließt sich ganz nett, hilft aber nicht den Schimmel endgültig zu beseitigen Lüften und heizen, liebt er nicht - der Schimmel .

Es wird ihn erstmal beseitigen aber du musst rausfinden warum er überhaupt da ist, sonst hast du es nach kurzer Zeit wieder. Zu den schimmelbeseitigungs Chemikalien, nimm Clorix, enthält exakt das gleiche wie die teuren antischimmel mittel kostet aber viel weniger.

Schimmel kommt wahrscheinlich weil das ein altes Haus ist und schlecht gedämmte Wände hat deshalb die Dämmung. Und falls der Schimmel doch durch Feuchtigkeit kommt dieser Putz soll das sehr gut sein da er die Wände einfach sehr schnell und stark Trocken hält.

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Im Winter solltest du das Problem mit richtigem Lüften in den Griff bekommen.

Immer nur kurze Zeit (wenige Minuten) mit weit geöffneten Fenstern (am besten noch Durchzug) lüften. Diesen Vorgang bei Anwesenheit frequentiell wiederholen.^^

Kein Kipplüften, kein Dauerlüften.

Warum das klappt? Du tauschst so feuchte Innenluft in kurzer Zeit gegen trockene Frischluft aus. Durch das kurze Lüften geht dennoch nur wenig Wärmeenergie verloren. Die Frischluft erwärmt sich schnell an Wänden, Boden und Möbeln und kann nun wieder Feuchtigkeit aufnehmen, die du beim nächsten Lüften nach draußen entlässt. So landet die Feuchtigkeit immer draußen und nicht an den kältesten Innenwandstellen.

Je kälter es draußen ist, desto wirkungsvoller ist übrigens das Lüften.


Napoloni, die Frischluft erwärmt sich am Boden im Zimmer auf 10-15°C (es sei denn, man hat eine Fußbodenheizung, da gibt es aber eher weniger Schimmelprobleme), denn kalte Luft ist schwerer als Warmluft und bleibt naturgemäß unten. Es bildet sich der sogenannte "Kaltluftsee" im Zimmer, der für kalte Füße sorgt. Erst ab der Unterkante des Heizkörpers wird die Luft "angesaugt" und mit der Erwärmung am/im Heizkörper nach oben befördert.

Der Anteil der Wärmestrahlung des Heizkörpers erwärmt den Fußboden direkt. Ist der Anteil an Wärmestrahlung zu klein, bleibt der Boden zu kalt und in Scheuerleistenhöhe an der Aussenwand ist die Schimmelgefahr groß. Da hilft dann auch Dein viel beschriebenes Lüften nichts gegen die fehlende Wärme auf der Höhe der Scheuerleiste.

Gekrönt wird der ganze Quatsch dann nur noch von den Antwortgebern, die von "Aufsteigender Feuchte" in EG-Wohnungen reden, obwohl man nichts über den Keller weiß, aber die Keller in der Regel unbeheizt sind und der EG-Fußboden hier nun besonders kalt ist, was einer erhöhte Raumluftfeuchte in Fußbodennähe zur Folge hat.

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@Onki73

die Frischluft erwärmt sich am Boden im Zimmer auf 10-15°C

LOL, das kann ich nicht bestätigen. Und Millionen anderer Leute, die ebenfalls richtig lüften, haben auch keine kalten Füße.

in Scheuerleistenhöhe an der Aussenwand ist die Schimmelgefahr groß. Da hilft dann auch Dein viel beschriebenes Lüften nichts gegen die fehlende Wärme auf der Höhe der Scheuerleiste.

Doppel-LOL. Mein vielbeschriebenes Lüften senkt die Luftfeuchtigkeit. Du vergisst irgendwie stets, dass diese ein wesentlicher Faktor in Sachen Schimmel ist.

Ich verstehe nicht, warum du stehst propagierst, das ganze Haus umzubauen, anstatt den Leuten die einfachste, unkomplizierteste und für den Rest des Lebens wirksame Lösung zu präsentieren!

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@napoloni

Wenn es Schimmel in den unteren Raumecken an der Aussenwand gibt und über der Scheuerleiste, dann ist es dort definitiv zu kalt und es wird dann mit hoher Wahrscheinlichkeit auch kalte Füße geben. Wenn Millionen anderer Leute richtig lüften und keine kalten Füße haben, dann gibt es in der Wohnung vermutlich auch keine feuchten Wände, wo die Wärme schneller nach aussen abfließt, wodurch ja die Schimmelgefahr deutlich ansteigt durch den Temperaturabfall an der inneren Wandoberfläche. Da ist der Dämmwert der Wand durch Trockenheit noch in Ordnung. Gibt es Schimmel, ist Feuchtigkeit vorhanden, die nicht nur auf der Oberfläche sitzt, sondern im gesamten Querschnitt der Wand (durch Feuchtewanderung)vorliegt.

