Wieso sehen Juden uns nicht-juden als Goyim (Sklaven) an?
Mein Kumpel in der Schule meinte heute dass Juden keine Nicht-juden heiraten dürfen und uns als minderwertig ansehen. Ist das wahr????? Ich bin 16.
10 Antworten
In Zeiten besonders starker Verfolgungen und Morde an Juden, wie z.B. während der Kreuzzüge, behalf man sich damit, dass der Goy nicht den Wert eines Juden hat. Aber ich denke mal, hier wurde der Goy, weil er mordete, als Böse dargestellt und der Jude, weil er sich das alles gefallen lassen musste, als Gut, und demnach über den Goy stand.
Es gibt aber auch im Talmud einige Passagen, und wenn man diese aus dem Kontext reißt, hat man dann nur noch "Der Goy gleicht einem Tier" über. Aber wir Juden müssen bei sowas immer den Schulchan Aruch (Jüdisches Gesetzbuch) hinzu nehmen und nachschlagen, was dies in diesem Sinne HEUTE heißt.
Und da normalisiert sich wieder der Text und es kommt heraus, dass wir unsere Mitmenschen (auch Goyim) genauso gut behandeln müssen, wir die unseresgleichen. Also, der Stand höher oder niedriger gibts demnach nicht.
Und das mit dem heiraten stimmt, wir dürfen keine Goyim (Nichtjuden) heiraten. Das ist ein 4000 Jahre altes Gesetz. Aber leider ist das inzwischen viel zu vielen Juden völlig egal geworden.
In der Thora ist eine Heirat zwischen Juden und Gojim verboten
Wo steht das denn? Falls Du 5. Mose 7,3 meinst: Da wird nicht die Heirat mit Gojim verboten, sondern ausdrücklich mit den sieben in Vers 1 aufgezählten Völkern.
Das stimmt. Ist aber bei jeder Religion so.
Nicht nur im Zusammenhang zu Religionen und ebenfalls nicht bei jedem einer jeweiligen Gruppe - siehe Antwort von mirolPirol.
Grundsätzlich ist es so, daß jemand, der seine Religion wirklich ernst nimmt, gut beraten ist, einen Partner der gleichen Religion zu heiraten, am besten jemanden, der ebenfalls aktiv gläubig ist. Ansonsten wären von vornherein Schwierigkeiten udn Mißverständnisse vorprogrammiert. In einer Ehe gibt es genug Probleme, die zu lösen sind, so daß man sich nicht noch zusätzliche, wie unterschiedliche Glaubensrichtungen, aufladen sollte.
Bei Mitläufern, denen ihre angestammte Religion nicht wichtig ist, oder die - obwohl sie offiziell einer Religion angehören, ungläubig sind, sieht die Sache ganz anders aus. Dann wird es wohl kaum Konflikte geben. Worüber sollte ein ungläubiger Jude mit einem ungläubigen Nicht-Juden denn streiten?
Wer seine eigenen Religion wirklich ernst nimmt, wird niemals einen andersgläubigen heiraten, ja noch nicht einmal eine Beziehung zu jemandem vom anderen Geschlecht eingehen. Das ist nur klug und weise.
Nein es stimmt nicht, dass Juden nicht-juden als minderwertig ansehen.
es stimmt, dass laut jüdischem Religionsgesetz Juden nur Glaubensgenossen heiraten dürfen (was bei Christen und Moslems im Prinzip genau gleich ist, bei den Christen waren sogar lange ehen zwischen Katholiken und Protestanten verpönt).
Tun die meisten nicht, Mischehen sind ziemlich häufig. Gerade Prominente in Hollywood sind da ein gutes Beispiel. Goys sind einfach Nichtjuden, allerdings mit einem negativen Beiklang. Die Juden sind genauso gruppennarzisstisch wie alle anderen Gruppen auch - in der Berliner Republik etwa klingt bei Zeit und Spiegel gerne so eine Überlegenheit des Protestantismus gegenüber dem Katholizismus an. Das war schon mal besser. Das Problem ist dass die Juden heute ein Mutterrecht haben: Wird also ein Jude Vater des Kindes einer nichtjüdischen Mutter, sehen die meisten Religionsgelehrten im Judentum dieses Kind als nichtjüdisch an. Das Kind kann dann zwar wieder erleichtert Jude werden, es ist aber zunächst mal nichtjüdisch. Früher wars übrigens mal ein Vaterrecht, wie immer in patriarchalischen Gesellschaften, aber der Vater ist eben immer ungewiss ;) Es gibt zwar durchaus eine Gegenbewegung, aber der kleinste gemeinsame Nenner ist eben das was die konservativste Gruppierung will und das sind die Orthodoxen. Und die sperren sich da massiv. Daher wird wert darauf gelegt dass zumindest die Frau auch zum Judentum konvertiert (Gjur). Auf jüdische Mädchen wird dann eben unter Umständen in der Gemeinschaft Druck ausgeübt sich doch einen Jungen aus der Gemeinschaft zu suchen.
Es gibt aber auch viele liberale Juden die darauf nichts geben Häufig wird dann z.B. in Mischehen beides gefeiert, die christlichen wie die jüdischen Feste.
Auch bei den Juden gibt es völkische Nationalisten und Nationalreligiöse, aber beide halte ich für Spinner, auch wenn sie Einfluss haben.
In der Thora ist eine Heirat zwischen Juden und Gojim verboten, aber selbst dort wird schon von etlichen Ehen mit Gojim berichtet. Anspruch und Wirklichkeit fielen also schon bereits von Anfang an auseinander.
Die Reinhaltung des jüdischen Volkes hatte lange Zeit religiöse Gründe, weil Gott mit dem auserwählten Volk etwas Besonderes vorhatte. Die Christen sehen die Erfüllung und damit das Ende dieses Gebotes darin, dass der Messias geboren wurde. Auf Ihn lief das Ganze hinaus, deshalb konnten die Juden-Christen und Heiden-Christen anschließend problemlos miteinander heiraten.