Wieso verdienen lkw fahrer so wenig?

8 Antworten

Weil es immernoch Menschen gibt, die das trotzdem machen. Ich könnte auch fragen:

Warum arbeiten Menschen bei der Post, obwohl die schlecht zahlt?

Es gibt eine simple Erklärung dafür: Verschuldung und Obligationen.

Mit Verschuldung meine ich eine Kreditaufnahme z.B. um sich das "Neueste Irgendwas" zu kaufen und mit Obligationen meine ich Verträge für z.B. Handy, obwohl man es nicht braucht.

Tja. Und dann muss man es eben machen. That easy.

LKW Fahrer verdienen garnicht so wenig. Man muss sich nicht immer nur die Billigheimer da raus suchen.

Und da eben nicht mehr "jeder" fahren darf nur weil er nen Führerschein hat, wird das vielleicht sogar irgendwann wieder richtig schön.

Weil es zu viel Billigkonkurrenz aus dem osteuropäischen Raum gibt.

Die Fahrer dieser Unternehmen nehmen schon alleine Anreisen von tausend Kilometern und mehr auf sich, um in dem jeweiligen Fuhrunternehmen zu arbeiten, weil sie dort weit mehr Geld verdienen, als daheim.

Wobei diese Löhne dann allerdings sehr weit unter der deutschen Norm liegen.

Und so wird das Lohngefüge ausgehöhlt.

Und wo ist "unser" Gesetzgeber? Beschwert euch nicht, denn Ihr habt ihn gewählt. Nun könnt Ihr die noch schlechtere "Alternative" wählen.

Beschwert euch nicht, schimpft lieber auf die Ausländer (Sarkasmus)

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Hauptproblem ist, dass jeder ein LKW Fahrer sein darf, der einen C Führerschein hat. Es gibt auch eine 3 Jährige Lehre dazu wo man eigentlich wichtige Sachen wie Ladungssicherung etc auch lernt – nur die wenigsten Fahrer haben diese.

Die meisten Fahrer welcher gerade Speditionen beschäftigen die Länderübergreifenden Dienste anbieten sind eben aus „billig-Lohn-Länder“. Die haben einen C Führerschein, sprechen kein/Kaum Deutsch und arbeiten für eine deutsche Firma. Die zahlt ihnen für deutsche Verhältnisse wenig – was aber immer noch viel mehr ist als wenn sie den selben Job in ihrem Land machen würden.

Ich selbst habe früher eng mit diversen Speditionen zusammen gearbeitet. Man beauftrag zb eine große deutsche Spedition . Diese stellt den Auftrag auf ein Portal rein und es bewerben sich dann kleinere Speditionen aus verschiedenen Ländern). Die günstige bekommt den Zuschlag (und ob die evt auch noch einmal einen Subunternehmer beauftrag weiß man nicht). Somit beauftrage ich eine deutsche Firma und es fährt eine polnische meinen Auftrag. Im Internationalen Verkehr ist das eine übliche Praxis.

Mein Mann ist selbst LKW Fahrer aber er fährt nur Nahverkehr. Er ist also jeden Abend zu Hause. Er hat auch eben eine Lehre gemacht. Im Nahverkehr findet man viel mehr einheimische Fahrer. Dieses ewig von der Familie weg sein bei Fernverkehrsfahrten tut sich kaum ein Deutscher an.

Dazu kommt noch in Deutschland dazu, dass die Arbeitsgeber SEHR viele Rechte habe. Bevor mein Mann nach Österreich gezogen ist, hat seine Firma die Standardwochenarbeitszeit von 40 auf 50h hoch gesetzt. Somit mussten sie weniger Überstunden bezahlen. Wer nicht den neuen Vertrag unterschrieben hat, hat den Job sicher nicht mehr lange gehabt. Billgen Nachschub gibt es ja…

In Österreich verdient er für den selben Job nun deutlich mehr pro Monat  (50h Wochen sind aber leider immer noch normale) Das liegt daran dass wir in Österreich Gewerkschaften haben die einen Mindestlohn mit den Firmen erkämpfen (der höher liegt als der gesetzliche). Somit müssen sie ihm schon mal mehr zahlen. Dazu kommt noch ein fixes Weihnachts + Urlaubsgehalt in der Höhe von jeweils 1 Monatseinkommen (auch normal in Österreich, es gibt keine Firma die das nicht genauso bezahlt).

Somit verdienen die österreichischen LKW Fahrer schonmal mehr als Deutsche weil sie 14 statt 12 Gehälter pro Jahr haben.

weils wohl zu viele gibt ... insb. aus billiglohnländern

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