Du betrachtest immer nur die allgemeine Raumluftfeuchte. Richtig ist, dass durch Lüften diese gesenkt werden kann, was Schimmelbildung vorbeugt. Du vergisst dabei, dass auch 50% Raumluftfeuchte zu hoch sind, wenn es Wandoberflächen gibt, die einstellige Temperaturwerte besitzen. Da ist dann auch bei 50% allgemeiner Raumluftfeuchte die rel. Luftfeuchte im direkten Wandkontakt zu hoch. Wenn aber die angeschimmelte Wand bereits ordentlich an Dämmwert verloren hat dann kann durch die Warmluft der Heizung unter Umständen nicht mehr die Wärmemenge nachgeführt werden, die benötigt wird, um die Wandoberflächentemperatur wieder anzuheben. Luft kann nur einen sehr begrenzte Wärmemenge übertragen. Dann muss die Wand "professionell" getrocknet werden, um den Dämmwert durch Austrocknung wieder herzustellen.

Dieses zur Trocknung investierte Geld kann man aber sinnvollerweise gleich in die Erhöhung des Wärmestrahlungsanteils der Heizanlage stecken, denn ein höherer Anteil an Wärmestrahlung trocknet die Wände ebenfalls, wirkt dauerhaft den Auffeuchtungen und dem Schimmel entgegen und führt durch einen gleichmäßigere Wärmeverteilung im Raum zu einer höheren Behaglichkeit für die Bewohner, weil auch Zuglufterscheinungen durch Temperaturunterschiede im Raum minimiert werden.

Es ist möglich, dass Wohnungen durch Lüftungsmaßnahmen trocken und schimmelfrei zu bekommen, wie Du es geschafft hast, aber es gibt für "hartnäckige Fälle" (im Sinne von klatschnassen Buden) eben auch andere, bessere und schneller zum Ziel führende Lösungen. Außerdem verursacht jedes Lüften bei frostigen Temperaturen in den Augen der Mieter "wahnsinnige" Wärmeverluste. Daher ist ein "Umbau" der Wohnungen mit dem Ziel, die tägliche Lüftung wegen der Schimmelgefahr zu reduzieren eine sinnvolle Investition in den Wohnraum. Und an warmen Wänden (Wandoberfläche wärmer als Raumluft) durch viel Wärmestrahlung setzt sich nun mal keine Raumluftfeuchte ab. Dann reicht das einmalige tägliche allgemeine Lüften und die Lüftung nach dem Duschen/Kochen völlig aus.

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@Onki73

Außerdem verursacht jedes Lüften bei frostigen Temperaturen in den Augen der Mieter "wahnsinnige" Wärmeverluste. Daher ist ein "Umbau" der Wohnungen mit dem Ziel, die tägliche Lüftung wegen der Schimmelgefahr zu reduzieren eine sinnvolle Investition in den Wohnraum.

Also ich übersetze deine Worte einmal:

Weil manche Mieter unwissend sind, baut man ihnen am besten die ganze Wohnung um, statt ihnen zu erklären, wie es wirklich geht?

Wenn da ein Nichtschwimmer vor dem Schwimmerbecken steht, dann baust du das Becken um, bis es nur noch 50cm tief ist. Und wenn er später zum nächsten Freibad kommt, muss das nächste Becken umgebaut werden. Schlaue Leute bringen dem Burschen das Schwimmen bei...

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@napoloni

Das übermäßige Lüften zur Schimmelvermeidung und die Befeuchtung der Altbauwände durch stark warmluftlastige Heizanlagen mit dem damit verbundenen Dämmwertverlust erhöhen unsinnigerweise die Heizkosten. Die Heizkosten können permanent gesenkt werden, wenn die Heizanlage mehr Wärmestrahlung bietet, was der Schimmelgefahr ohne Lüftungsorgien entgegen wirkt.

Sie können gerne versuchen, die Mieter zu einem guten Lüftungsverhalten zu erziehen. Wenn jedoch immer propagiert wird, dass die Häuser luftdicht sein müssen, um Wärmeverluste zu unterbinden, dann wird das Lüftungsverhalten der Mieter auf Dauer nicht verbessern. Man muss immer ein Kompromiss finden, zwischen der unbedingt notwendigen Anzahl der täglichen Lüftungen zur Vermeidung von Schimmel und einem möglichst geringen Lüftungswärmeverlust durch möglichst wenig Lüftungen.

Das kann man mit Schimmelwächtern gerne versuchen und auch ein paar Jahre mit der Wohnung "herumdocktern". Ich bin im Winter für warme Innenwandoberflächen, wie es sie im Sommer gibt, denn dann gibt es keine Kondensatprobleme. Und beheizt werden muss die Wohnung sowieso.

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@Onki73

ich hab geschrieben

Immer nur kurze Zeit (wenige Minuten) mit weit geöffneten Fenstern (am besten noch Durchzug) lüften. Diesen Vorgang bei Anwesenheit frequentiell wiederholen.

Das ist kein übermäßiges Lüften. Das ist erprobt, ökonomisch, wirkungsvoll und die billigste Lösung. Und man atmet frische Luft und vergiftet sich nciht so wie Onki73 mit verbrauchter, belasteter Luft.

Hält das Hirn frisch.

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1. Nein

2. Nein

3. Nein

4. Innen? Auf garkeinen Fall!

5. Nein

6. Nein

Ja, der Schimmel wird wiederkommen, wenn der Baumangel nicht abgestellt wird - oder das Lüftungsproblem.

Beschreibe mal genau, wie du lüftest. Ist das eine Kellerwohnung?

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