Wieviel Freizeit sollte ein Kind haben?

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Hallo Takie,

ich teile deine Sichtweise weitestgehend. Wobei man berücksichtigen muss, dass den Kindern den Tag über natürlich mehr "Pause" eingeräumt wird als uns Erwachsenen. Allgemein sehe ich aber diese lange Schulzeit und die gezielte Förderung kritisch. Kindern und Jugendlichen wird kaum mehr Zeit eingeräumt, sich zu entfalten und ihren eigenen Interessen nachzugehen. Beziehungsweise sind sie zum Teil so stark gefordert, dass am Ende des Tages keine Luft mehr für diese Interessen bleibt und sie erschöpft auf dem Sofa sitzen bleiben. Im Zweifel schlägt die hohe Erwartungshaltung ins Gegenteil um: Die Kinder neigen dazu zu blockieren und der Stress, der dabei entsteht, wird spiralförmig immer größer.

Ich selbst hatte vor einigen Jahren trotz Abitur inklusive Hausaufgaben im 16 Uhr Feierabend. Heute kommen Kinder um 19 Uhr zu spät zum Schwimmtraining, weil sie mit ihren Hausaufgaben nicht früher fertig geworden sind. Und laut den Eltern hat das nichts mit Trödelei zu tun.

Du bist mit deiner Sicht der Dinge also nicht allein.

Viele Grüße

Jens

P.S.: Ich habe ebenfalls Erfahrungen mit Kindern gemacht, die fünfmal die Woche zu mir ins Nachhilfestudio geschickt wurden. Den Eltern habe ich am Ende mit allem Ernst nahe gelegt, die eine oder andere Stunde zu streichen.

Vielen Dank für deine Antwort!

Ich bin hauptsächlich Hausaufgabenbetreuerin, wenn man´s genau nimmt. Die Eltern selber sind überfordert oder haben nicht die Geduld, deswegen mache ALLES schulische ich. Das ist der Grund, warum die Kinder JEDEN Tag kommen! Ginge es hauptsächlich um Nachhilfe und zusätzliches Lernen hätte ich den Eltern auch schon lange nahe gelegt, ein paar Stunden zu streichen.

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Genau gleich und ich halte von diesem Bildungsdruck auf Kinder überhaupt nichts. Die sollen ihr kindliches Leben genießen so gut es (noch) geht. Ich passe lediglich darauf auf, dass die soziale Komponente gut ausgebildet wird, den Klick im Hirn und die Freude selbst daran möglichst viel zu wissen und zu lernen, kommt entweder von selber oder eben nicht - aber garantiert nicht durch Zwang am Lernen.

Ja, das Problem ist ja eben, dass die Kinder, wenn sie kein Nachmittagsunterricht haben, bis 13.20 Schule haben, nach Hause gehen, essen und dann sofort zu mir kommen- das ist dann gegen 14.30 Uhr. Die Hausaufgaben dürfen in der 5. und 6. Klasse ja 90 Min. dauern, erst dann darf ich ja abbrechen, weil das Pensum voll ist. Und die Zeit schöpfen wir auch meistens aus, denn haben sie mal weniger auf, steht auch auch eine Arbeit an oder Vokabeln lernen. Ich dürfte doch gar nicht nach einer Stunde sagen, okay für heute reichts, wenn dann am nächsten Tag die Hausaufgaben nicht vollständig sind...Und so kommen wir eben immer auf die Zeiten

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ich finde auch , das das zu viel stress für die kinder ist .... sie sollten wirklich mehr freizeit haben. es sind kinder , da spielt man draußen fußball und pferdchen oder so :D

Ich finde nicht, dass du das zu eng sieht.

In meinen Augen sehen einige Eltern ihre Kinder nur noch in Form von Leistungen. Wie es dem Kind dabei geht, ist so was von nebensächlich.

Ein Kind sollte so viel Freizeit haben können, wie es benötigt.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Hobbylektorin - "unerzogen" ist eine Lebenseinstellung

das ist viel zu viel Freizeit. Wie wärs mal mit Arbeiten???

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