Wieviel verdient ein Autor pro verkauftes Buch?

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4 Antworten

Von Druckkostenverlagen sollte man grundsätzlich die Finger lassen. Denn die Versprechen die sie machen, halten sie nur selten. Selbst wenn es im Vertrag zugesichert wird, dass sie die Werbung für das Buch machen. Es steht da selten dabei, in welcher Form beworben wird. Gibt es dazu ein paar Flyer, dann ist der Vertrag schon erfüllt.

Ich selbst habe nie bei Verlagen Klinken geputzt, sondern gleich auf eigene Rechnung über Amazon veröffentlicht. Da habe ich gar keine Kosten vorher, Amazon, wie auch ich verdienen an jedem Verkauf.

Bei einem Verlag wirst du als unbekannter Autor mit höchstens 5 % vom Nettopreis bedacht. Bei einem Verkaufspreis von 9,95 Euro sind das pro verkauften Buch etwa 46 Cent. Bei einer Auflage von vielleicht 10.000 Büchern sind das zwar 4.600 Euro, aber über welchen Zeitraum kommen die. Und man vielleicht noch einen Vorschuss bekommen hat, dann fließen erst Tantiemen, wenn der Vorschuss wieder rein ist.

Es ist in jedem Fall ein Zusatzgeschäft. Hast du dir schon mal überlegt, warum so viele Verlage um Autoren werben? Haben sie das Manuskript, erzählen sie dir, wie ungeheuer begabt du bist, das Buch wird ein Renner, aber leider, leider, du musst dich bitte an den Druckkosten beteiligen, Je nach Umfang zwischen 3000 bis 6000 Euro. Wenn du Glück hast, verkauft sich das Buch in 100 Exemplaren, zu geschätzt 20 Euro, bei 5 % pro Buch bekommst du 1 Euro pro Buch. Fragst du irgendwann nach, wie es ist mit weiterer Werbung, hat der Verlag keine Zeit, er jagt nach neuen Schriftstellern. Manchmal denk ich, ein Verlag existiert durch die Autoren, nicht durch den Verkauf von Büchern. Überlegenswert ist da eine Druckerei, bei der du im Selbstdruck herstellen lässt. 200 Exemplare, ca. 200 Seiten = 3.000 Euro. Die Werbung machst du selbst. An Presse, und je nachdem, was für ein Buch es ist an entsprechende Gruppen auf diesem Gebiet. Biete Lesungen an, hab ein Dutzend Bücher dabei, dann hast du große Chancen, zumindest die Druckkosten wieder hereinzubekommen.

Das ist Verhandlungssache und abhängig vom Bekanntheitsgrad des Autors. Ein Autor, der bekannt ist und sich gut verkauft, kann natürlich höhere Tantiemen herausschlagen als jemand, der neu auf dem Literaturmarkt ist. Geh bei gebundenen Büchern mal von einem Tantiemensatz zwischen 5 und 8 % des Netto-Ladenverkaufspreises als Richtwert aus, bei Taschenbüchern ab 5 % aufwärts (je nach Auflagenhöhe).

Dann ist der Anteil bei Books on Demand ja richtig groß mit 20%, oder?

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@caticrili

Das ist wohl wahr! Allerdings hat das Vermarktungskonzept von Books on Demand auch keine Vorabdruckkosten, keine Lagerkosten, keine Kosten für Zwischenhändler, nur einen Teil der sonst im klassischen Buchhandel anfallenden Marketingkosten....Da lassen sich natürlich auch höhere Tantiemensätze vereinbaren. Der Nachteil ist: Der Vertriebsweg und der Vertriebserfolg sind deutlich eingeschränkt.

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Wenn sich das Buch gut verkauft, verdient man ganz gut. Aber den Prozentsatz mußt Du mit dem Verlag aushandeln. Ein bekannter Schriftsteller tut sich da natürlich leichter, als ein unbekannter!!!

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